Neues Leben im Pförtnerhäuschen
Zwischen Klassik und Krimikomödie
Change-Lö-Sens: Partnerschaft, die "rockt"
Schnittmenge von gebauter und sozialer Stadt
Ungewöhnliche Begegnungen mit leisen Künsten
Der große Auftritt kleiner der Dinge
500 Kinder im SAK Land
Schwimmende Gränzgänger
Leise Töne im Wasserwerk
Werkbund ehrt Wohnbau
Birgit Kiefer, Sozialpädagogin des SAK
Kids stört der Regen kaum
In fünf Tagen um die Welt
Reise um die ganze Welt
Erste Sport- und Spielwoche kommt an
Rohre, Rollen, Brechnungen
Uncommon man from mars kommen
Auf die Plätze, fertig, los!
Ferien: SAK kooperiert mit der Stadt
Kinder erhalten flexible Betreuung
Ferienangebot sehr gefragt
Die Schüler begreifen Schule mehr als Heimat
Wir haben dieses Jahr sehr harte Bands
PSSST!-Festival im Alten Wasserwerk
Wiesefest am Wiesestrand
Der Fluss rückt näher an die Stadt
Wiese wieder lebendiger
Der OB bringt ein Netz voller Fußbälle
SAK Spielbus am Wiesestrand
Visionäre "Wiesionen"
Kult-Rock-Band Mother Jane im Wasserwerk
Freundschaften geschlossen
Wiesefest am neuen Strand
Young Jazz mit Judy Birdland
Musikalischer Sommer
Eine weitere perle am Fluss
Ein Ende ohne Schluss
Viele Gruppen - ein schönes Fest
Mit Los gehts los
Die Innenstadt wird soziales Modell
Schauspielnachwuchs erobert Bühne
Erfolgreicher Abschluss des zweiten Tanzcamps
Kleinstadtfieber im Wasserwerk
Theater im Weidenpalast
Selbsterkennung auf der Bühne
Einen Schokoladenkuchen eigens für das Publikum
Ein Fussballfest auf dem Salzert
Piraten, Zirkus und allerhand Trolle
Fünf Tage in der Theaterwelt
Planeterra
Fussball und Kosakenchor
Anpfiff beim SAK
Sommerfest im Alten Wasserwerk mit Public Viewing
Im Blaumann zum Unterricht
Erlebnisreiche Kanufreizeit in Frankreich
Starke Stimmen, guter Honig
Der Natur auf der Spur
Rap-Video mit Lörracher Kindern
Lörrachs leise Party
Belebende Freiräume
Gemeinsinn
Zugleich Schock und Chance
Alles andere als flügellahm
Konzept für Jugendhaus steht bereits
Jedem Kind sein Schulranzen
Musik - Kreuzfahrt
Den Frust einfach rausfegen
Ranzen für den guten Start
Der Jugend gefallen die Geisel-Pläne
Luftballons gegen Gewalt loslassen
Vorhang auf im Weidedom
Klettern mit Ronja und Birk
Toben wie Ronja Räubertochter
Im Mittelpunkt steht die Jugend
Kontinuität auf dem Salzert
Stadtteiltreff Salzert unter neuer Leitung
Bürgerstiftung präsentiert Abenteuer im Lostopf
Mit Los geht's los
Lange Tradition
Dicke Luft und jede Menge Müll
Sie nennen ihren Musikstil "Color"
Musik lockt von Bar zu Bar
Young Jazz lässt den Jazz neu aufleben
Freaky Friday ein Erfolg
Freaky Friday ereicht viele
Der geschützte Raum soll Einstieg erleichtern
Ein Tandem für die Integration
Mittel werden knapper
Soziales Netzwerk setzt Maßstäbe
Keinesfall die Großen imitieren
Sicher auf der schwarzen Route
Vom Kellerkind - zum Modellfall
Ab nach oben - und eine Kletter- Rallye
Freewalls für Lörrach
Jugendtheaterfestival "Rampensau" in Lörrach
SC Brombach lockt Schachjugend mit Turnieren
Auch Mädchen top (Stadtjugendmeisterschaft im Schach)
FDP- Fraktion für Aufnahme von Flüchtlingen
Kletteropening beim SAK
Ein Strand an der Wiese
Jazz im Alten Wasserwerk
Die "Rampensau" ist wieder da
Pädagogik mit Spielraum
Schachjugend sucht ihre Meister
Rock'n'Roll in Sens
Neue Runde für Freaky Friday
Zum 3. Mal Jazz im Alten Wasserwerk
Freaky Friday im Alten Wasserwerk
Nachtsport einmal anders
Express Yourself Theater für Kids
Beim Nachtsport zeigt DJ Nathanael sein Können
Rosinka hat sich gut etabliert
Jazz im Alten Wasserwerk
Wo sich die Nationen treffen
Intensiver Austausch der Gruppen
Anmeldung zum Kindertheatertreffen
Für Lachs, Taube, Sport und die Kunst
Was bedeutet Europa für Dich?
Großer Spaß in den kleinen Ferien
Ganz neue Töne im Pfefferhaus
Ein Start mit viel Schwung
Sprungbrett für die Stars von morgen
Engagement für Lörrachs Nachwuchs
Ein Sprungbrett für Nachwuchsbands
Junger Jazz im Alten Wasserwerk




25 . September 2010





24 . September 2010

Zwischen Klassik und Krimikomödie

LÖRRACH (BZ). Viele Ensembles der freien Theaterszene, Amateure wie Profis, müssen den Gürtel enger schnallen. In Lörrach macht sich das daran bemerkbar, dass die Organisatoren des Internationalen Theatertreffs weniger Bewerbungen erhalten, weil viele Gruppen die Reisekosten nicht mehr aufbringen können. 30 bemühten sich in diesem Jahr um eine Aufnahme ins Programm, in früheren Jahren waren es bis zu 50, sagt Ingrid Weinmann, Geschäftsführerin im Kulturzentrum Nellie Nashorn. Das ändere zum Glück nichts an der Qualität: Es seien "tolle Bewerbungen" dabei gewesen.
Die Auswahl, die Ingrid Weinmann zusammen mit dem künstlerischen Leiter Vaclav Spirit trifft, sei wieder schwer gefallen. Das Ergebnis ist eine Mischung aus vielen Spielarten, aus Theater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aus Amateur- und Profiensembles. Die Stoffe, die vom 20. bis zum 23. Oktober gezeigt werden, bewegen sich zwischen Klassikern und Krimikomödie, Eigenproduktion und Märchenrevue. Wie gewohnt bewegt sich das Festival quer durch die Stadt. Gespielt wird im Burghof, im Alten Wasserwerk, in der Stadtkirche und im Hans-Thoma-Gymnasium. Das Nellie Nashorn ist mit Café, Foyer und Veranstaltungsraum Treffpunkt für die Gruppen und Ort der Feedback-Diskussionen, zu denen auch die Öffentlichkeit eingeladen ist. Dies Konzept, sagt Ingrid Weinmann, hat sich bewährt.

Elf Gruppen aus sechs Ländern

Elf Gruppen aus sechs Ländern versammelt der Theatertreff, der zum 14. Mal nach Lörrach kommt. In diesem Jahr musste das Nellie Nashorn, das das Festival mit Unterstützung der Stadt ausrichtet, das Budget schmal halten: 36 000 Euro stehen einschließlich der Zuschüsse von Stadt, Land, Landes- und Bundesverband der Amateurtheater und Sponsoren zur Verfügung, 2009 waren es noch 44 000 Euro gewesen. Reduziert wurde um eine Gruppe, aber um viele Spieler: Die Ensembles, die anreisen, sind relativ klein. 110 Teilnehmende sind drei Tage lang unterzubringen und zu versorgen, im vergangenen Jahr waren es noch 150.

