Historie


Die Entwicklung des SAK Lörrach e. V. im Überblick

1969

Im Gründungsjahr ist der SAK eine der klassischen sozialen Initiativen, die bundesweit im Rahmen der 68er-Bewegung entstanden sind. In Lörrach war es die evangelische Studentengemeinde der pädagogischen Hochschule, die in den sozialen Brennpunkten der Stadt Kinder bei den Hausaufgaben unterstützte und freizeitpädagogische Angebote gestaltete.

1972 – 1977

Die Evangelische Landeskirche in Baden entsendet zwei Gemeindediakone, Jürgen Wiesenhütter und Herbert Sitterle. Mit Zeltlagern am Bodensee und einem Jugendtreff in der Alten Feuerwache in Lörrach gewinnt die Kinder- und Jugendarbeit an Gestalt. Ab 1977 finden die ersten Spielbusaktionen in Lörrach statt.

1978

Der SAK engagiert sich in der Integration von Langzeitarbeitslosen. Das ist der Beginn einer bis heute anhaltenden ergolgreichen Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und der Bundesagentur für Arbeit im Landkreis Lörrach.

1984 – 2004

Die Alte Feuerwache wird mit arbeitslosen Jugendlichen renoviert und ausgebaut. Die Stadt Lörrach bekommt dadurch ihr erstes Jugendzentrum. Die Initiative „Sozialer Arbeitskreis – SAK“ bekommt seine Rechtsform.

Der Stadtteiltreff Salzert wird 1996 eröffnet. Das verfallene Alte Wasserwerk der Stadt soll die neue Heimat des SAK werden. Die Planungen für ein soziales Begegnungszentrum für alle Generationen beginnen.  Nach achtjähriger Bauzeit entsteht mit Unterstützung ortsansässiger Handwerker, unter der Beteiligung von Künstlern aus der Region und dank zahlreicher helfender Hände von Jugendlichen aus Partnerstädten und Zuschüssen der Stadt Lörrach, des Landkreises, der Diakonie, Stiftungsgeldern, verschiedensten Initiativen und vielen Spenden aus der Bevölkerung das heutige Alte Wasserwerk, Hauptsitz des SAK Lörrach e. V. Wolfgang Thierse verleiht den Bundespreis für Asylarbeit 2001 an den SAK. Die Quartiersarbeit in Rheinfelden wird aufgenommen. Die Einweihungsfeier des Alten Wasserwerks 2004 legt den Grundstein für die weitere Entwicklung des SAK in der Kinder-, Jugend- und Jugendkulturarbeit.

2006 – 2012

Die Geschäftsführung Jürgen Wiesenhütter und Herbert Sitterle ist im Wandel. Herbert Sitterle verlässt 2006 den SAK. Ihm folgen Katja Stange und Christoph Zacheus-Hufeisen. 2012 übergibt Jürgen Wiesenhütter den Führungsstab an Dr. Jürgen Rausch. Seit 2017 ist Dr. Jürgen Rausch alleiniger Geschaftsführender Vorstand und Vorstandsvorsitzender des SAK Lörrach e. V.

Seit 2007 engagiert sich der SAK in der Schulkindbetreuung. Ferienprogramme, berufsintegrierende Maßnahmen sowie das sozialintegrative Bauprojekt in der Teichstraße ergänzen das Portfolio.

2013

Zur Gründung der ersten Gemeinschaftsschule in Lörrach wirkt der SAK ab 2013 in der zugehörigen Steuerungsgruppe mit. Das Tätigkeitsfeld der Schulsozialarbeit wird auf- und ausgebaut und ein Qualifizierungslehrgang für die Mitarbeitenden in der Schulkindbetreuung für den Landkreis Lörrach konzipiert und durchgeführt. Im Alten Wasserwerk findet der erste internationale Fachtag zur Sozialen Arbeit statt. Der SAK ist nach ISO 9001 zertifiziert.

2014

Die erste große Strukturreform wird auf den Weg gebracht. Die Entwicklung eines neuen CI führt auch zu einer neuen Namensgebung: aus dem Sozialen Arbeitskreis wird der SAK Lörrach e. V. Das SAK Institut für Bildung und Zeitfragen „Zeit & Wissen“ nimmt seinen Betrieb auf. Im selben Jahr feiert das Alte Wasserwerk feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Das Engagement in Rheinfelden wächst im Bereich Schulsozialarbeit und Ganztagsbetreuung.

2015

Der SAK wird mit der mobilen Jugendarbeit in Rheinfelden beauftragt. Die Schäferei Raufer wird übernommen und der SAK engagiert sich im Bereich der Sozialen Landwirtschaft.

2016

Das SAK Institut für Bildung und Zeitfragen „Zeit & Wissen“ schließt einen Kooperationsvertrag mit der ChAT Universität Warschau in einem Forschungsprojekt zur interkulturellen und interreligiösen Kompetenz bei Jugendlichen.

Heute

Es existieren Visionen, wie der Gebäudekomplex Altes Wasserwerk analog zum wachsenden Angebot des SAK erweitert werden kann. Denn der Bedarf Kindern und Jugendlichen Raum zur Entfaltung zu geben, ihnen die Teilhabe an kulturellen und sozialen Angeboten zu ermöglichen und weitere außerschulische Lern- und Lebensräume zu bieten, ist ungebrochen.