Diese Beschränkung muss und soll dem Theatergenuss keinen Abbruch tun. Schon für die Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 20. Oktober, um 19.30 Uhr im Burghof versprechen die Organisatoren eine besondere Perle. Das Profiensemble nordArt aus Flaach in der Schweiz spielt mit "Rosen für Herrn Grimm" ein Stück, das sich auf poetische und skurrile Weise dem Thema Altenpflege nähert.

Gleich dreimal hat der Internationale Theatertreff Shakespeare im Programm. Das Junge Theater Nellie Nashorn zeigt "Hamlet" , für die "Komödie der Irrungen" können sogar zwei Inszenierungen verglichen werden. Bei der Tempus Fugit-Version führte Vaclav Spirit Regie, die andere Umsetzung stammt vom Dresdner Spielbrett, das schon mehrfach beim Lörracher Festival gastierte. Ein Stück - zwei Konzepte: Das ist Stoff für die Diskussionsrunde, die untrennbar zum Festivalgeschehen gehört.

Aus Breda in den Niederlanden kommt die Gruppe Krov, die mit dem Stück "Hotel Heimwee" Menschen in der Lobby aufeinandertreffen lässt. Gern hätte man dies Stück tatsächlich in einem Hotel gezeigt, doch das ließ sich nicht umsetzen, bedauert Ingrid Weinmann. Die Freie Theatergruppe Zürich zeigt "Nach Hause(r)" , ein Spiel um die Suche nach Identität. "Madame Katz, Monsieur Wolf" , eine Koproduktion des Freiburger Cargo-Theaters und des Totem-Théâtre aus Colmar, wendet sich an Kinder, und auch das "Dschungelkabarett" des Theaters Weiße Krähe aus St. Petersburg können schon Kinder von 5 Jahren an verstehen. Die Weiße Krähe ist das deutsche Theater der russischen Stadt St. Petersburg

Alte Bekannte, neue Ensembles

Apron aus Halle, ebenfalls in Lörrach wohlbekannt, zeigt mit "Polizeiruf 86" eine Kriminalkomödie aus DDR-Zeiten. Das Aktionstheater aus Donzdorf gastiert mit "Idas Werden" , Die Fremden aus Wien setzen mit "Der Transport" den Schlussakkord. Dabei, so Vaclav Spirit, geht es in einem weiten Sinne um das Thema Deportation - das Programm verspricht "eine liebevolle Hommage an die Andersartigkeit" . Die Programme liegen an vielen Stellen der Stadt aus.

An Schulklassen wendet sich das Festival ausdrücklich, und natürlich an die Öffentlichkeit. Man will alles andere als unter sich bleiben, auch bei den Diskussionen. Doch auch der interne Austausch ist wie bei allen Festivals dieser Art ein wesentlicher Punkt. Manche Einladung auch an Lörracher Gruppen war schon Folge solcher Treffen, und gelegentlich auch eine Koproduktion.






24 . September 2010

Change-Lö-Sens: Partnerschaft, die "rockt"

LÖRRACH (BZ). Eric Bintz, Verantwortlicher für Jugend und pädagogische Angebote im SAK, verleiht der Partnerschaft zwischen der Stadt Sens, aus der auch seine Mutter kommt, und Lörrach heute Abend einen musikalischen Ausdruck. Im Rahmen des Projekts "Change-Lö-Sens" findet im alten Wasserwerk ein Rockkonzert mit Bands aus beiden Städten statt. Das Bandaustauschprojekt rief Eric Bintz 2005 ins Leben, seitdem gab es rund ein Dutzend Begegnungen zwischen verschiedenen Bands aus Lörrach und der Partnerstadt in Burgund.
Insgesamt neun Projekte und Initiativen wurden am Freitag im 15. Stockwerk des Burdahochhauses an der Kinzig prämiert, deren Spektrum von der privat organisierten Nachbarschafts- und Jugendhilfe, über Stadtentwicklungskonzepte und Kulturförderung bis hin zum vorbildlichen Unternehmen, Initiativen und Netzwerken in den Bereichen Energie, Bauen und Ernährung reicht. Dass auch die hiesige kommunale Wohnbaugesellschaft gewürdigt wurde, wertete Nostadt als "etwas ganz Besonderes". Mit 36 Auszeichnungen und Preisen sei man es zwar gewöhnt, bei Wettbewerben vorne dabei zu sein. Doch in diesem Fall sei man von außen vorgeschlagen worden und habe sich selbst nicht aktiv ins Spiel bringen können: "Das bekräftigt uns in unserem Tun."

Bei solch einem Austausch findet stets eine Hin-und Rückbegegnung statt, das heißt eine Band aus Lörrach fährt für ein Wochenende nach Sens und einige Monate später gibt es einen Gegenbesuch. Gast und Gastgeber veranstalten ein gemeinsames Konzert, bei dem beide auftreten.
Für die Musiker gibt es Unternehmungen wie gemeinschaftliches Kochen oder, sehr naheliegend: eine gemeinsame Jam-Session, woraus auch schon mal ein Stück für eines der Konzerte entsteht.

Die Veranstalter des Bandaustauschs hatten bisher nie Schwierigkeiten, Bands für "Change-Lö-Sens" zu begeistern. Jérome, Sänger und Gitarrist der Band "Pussy Riots" , die am Freitag im SAK auf der Bühne stehen werden, trat bereits vor einiger Zeit mit der Band "Sutcrisse" in Lörrach auf und freut sich schon auf das Konzert am Freitag. Auf die Frage, welche Erwartungen er an das kommende Wochenende habe, antwortete er: "Musik machen und Bier trinken."

Als Ziel des Austauschs nennt Eric Bintz das Entstehen von Freundschaften zwischen den Musikern aus Deutschland und Frankreich, die Möglichkeit, die andere Kultur kennen zu lernen und Interesse an Sprachen zu wecken. Außerdem ist es für die Bands eine tolle Möglichkeit, im Ausland auftreten zu können und internationale Kontakte zu knüpfen. Die Sprache stelle kein besonderes Problem dar, die deutschen und englischen Sprachkenntnisse der französischen Musiker seien zwar häufig nicht so gut wie die Französisch- beziehungsweise Englischkenntnisse der Deutschen, aber die Hauptverständigung findet sowieso über die Musik statt.

Am heutigen Freitag findet die Rückbegegnung zwischen "Round Trip Ticket" aus Lörrach und den "Pussy Riots" aus Sens statt. Die Pussy Riots gibt es seit drei Jahren, sie spielen 70er Jahre Rock und Rock ´n Roll, ihre Musik erinnert an Oasis oder The Rolling Stones. Die vier Musiker proben jede Woche für drei Stunden in einem Studio in Sens.

"Round Trip Ticket" gibt es seit 2008. Der Stil der vierköpfigen Band bewegt sich zwischen Alternative Rock und Pop-Punk. Sie waren Mitte Mai nach Sens gereist und sind an diesem Wochenende nun die Gastgeber. Als Headliner holten sie sich für Samstagabend die Band "3Samkeit" mit ins Boot, die regional bereits durch ihren Sieg beim Music Start Contest und ihren Auftritt beim Stimmenfestival als Vorband von Jan Delay bekannt geworden ist.




20 . September 2010

Schnittmenge von gebauter und sozialer Stadt

OFFENBURG/LÖRRACH (BZ). Über den Dächern von Offenburg hat Thomas Nostadt am Freitag eine hohe Auszeichnung entgegen genommen: Der Vorsitzende des Deutschen Werkbundes Baden-Württemberg, Fred Gresens, überreichte dem Geschäftsführer der Wohnbau Lörrach das Werkbund-Label 2010. "Es ist der erste Preis, für den wir uns nicht bewerben konnten", freute sich Nostadt.
Insgesamt neun Projekte und Initiativen wurden am Freitag im 15. Stockwerk des Burdahochhauses an der Kinzig prämiert, deren Spektrum von der privat organisierten Nachbarschafts- und Jugendhilfe, über Stadtentwicklungskonzepte und Kulturförderung bis hin zum vorbildlichen Unternehmen, Initiativen und Netzwerken in den Bereichen Energie, Bauen und Ernährung reicht. Dass auch die hiesige kommunale Wohnbaugesellschaft gewürdigt wurde, wertete Nostadt als "etwas ganz Besonderes". Mit 36 Auszeichnungen und Preisen sei man es zwar gewöhnt, bei Wettbewerben vorne dabei zu sein. Doch in diesem Fall sei man von außen vorgeschlagen worden und habe sich selbst nicht aktiv ins Spiel bringen können: "Das bekräftigt uns in unserem Tun."

Nostadt, der seit elf Jahren die Geschicke der Wohnbau mit ihren 3900 Wohnungen lenkt, will das Label als Ansporn verstanden wissen, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen: "Jetzt wurde auch außerorts erkannt, dass wir mehr als nur unser Soll erfüllen." Als Stichworte nennt er hohe Nachhaltigkeit und gestalterische Qualität, identitätsstiftende Architektur und soziale Einbettung: "Stabile und gute Nachbarschaft ist uns wichtig." Die Wohnbau beschäftigt zwei Sozialarbeiter und fördert mit ihren Aktionsfonds bürgerschaftliches Engagement: "Ich bin davon überzeugt, dass wir richtig liegen."

Diese Auffassung teilte Fred Gresens, der in seiner Laudatio die "Vorbildfunktion der Wohnbau Lörrach" hervorhob. Gresens verwies auf die zahlreichen Projekte, die von der Wohnbau federführend betreut wurden und werden: sozialintegrative Sanierungen zusammen mit den Bewohnern, energetisch hochwertige Renovierungen, Neubauten mit Gemeinschaftsräumen und nicht zuletzt die Gebäudesanierung mit Hilfe von arbeitslosen Menschen, die auf diese Weise ihren eigenen Wohnraum instand setzten; nach Abschluss der Arbeiten hatten sie die Möglichkeit, selbst dort einzuziehen. Neben innovativen und nachhaltigen Ansätzen nehme die Wohnbau Lörrach stets ihre soziale Verpflichtung ernst und zeichne sich durch eine "sehr soziale Unternehmensstruktur" aus. Damit erfülle sie die Kriterien für die Vergabe des Werkbund Labels, unterstrich der Geschäftsführer: Es gehe nicht nur um hohe gestalterische Qualität, sondern um erkennbare Zielrichtung und die Förderung zivilgesellschaftlicher Entwicklungen durch Mut, unkonventionelles Vorgehen, Querdenken und Eigeninitiative. "Mit dem Label soll den Preisträgern zu mehr öffentlicher Anerkennung und besseren Erfolgschancen verholfen werden", nannte Gresens das Ziel der Auszeichnung.




14. September 2010

Ungewöhnliche Begegnungen mit leisen Künsten

LÖRRACH (BZ). Rund 330 Gäste besuchten das "Pssst!"- Festival des Sozialen Arbeitskreises (SAK) am Wochenende. Das Festival auf der Schwelle von Ferienende und Saisonbeginn bot eine ungewöhnliche Mischung leiser Künste: Poesie, Pantomime und Improvisationstheater. Entstanden ist die Idee aufgrund mehrerer Beschwerden der Anwohner des Alten Wasserwerks über zu laute Konzerte. So beschloss das SAK- Team, ein leises Festival anzubieten. Mit dem Premieren- Erfolg zeigen sich die Organisatoren zufrieden.
Den Auftakt am Freitagabend bildete die Poetry-Slam-Show, die auch als "Dichterwettstreit" übersetzt werden kann. Fünf nationale Größen des Poetry Slam traten vor einem 100-köpfigen Publikum an. Nicht, wie sonst üblich, gegeneinander, sondern miteinander. Das war unser "Zitterabend", sagt Marc Trautmann, Veranstaltungsmanager des SAK. "Bis Donnerstag vor der Veranstaltung hatten wir gerade einmal fünf Karten im Vorverkauf verkauft." Durch das gewollte Miteinander der Künstler wurde das Publikum auf unkonventionelle Weise unterhalten. Die dreistündige Poeten-Show bot verträumte Dichtkunst neben Lautem und Lustigem von den anderen Slammern.

Carlos Martínez hingegen setzte mit seinem Pantomime-Programm einen ganz anderen Akzent. "Time to celebrate" heißt sein derzeitiges Bühnenprogramm, mit dem er am Samstagabend 110 Zuschauer begeisterte. Ihm gelang die Balance zwischen besinnlich und lustig. So versetzte er das Publikum in Momente kollektiver Stille ließ sie dann wieder lauthals lachen. Martínez zeigte seine Kunst auch schon vor dem Bundespräsidenten bei der Menschenrechtspreisverleihung von Amnesty international.

Der letzte "Pssst!"-Abend war am Sonntag am besten besucht, was den Erwartungen der Veranstalter entsprach. Das Publikum, in dem laut Trautmann alle Generationen vertreten waren, wurde von der Gruppe "Impronauten", Improvisationstheaterkünstler aus Basel, interaktiv unterhalten. Die Gruppe bot "Theatersport", eine spezielle Art des Improvisationstheaters, bei der zwei Teams von Schauspielern gegeneinander antreten und das Publikum die Rolle der Jury übernimmt. Viel Situationskomik sorgte für große Begeisterung.

Mit dem Publikumserfolg sind die Organisatoren vom SAK zufrieden, auch wenn die Rechnung dieser drei Tage finanziell nicht ganz aufging. "Das Pssst!-Festival war das erste seiner Art. Die Zusammenstellung der Auftritte von Künstlern aus komplett unterschiedlichen Bereichen hat großen Zuspruch bewirkt. Genauso wie der Name des Festivals", so Marc Trautmann. Darum hält er eine Neuauflage nächstes Jahr durchaus für möglich.




13. September 2010

Der große Auftritt der kleinen Dinge

LÖRRACH (BZ). Der SAK habe vorgehabt, ein Open-Air-Festival auf dem Gelände des Alten Wasserwerks zu veranstalten, doch die Stadtverwaltung habe Bedenken geäußert wegen der Lautstärke der Konzerte und des vom Publikum verursachten Lärms, erzählte Bleu Broode. Statt dessen sei nun unter dem Titel "pssst!" ein Festival der leisen Töne zustande gekommen. Mit Poetry Slam wurde es am Freitagabend eröffnet, und Bleu Broode, einer der erfolgreichsten Slammer Deutschlands, hatte Freunde mitgebracht, auch sie Slammer von großem Renommee.
Dass Sprachkunst und Poesie ihr Publikum finden, zeigte sich am Freitag: Mit mehr als 120 überwiegend sehr jungen Besuchern war das Alte Wasserwerk fast voll. Schließlich bekamen die Besucher mit Theresa Hahl aus Heidelberg, Julian Heun aus Berlin, Tommy Tesfu aus Marburg, Stefan Dörsing aus Gießen und Bleu Broode aus Erfurt einige der erfolgreichsten Poetry Slammer Deutschlands zu sehen und zu hören, die in ihren überwiegend vorbereiteten und nicht spontan entstandenen Texten mit scharfem Blick, schonungsloser Ironie und sprachmächtiger Gestaltungskraft den kleinen Dingen des Alltags zum großen Auftritt verhalfen.

"Schreiben hilft mir, gewaltvollen Fantasien abzubauen", meinte Bleu Broode, der schon ein Buch veröffentlicht hat, und sich erotische Stellen des Alten Testaments vornahm. "Das ewig Obszöne zieht uns hinan", war auch Thema eines Stücks, das Julian Heun, Tommy Tesfu und Stefan Dörsing mit Verweisen auf Goethe, Klopstock und andere Klassiker vortrugen, und Dörsing parodierte mit seinem "Drama in fünf Nackten" den klassischen Dramenaufbau. Während hier manches etwas pubertär wirkte, geißelte Julian Heun mit assoziativen Wortketten die erschütternde Normalität fantasieloser Lebensentwürfe. Von großer sprachlicher Kraft und fast schon tragikomisch waren die Selbstreflexionen Theresa Hahls, mit denen sie auf verspielte Art ihre vermeintlichen Defizite preisgab.

Viele Beiträge spiegelten einen Widerwillen gegenüber den herrschenden Zuständen wieder. Politik ist nicht ihr Ding, doch konnte man sehr viele Texte der Slammer gesellschaftskritisch nennen. Menschliche Verhaltensmuster und Einstellungen wurden beißender Kritik unterzogen und erbarmungslos ins Scheinwerferlicht gestellt. Dabei begeisterten die fünf ihr Publikum mit Witz und Ironie sowie einfallsreichen Sprachspielereien.

Absurd und dadaistisch wurde es im zweiten Teil des Programms, als zu esoterisch wabernder Musik Bleu, Julian und Tommy aus Tarotkarten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Zuhörerin Vera herauslasen, während sich Stefan im Hintergrund in Kryptonit-Kung-Fu übte. "Seitdem du deine Träume an die Börse trägst, bin ich Pessimist", sagte Theresa, die mit idealistischen Versen ihr ihr Unbehagen an der Wirklichkeit ausdrückte. "Schein ist, was wir sind", kommentierte Tommy seine Entlarvung von Smalltalk-Phrasen, und Bleu reimte über die Leute, "die darauf achten, dass ihre Sneakers nur von Kindern aus Bodenhaltung gemacht werden". Ein spannender und kurzweiliger Abend mit gut zweieinhalb Stunden Poesie, die erfrischend neu, vielfältig, wortmächtig und faszinierend fantasievoll war.




09. September 2010

500 Kinder im SAK-Land

LÖRRACH (BZ). Ferienprogramm im Alten Wasserwerk, Sprachcamp, Spielbus, Theaterwoche, "Dem Täter auf der Spur", Sportwoche und Freizeit an der Neumattschule - insgesamt 16 Wochen Ferienprogramm stellte der Soziale Arbeitskreis in diesem Sommer auf die Beine. Das waren zwei Wochen mehr als 2009. Mehr als 500 Kinder haben teilgenommen - und damit konnten noch längst nicht alle unterkommen, die mitmachen wollten.
"El borracho!" ruft Diana Duhalt-Nestle und hält ein Kärtchen in die Höhe, auf dem ein Betrunkener abgebildet ist. Sofort fangen fünf Kinder an, den anschließend so titulierten "Penner" auf ihrer Übersichtskarte zu suchen. "Lotería" heißt das typisch mexikanische Spiel und erinnert an Bingo. Das Spiel gehört zur Woche "Spanisch für Anfänger", die im Rahmen des SAK-Sommerprogramms angeboten wird. Diana Duhalt-Nestle, Erzieherin aus Mexiko, erklärt, dass sich dahinter kein Sprachkurs, sondern eine Kulturreise verbirgt. Um ein paar spanische Vokabeln kommen die Kinder allerdings nicht herum. Das Programm ist bunt: Es gab eine Entdeckungsreise in der Stadtbibliothek zum Thema Christopher Columbus, ein Ratespiel zu Ländern und Flaggen, typisch südamerikanische Gerichte. Nun freuen sich die Kinder auf den Höhepunkt der Woche: das Mexikanische Fest. "Die Kinder sollen spielerisch etwas über die Kulturen und Länder lernen, in denen Spanisch gesprochen wird", sagt Diana Duhalt-Nestle, die beim SAK ihr Anerkennungsjahr absolviert. Sehr zufrieden ist auch Christine Cramer, Hauptamtliche beim SAK, mit der Bilanz des Ferienprogramms: "Die Kinder wollten, als die Abholzeit kam, gar nicht mehr hier weg. Am liebsten hätten sie hier übernachtet. Das ist eine Bestätigung für uns, dass wir es gut gemacht haben."

Die ganzen sechs Wochen der Sommerferien waren gefüllt mit einer Vielfalt von Kinderprogrammen: Vom Spielbus über die sehr beliebte Aktion "Geheimnisse von Lörrach" bis hin zur Piratenwoche. Diesmal neu waren die Theaterwoche unter dem Motto "Auf in den Dschungel" in Zusammenarbeit mit Tempus fugit und die Sportwoche im Innocelquartier, ein offenes Angebot, das sehr großen Anklang gefunden hat.

Bei dem Special "Dem Täter auf der Spur", das in Kooperation mit dem "phaenovum" und der Bürgerstiftung Lörrach diese Woche stattfindet, wurden die Kinder aufgrund der hohen Anmeldezahlen im Auswahlverfahren sogar ausgelost.

"Das Team von SAK hätte das Ferienprogramm ohne die Hilfe von den vielen Praktikanten, Ehrenamtlichen und den Kooperationspartnern gar nicht gestemmt", betont Christine Cramer. In der gesamten Zeit gab es weder Vorfälle noch Unfälle, dafür aber einen enormen Zulauf an Kindern, viele neue Gesichter und jede Menge Begeisterung. Ein erfolgreicher Sommer.




07. September 2010

Schwimmende Grenzgänger

LÖRRACH (BZ). Jetzt ist den schwimmenden Grenzgängern der Weg gebahnt. Seit voriger Woche ist der Aufstieg für Lachse und andere Wanderfische in der Wiese in Betrieb. Damit ist das Wiesionen-Projekt in Lörrach zu einem vorläufigen Abschluss gekommen. Der Fischaufstieg kostete rund 350 000 Euro.
Es war die erste Tafel, die am Fluss für die Wiesionen warb. Eigens war Umweltministerin Tanja Gönner zu ihrer Enthüllung gekommen. Mittlerweile sind die Rossschwemme bei der Tüllinger Brücke und der Wiesestrand auf Stettener Seite des Flusses fertig beziehungsweise der Öffentlichkeit übergeben worden. Das Projekt "Lachs ohne Grenzen" hatte wiederholt Verzögerungen erlebt, obwohl es ziemlich schnell die Unterstützung der Landesregierung und der deutschen und schweizerischen Grenzschutzbehörden genoss.

Als dann im Frühjahr endlich mit dem Bau begonnen wurde, lief bei Hochwasser die Baustelle voll, was das Projekt noch einmal verzögert hat. Er besteht aus zwei großen Teilen. Eine Lockströmung, die hier hergestellt wurde, weist den Fischen den Weg ins Umgehungsgerinne, durch das sie in den Weiler Mühleteich gelangen und von dort weiter und hinter dem Stauwehr wieder in die Wiese. Fische, die diesen Weg nicht finden und am Wehr hängen bleiben, können von dort durch den sogenannten technischen Fischpass in den Gewerbekanal gelangen und so das Hindernis umschwimmen.

Isolde Britz (Stadtbau), Projektleiterin Wiesionen für die Bürgerstiftung Lörrach, erläuterte das gerade fertiggestellte Projekt anlässlich der BZ-Radtour an der Wiese (wir berichteten). Dass Wanderfische in die Wiese wollen, wurde schon vor ein paar Jahren beobachtet. Damals war die Reise für zwei Meerforellen, die ähnlich aussehen wie Lachse, am Stettener Wuhr zu Ende, weil das Hindernis für sie unüberwindbar war.

Bei den Sponsoren, so erinnert sich Isolde Britz, sei das Wiesionen-Projekt "Lachs ohne Grenzen" ein emotionaler Türöffner gewesen. 1,25 Millionen Euro wurden aufgebracht und für die verschiedenen Teilprojekte ausgegeben. 600 000 Euro allein von der Bürgerstiftung. Nicht eingerechnet ist da der Beitrag der Stadt und schon gar nicht in Euro und Cent umgerechnet sind da "über 2000 ehrenamtliche Arbeitsstunden" (Britz) etwa von Fachplanern, die sich für die Wiesionen begeistern ließen.

Getan wurde auch viel für die Verbesserung der Gewässerökologie, durch Buhnenbau etwa, der für die verschiedenen Fischarten unterschiedliche Bedingungen herstellt. Zug um Zug sollen auch die Schwellen zwischen Tüllinger und Tumringer Brücke noch abgebaut werden.




04. September 2010

Leise Töne im Wasserwerk

LÖRRACH (BZ). Vom 10. bis 12. September geht im Alten Wasserwek das Pssst!-Festival über die (Außen-)Bühne. An drei Tagen wird einmal nicht die populäre, aber "laute" Kunstform Musik im Vordergrund stehen, sondern eben andere, "leisere" Formen wie Pantomime, Theater, Akrobatik, Lesungen und vieles mehr - das Ganze, schönes Wetter vorausgesetzt, in netter, lockerer Open Air-Atmosphäre. Der Titel: Pssst!
Am Freitag, 10. September, beginnt das Festival um 20.30 Uhr mit einer Poetry-Slam-Show. Mit von der Partie sind Bleu Broode (Erfurt), 2008 Sieger bei den deutschsprachigen U20-Meisterschaften in Zürich, Autor & Slammer; Theresa Hahl (Heidelberg), Drittplatzierte der deutschssprachigen U20 Poetry Slam Meisterschaften und eine der beliebtesten deutschen Poetry Slammerinnen; Julian Heun (Berlin), U20 Meister 2007, Vize-Einzelmeister 2008, Vierter bei den Weltmeisterschaften 2009 und Teamfinalist bei den deutschsprachigen Meisterschaften 2009); Tommy Tesfu (Marburg), Teamfinalist bei den deutschsprachigen Meisterschaften 2008/09, und Stefan Dörsing (Gießen), Teamfinalist bei den deutschsprachigen Meisterschaften 2008/09. Im Gegensatz zu einem normalen Poetry Slam treten die Slammer bei einer Show nicht gegeneinander an, sondern unterhalten das Publikum gemeinsam mit ihren Texten, Gedanken und Auftritten, teilweise spontan, teilweise geplant. Dieses junge, hochkarätige Line-Up verspreche gute Poetry-Unterhaltung, versprechen die Veranstalter.

Fortgesetzt wird das Festival am Samstag, 11.September, um 21 Uhr mit dem spanischen Pantomimekünstler Carlos Martìnez. Der spanische Meister der Mimik und Gesten zaubere seine Geschichten von der Bühne direkt ins Herz der Zuschauer und wandele hier zwischen menschlichen Abgründen, alltäglichem Humor und auch stillen Szenen, heißt es. Wer bei einer Vorstellung von Carlos Martínez Tränen gelacht habe, der hat seiner Seele etwas Gutes getan. Der Pantomimekünstler Carlos Martìnez kommt an diesem Abend mit seinem Programm "Time to celebrate", einem Best-Off-Repertoire, das er zu seinem 25-jährigem Bühnenjubiläum zusammengestellt hat. Im ersten Teil zeigt er darin eine Retrospektive seiner besten Stücke, um im zweiten Programmblock mit neuen Stücken aufzuwarten, die alle um das Thema "Zeit" kreisen. Carlos Martinez gewann schon zahlreiche Preise, unter anderem beim renommierten Theaterfestivals in Portugal, beim internationalen Theaterfestival von "Almada" oder beim 5. internationalen TeatroAgosto Festival in Fundão. Er gastiert auf internationalen Bühnen, unterrichtet regelmäßig als Mimenlehrer an der Universität in Saragossa und an internationalen Künstler-Seminaren und ist Autor verschiedener Pantomimen-Handbücher.

Den Abschluss des Festival-Wochenendes bilden am Sonntag, 12. September, um 20.30 Uhr die Basler Impronauten mit Improvisationstheater. Diese schnelle, interaktive Form des Improvisationstheaters erfreut sich großer Beliebtheit beim Publikum - nicht zuletzt deshalb, weil das Publikum durch seine Vorschläge bestimmt, was auf der Bühne gespielt wird, und im Anschluss bewertet, wie gut die gespielten Szenen tatsächlich waren. Beim Theatersport treten zwei Mannschaften gegeneinander mit dem Ziel an, durch besonders schöne Geschichten, klangvolle Opern oder prickelnde Situationskomik die Gunst des Publikums zu gewinnen. Begleitet werden sie dabei von einem Musiker, der auf seinem Instrument genauso improvisiert wie das die Schauspieler tun. Strapazierte Lachmuskeln, schnelles Bühnentempo, spontane Improvisationen und vieles mehr sind garantiert.

Bei schönem Wetter findet das Festival auf der Außenbühne des Alten Wasserwerks statt, in diesem Fall sind die Gäste gut beraten, eine Decke mitbringen). Bei schlechtem Wetter weicht man ins Haus aus.

Vorverkauf Buchandlung Maurath, Undercover, Indiepunk Records in Lörrach, Buchhandlung Verena Müller in Weil am Rhein, Regiobuchhandlung in Schopfheim; ausreichend Karten auch an der Abendkasse.




26. August 2010

Werkbund ehrt Wohnbau

LÖRRACH-Haagen. Zum zweiten Mal in Folge geht eines der Werkbund-Label, die alle zwei Jahre vergeben werden, nach Lörrach. 2008 zeichnete der Deutsche Werkbund, ein interdisziplinärer Zusammenschluss kreativer Personen, Firmen und Institutionen, das Projekt "Wiesionen" aus, in diesem Jahr geht die Ehrung an die Wohnbau Lörrach.
Thomas Nostadt, Geschäftsführer der Wohnbau, freut besonders, dass die Auszeichnung nicht ein bestimmtes Projekt würdigt, sondern die Geschäftspolitik insgesamt. Die genaue Begründung für die Auszeichnung, die alle zwei Jahre an außergewöhnliche Projekte und Unternehmen vergeben wird, liegt Nostadt noch nicht vor. Er wird sie bei der öffentlichen Preisverleihung und Projektpräsentation am 17. September in Offenburg hören.

In jedem Fall aber ist die Auszeichnung eine Bestätigung des Kurses, den die Wohnbau Lörrach seit langem verfolgt. Seit vielen Jahren wird auch auf Sozialmanagement und soziale Durchmischung gesetzt, die Waage gesucht und gefunden zwischen dem sozialen Auftrag einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft und dem Anspruch, auch Wohnraum im mittleren und gehobenen Segment zu schaffen.

Der Werkbund honoriert die Nachhaltigkeit von Projekten und Institutionen, gestalterische Qualität und soziale Ausgewogenheit. Für das Label kann man sich nicht bewerben. Mitglieder des Werkbundes tragen Projekte und Unternehmen, die sie für würdig befinden, in die Vorstandsetage hinein. Dort wird dann entschieden. Thomas Nostadt geht davon aus, dass Fred Gresens, Offenburg, die Wohnbau Lörrach für die Ehrung vorgeschlagen hat.

Das Werkbund-Label ist nicht dotiert, aber doch eine hohe Würdigung. Er freue sich sehr, sagt Thomas Nostadt, besonders darüber, dass nicht ein einzelnes Projekt herausgelöst wurde, sondern insgesamt der Kurs der Wohnbau auf diese Weise eine Bestätigung erfuhr. Neunmal vergibt der Werkbund das Label in diesem Jahr. Neben Lörrach kommen sehr unterschiedliche Projekte in Bernau, Leipzig, Balgheim/Denklingen/Frittlingen, Oberhaching, Eichstetten, Gschwend, Waldkirch und Darmstadt zum Zug.

Der Werkbund entstand vor gut 100 Jahren in inhaltlicher Nähe zum Bauhaus. Ursprünglich waren nur Architekten in der Vereinigung zusammengeschlossen, inzwischen gehören auch Journalisten, Philosophen und andere dazu.




25. August 2010





21. August 2010

Kids stört der Regen kaum

LÖRRACH-Haagen. An Haagens Schlossberghalle machte der Spielbus des SAK seinen für diesen Sommer letzten Halt. Trotz des Regens erlebten die Kinder unter dem Moto "unterwegs" eine abenteuerliche Woche. Am Abschlussabend konnten sie von den Missionen der letzten Tagen berichten.

Fast erwartet man, dass Peter Lustig die gelbe Wohnwagentür aufstößt, um sich zur Runde dazu zu gesellen. Die sitzt auf dem Rasen an langen Bänken und schaut unter bunten Ballons dem Trubel zu, der auf dem Schlossberghallengelände vor sich geht. Ein kleines Kinderparadies hat sich im Radius von 100 Metern um den großen Spielbus des SAK breit gemacht: eine Vielfalt von Spielgeräten, Kegeln und Gefährten, auf denen sich Jungen und Mädchen auf Bodenniveau, dafür aber ordentlich schnell, über den Platz tummeln. Das ist auch eine Form des Unterwegsseins, meint Sozialpädagogin Isa Aiello, die die Meute die Woche über betreut hat. "Unterwegs heißt zuerst einmal Bewegung" , sagt sie. Das hatten sich die Kinder und die sechs Betreuer zu Beginn der gemeinsamen Zeit überlegt, bevor sie ihr Leitthema auf verschiedenste Weise angegangen sind. Kreativ umgesetzt wurden erlebnispädagogische "City Bound" -Aktionen, bei denen die Kinder selbstständig und in der Gruppe eine Aufgabe lösen mussten, ohne dass der Weg vorgegeben war. So war zum Beispiel Phantasie gefragt, wenn sich ein "Stummer" und ein "Blinder" im Teamwork mit den Haagenern verständigen mussten, um irgendwie ihre Mission zu erfüllen, sprich, sich zum Beispiel ein bestimmtes Objekt erhandeln mussten.

Die Kinder hatten ihren Spaß an dieser und ähnlichen Aufgabenstellungen. "Es war lustig zu sehen, was die Jungen und Mädchen alles gegen einen Apfel und ein Ei eintauschen konnten" , erzählt Aiello. Neben einer Menge Süßigkeiten seien auch kuriosere Dinge zurückgekommen. "Die Stimmung war super" , erzählt die Betreuerin auch den Eltern, die sich an diesem Abend eingefunden haben und, in dieser Kinderwelt etwas unbeholfen, auf die Eröffnung des Buffets warten.

Nur etwa 15 Kinder kamen zu Beginn der Woche, trotz des Regens seien aber jeden Tag mehr erschienen. Das zum Abschluss von den Eltern zusammengestellte Buffet ist eine Ausnahme: Das Essen bereiteten in den vergangenen Tagen die Kinder und Betreuer zu. Schließlich haben neben Spiel- und Werkzeug auch Kochutensilien und Gaskocher im Bus ihren Platz. Für zwei Euro konnten die Kinder mittags zusammen warm essen. Von 50 Kindern haben immer 35 bis 40 das Angebot genutzt, erzählt Aiello. Richtige Ferienstimmung sei da aufgekommen.

Auch viele berufstätige Eltern schätzen die Betreuung in den langen Ferien. Kinder müssen sich nicht anmelden, die Bring- und Abholzeiten sind flexibel. Trotzdem waren es dieses Jahr weniger Kinder, die zum gemeinsamen Spielen kamen. "Wahrscheinlich gab es hier in der Gegend andere Freizeitangebote" , mutmaßt Aiello. Natürlich war auch das Wetter nicht immer einladend. Den Regen fanden die Teilnehmer aber gar nicht so schlimm, eher im Gegenteil: Sie sind sich einig, dass das Spielen im Regen ziemlich lustig war. "Wir konnten Regentanz machen" , erzählt die siebenjährige Celina.




18. August 2010





09. August 2010





06. August 2010

Erste Sport- und Spielwoche kommt an

LÖRRACH. "Auf die Plätze, fertig, los" ist nicht bloß das Startsignal bei Wettrennen, sondern auch der Name eines neuen Projektes in Lörrach. Das SAK-Kinderbüro im Alten Wasserwerk organisierte es in dieser ersten Ferienwoche auf der Sportanlage im Innocelquartier. Das Projekt hilft, den Sportplatz bekannt zu machen, der sonst für alle zugänglich ist. Heute, Freitag, endet dieses Angebot.
"Auf die Plätze, fertig, los" wurde täglich von sechs Mitarbeitern betreut, die zwischen 10 und 16 Uhr verschiedene Sportarten auf dem Platz, den die Stadt gebaut hat, angeboten haben. Somit können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren kostenlos sportlich aktiv sein und Volleyball, Hockey, Tischtennis, Basketball, Fußball, Slack Line (Balance auf einem Seil), Federball, Jonglieren und anderes ausprobieren. Unter dem Motto "kommen und mitmachen" können alle Kinder ohne Anmeldung vorbeischauen. Sie bekommen kostenlos Getränke, Mittagessen wird für zwei Euro angeboten. Neben dem Vor- und Nachmittagsprogramm gibt es auch einige Aktivitäten außerhalb des Platzes, an denen die Kinder mit elterlicher Einverständniserklärung teilnehmen können. So wurde das Grütt besucht oder im Alten Wasserwerk geklettert. Kinder, die das nicht machen, können mit Betreuung auf dem Sportplatz bleiben.

Die Woche verlief aus Sicht der Organisatoren vielversprechend. Am ersten Tag nahmen zehn Kinder am sportlichen Angebot teil, während der Woche steigerte sich die Teilnehmerzahl kontinuierlich auf ungefähr 20. Isa Aiello, Leiterin der Projektes vom SAK-Kinderbüro, erklärte, das Angebot sei gut angenommen worden. Dafür, dass es zum ersten Mal stattfand, finden die Organisatoren die Teilnehmerzahl zufriedenstellend. Den Kindern und Jugendlichen gefiel das Projekt. So fände Maike es gut, "wenn es das jede Ferien gibt" . Ob es wiederholt wird, steht noch nicht fest. In einer Besprechung von Stadt und SAK soll nach den Ferien besprochen werden, wie es weitergeht.




29. Juli 2010

Rohre, Rollen, Brechungen

LÖRRACH. Mit "Mensch Maier" verabschiedet sich das Theater Tempus fugit in die Sommerpause. Gespielt wird auf der Außenbühne im Alten Wasserwerk am Berliner Platz.
Fast nackte Menschen liegen auf der Bühne. Dicke graue Rohre werden ihnen auf den Bauch gelegt. Was fremd war und von außen kam, wird immer mehr zum Eigenen. Erst werden sie sanft rollend bewegt, erkundet, sind Mittel um sich aufzurichten, werden zu Verbindungen zwischen den Spielern. Man hält sich, man hört sich und spricht. Der Zuschauer sieht die Aktion, jedoch zu vernehmen ist nichts. Rohre oder Rollen, hier wird Theater gespielt; die Rohre sind Rollen an denen der Schauspieler seine eigene Menschwerdung erfährt.

"Mensch Maier" heißt das Stück. Der Titel hat die Alliteration gebraucht, nur Mensch klänge zu pathetisch, für diese szenische Kollage, die sich mit Witz und viel Körpereinsatz dem Menschen und all seinem Treiben widmet. Das Stück holt den Zuschauer in seiner Wahrnehmung ab, kein Kommentar, kaum dramatisierte Texte, nur Spiel zu zweit, mit allen, gegen alle. Gerade in der Anfangsszene, eine Bühne voller Menschen, jeder und jede versuchen sich eigenständig aufzurichten, da bleibt das Auge zum Beispiel an Till Lang haften, wie er sich akrobatisch mit diesem Rohr, dieser Rolle auseinandersetzt, sie sich einverleibt, und sich an ihr aufrichten möchte, wie er wieder niedergedrückt wird und doch siegt. Und daneben sind viele andere, auch sie richten sich auf, kommen nach oben mit Hilfe der Rollen, der Rohre — ein buntes Kaleidoskop, das den Wunsch nach Wiederholung weckt. Wenn das Auge den einen fokussiert, entgeht ihm der andere. Doch auch Massenszenen gibt es, wenn sich hinter den Rohren versteckt wird, wenn sie zur Waffe werden, wenn Gleichschritt herrscht. Sie schaffen auch den Blick über den Bühnenrand, in dem sie dort die Rollen unter sich begraben und erschreckt oder freundlich dorthin schauen, wo es keine Rollen gibt.

Doch so vielfältig und anstrengend geht es nicht weiter, das Spiel konzentriert sich auf einzelnes Tun. Das Essen zum Beispiel und damit einhergehend die Gier, das Paarungsverhalten und damit eine temporäre Lächerlichkeit der Protagonisten. Und immer wieder witzige, symbolträchtige Szenen, doppelbödig und doch leichtfüßig. Manche haben in ihrem Leben Leichen im Keller, hier auf der Bühne sind es Leichen unter dem weißen Tischtuch, die möglichst nicht hervorzuschauen haben, weil damit der Eindruck von Stil und Eleganz verloren geht. Annika Greiner als Gattin opfert in einer Art wissender Naivität die Realität dem Schein, superbe. Bei manchen Symbolen ist die sexuelle Deutung offensichtlich, Till Lang und die Rheinfelder Gruppe von Tempus fugit ironisieren das Symbol und die Deutung. Immer wieder die ironische Brechung allzu schwergewichtiger Themen, selbst dem Tod nehmen sie den Stachel, in dem sie ihm den Reim der zehn kleinen Negerlein, hier zehn kleine Menschen verpassen.

Ein sinnliches, körperbetontes Stück, voller Spielwitz, das Fragen aufwirft, sie aber nicht beantworten will, höchstens im Hinweis auf die Vielfalt des Lebens die Antwort sieht. Es bleiben ja nun die Ferien, damit ein jeder selbst Antworten finden kann.




29. Juli 2010



29. Juli 2010



27. Juli 2010



27. Juli 2010



27. Juli 2010

Ferienangebote sehr gefragt

LÖRRACH. Die Nachfrage nach Ferienangeboten in Lörrach ist groß, weshalb es beim Sozialen Arbeitskreis (SAK) in diesem Jahr erneut erweitert wurde. Aufs Ganze gesehen, sagt Stefan Dieterle, vom städtischen Fachbereich Jugend/Schule/Sport, werde in den Ferien viel geboten, "im Vergleich zu anderen Städten unserer Größe".
Es wird ja schon im Januar nachgefragt, wann man denn die Kinder für das Sommerferienprogramm des SAK anmelden kann, berichtet die Kinderbüro-Leiterin Birgitt Kiefer. Da geht es dann vor allem um die Angebote, bei denen die Kinder von morgens um 8 bis nachmittags um 16.30 Uhr betreut sind. Der SAK bietet hier ein sechswöchiges Programm an, bei dem pro Woche 35 Kinder mitmachen können. Diese Gruppen sind voll, Nachrücker gibt es allenfalls von der kleinen Warteliste. Es mache ja keinen Sinn, so Kiefer, lange Listen anzulegen. Bei diesem Angebot gehe es darum, Eltern zu ermöglichen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, denn "sechs Wochen Ferien sind lang" . Letzteres gilt auch für die offenen Angebote im Ferienprogramm des SAK, der von der Stadt Lörrach finanziell mit 6000 Euro und etwa durch Bereitstellung von Infrastruktur unterstützt wird. Zu den offenen Angeboten gehört der beliebte Spielbus. Zwei Wochen steht er in Tumringen-Teichmatten (2. bis 6. und 9. bis 13 August). In der ersten Woche steht ein Radioworkshop auf dem Programm, in dem die Sechs- bis Zwölfjährigen Tumringen erkunden; in der zweiten Woche gibt’s unter anderem Breakdance mit Mentor Shalijani. Zudem wird am 12. August ab 18 Uhr ein Fest gefeiert, wie Isa Aiello betont. In Tumringen hofft der SAK, dass sich einmal ein festes Angebot installieren lässt, sagt Kiefer.

Der Spielbus ist dann vom 16. bis 20. August an der Schlossberghalle in Haagen. Auch dort gehört am Donnerstag von 18 Uhr an ein Fest zum Wochenprogramm unter dem Motto "Unterwegs in Haagen".

Zwei Wochen-Angebote sind neu und zusätzlich im Sommerferienprogramm des SAK. Ein offenes Sportangebot in der Woche vom 2. bis 6. August richtet sich an Sechs- bis Zwölfjährige auf der Sportanlage der Stadt im Innocelquartier neben der alten KBC-Kantine an der Herrenstraße, Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr. Das geht ohne Anmeldung und führt auch mal ins Grütt oder ins Schwimmbad; fürs Mittagessen sind zwei Euro zu bezahlen. Ausgebucht sind die ebenfalls neue Theaterwoche "Auf in den Duschungel" mit Leuten von Tempus fugit im Alten Wasserwerk und das Detektivspiel "Dem Täter auf der Spur" , das von der Bürgerstiftung verlost wurde. 80 Bewerbungen gab’s für die 20 Plätze.

Neu ist heuer ein Ferienprogramm des SAK an der Neumattschule in den ersten drei Ferienwochen (auf den Spuren der Indianer, das Element Wasser, ferne Lände sind die Wochenthemen). Anfragen an den SAK oder die Grundschulbetreuung der Neumattschule.




26. Juli 2010

"Die Schüler begreifen Schule mehr als Heimat"

LÖRRACH (tm). Viel Programm und jede Menge Spaß gab es am Samstag beim Sommerfest der Neumattschule in Stetten. Mit dem Partner Sozialer Arbeitskreis (SAK), der für die Betreuung im Ganztagsbetrieb sorgt, boten die Schülerinnen und Schüler den Gästen ein vielseitiges Programm .
Das Schulorchester der Neumattschule unter Leitung von Ulrich Winzer eröffnete das Fest am Vormittag, der Chor der Schule trat auf, es gab Tanz und einen Zirkus zu sehen. Fußball und Volleyball wurde gespielt, wer Lust hatte, konnte beim Dosenwerfen mitmachen, auf der Hauptbühne gab es Hip-Hop und Breakdance zu sehen, und die Filmgruppe "Klappe auf" führte ihre Werke vor.
"Andere Schulen müssen Projekttage machen, wir haben solche Programme aus der Arbeit mit dem SAK" , freut sich Rektor Stefan Royl, der im Frühjahr die Leitung der Schule übernommen hatte. Seit drei Jahren ist die Neumattschule Ganztagsschule. Im nächsten Schuljahr kommt auch die Klasse 8 in die Ganztagsbetreuung, dann ist der gesamte Hauptschulbereich ganztägig. Die Betreuung dabei hat der Soziale Arbeitskreis (SAK) übernommen, finanziert wird das Ganze von der Stadt Lörrach als Schulträgerin. Der SAK bietet an der Neumattschule Rapper-Projekte und Breakdance an, Sport und darstellende Kunst, was sich in der Zirkusaufführung zeigte. "Die Schüler entwickeln durch diese Dinge in positives Selbstbewusstsein, das ist ein ganz wichtiger Faktor" , betont Royl. Die Arbeit, die der SAK an der Schule macht, lobt er als sehr qualifiziert und höchst engagiert. Die Schule hat ich durch den Ganztagsbetrieb, der für alle Schüler verpflichtend ist, verändert. "Die Schüler begreifen die Schule mehr als Heimat für sich, dadurch dass sie mehr Zeit hier verbringen" , sagt Royl. Von 8 bis 16 Uhr sind alle Schüler der Klassen 5 bis 7 an der Schule, und in manchen Fällen finden die Programmangebote des SAK auch am Vormittag satt, der Unterricht am Nachmittag.

Daneben hat aber natürlich auch die Schule selbst viel zum Sommerfest beigetragen, und auch die Eltern haben viel mitgeholfen, wie der Rektor hervorhebt. So gab es den Tag über auch ein internationales Speisenangebot sowie Kaffee und Kuchen. Und jede Menge Leute fanden am Samstag den Weg in die Neumattschule. "Die Resonanz war hervorragend, es war ein sehr schönes Sommerfest" , bilanziert Stefan Royl.




22. Juli 2010

"Wir haben dieses Jahr sehr harte Bands"

Am 31. Juli wird der Lörracher Grüttpark wieder zum Mekka für Metalfans in der Region. Dann findet das sechste "Baden in Blut" -Openair statt, bei dem acht Bands auftreten. Macher des Festivals sind die Metal Maniacs Markgräflerland. Einer von ihnen ist Manuel Wegner. Michael Reich unterhielt sich mit dem Metalhead über blutrünstige Texte, exorbitante Gagen und rechtsradikale Metalfans.
BZ: Wer steht hinter "Baden in Blut" ?
Wegner: Das sind wir, die Metal Maniacs Markgräflerland, 20 Leute durch ganz Deutschland verstreut. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die Metal-Szene in der Region aufleben zu lassen, weil hier unten doch relativ wenig passiert. Alles hat angefangen Anfang 2000 mit Konzerten noch im alten Burghof. Das wurde dann immer größer und 2005 haben wir das erste Openair im Grüttpark veranstaltet. Das war gleich ein großer Erfolg und das ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Außerdem veranstalten wir vor dem Openair die "Bloodbattle" , ein Nachwuchswettbewerb für Bands aus der Region. Der Gewinner spielt dann beim "Baden in Blut" als Opener. Das macht immer richtig viel Spaß und das waren immer richtig gute Bands bis jetzt. Einmal im Monat gibt es außerdem das "Metal Café" im SAK, wenn möglich auch mit Livebands.

BZ: Wenn man sich das Billing der vergangenen Festivals anschaut muss man sagen, dass Ihr oftmals ein gutes Näschen hattet.
Wegner: Auf jeden Fall. Dew Scented ist dabei die erste Band die zum zweiten Mal bei uns auftritt. 2007 ist uns der Headliner angesprungen und Dew Scented sind dafür eingesprungen. Dieses Jahr haben wir noch einen namhaften Headliner gesucht, aber alle Bands die wir haben wollten, konnten nicht oder hatten exorbitante Gagenvorstellungen. Mittlerweile müssen wir es auch schon so machen, dass wir mit anderen Festivals zusammenarbeiten, damit Bands an einem Tag beim einen und am nächsten beim anderen spielen, damit man die Gage splitten kann. Aber Dew Scented hatten sogar richtig Bock wieder bei uns zu spielen. Solches Glück haben wir, ja, aber es wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Wenn da ’ne Band ist, die zwei Alben rausgebracht hat und die halbwegs Erfolg haben, dann haben die Gagenforderungen von 4000 oder 5000 Euro und das wollen wir nicht stemmen, denn das würden den Rahmen sprengen und wir müssten bei den anderen Bands abspecken.

BZ: Verdient Ihr Geld mit dem Festival?
Wegner: Uns ging es nie darum, Geld zu machen sondern ein Festival von Fans für Fans. Darum sind wir jedes Jahr froh, wenn es auf Null ausgeht. Vorletztes Jahr hatten wir sogar ein Plus aber das ging gleich wieder drauf, weil uns das Unwetter am Abend unser komplettes Zeltdach zerfetzt hat. Dieses Jahr haben wir ein paar Mehrkosten, denn die Bühne wurde in den vergangenen Jahren vom SAK gestellt, aber die haben sie jetzt ans Nellie Nashorn abgegeben und jetzt müssen wir für die Bühne bezahlen. Auch die Gema hat unheimlich aufgeschlagen.Wir wollen auch nicht größer werden als jetzt, das ist auch mit der Location, den Anwohnern und der Stadt nicht möglich und auch von der Logistik und vom Personalaufwand her. Seit ein paar Jahren sind wir ein Verein, denn die Kosten wurden so groß, dass ein einzelner, also unser Präsident, das nicht mehr alleine tragen konnte.

BZ: Euer diesjähriges Spektrum reicht von Death- und Thrash- über Folk- bis zu Funmetal. Wie wählt ihr die Bands aus?
Wegner: Wir haben ein Online-Forum in das wir unsere Wünsche stellen und sammeln da das ganze Jahr über Reaktionen und im Oktober setzte wir uns dann zusammen und dann wird eine Auswahl getroffen, Bands werden angeschrieben, ob das machbar ist. Für uns ist es wichtig, dass wir ein breites Spektrum bieten und Du Dich nicht nur auf ein Black- oder Death-Festival spezialisierst. Wobei wir dieses Jahr zu hören kriegen, wir würden nur Core-Bands bringen. Wobei ich finde, wir haben dieses Jahr sehr harte Bands, viel Deathmetal. Arcturon machen Melodic Death, Dark Age machen Melodic Death, Debauchery machen richtig derben Death Metal, Zanthropia Ex machen derben Death Metal. Aber nichtsdestotrotz haben wir auch Bands wie Orden Ogan oder Ragnaroek, die halt was ganz anderes machen.

BZ: Beim diesjährigen Baden in Blut treten auch Debauchery auf, deren Sänger wegen der blutrünstigen Songtexte nahegelegt wurde, sein Referendariat an einem Gymnasium zu beenden. Sind die so gefährlich?
Wegner: Debauchery? Überhaupt nicht. Das ist, glaub ich, eine der überspitztesten Metalbands, die es gibt, da geht es dann um "blood for the bloodgod" und so Zeug. Klar, für einen Außenstehenden ist das immer sehr martialisch, aber wenn man sich ein bisschen mit der Kultur auseinandersetzt, merkt man, dass das nicht ernst gemeint ist. Grundsätzlich ist ja die Metalszene die friedlichste überhaupt und das soll auch so bleiben. Deshalb wollen wir auch niemanden haben, der irgendwie braun angehaucht ist. Die Metalszene wird in letzter Zeit immer mehr von den Rechten unterwandert und darauf haben wir überhaupt keinen Bock. Wenn so einer kommt, dann fliegt der einfach raus.




22. Juli 2010



21. Juli 2010



19. Juli 2010



19. Juli 2010

Wiese wieder lebendiger

LÖRRACH. Lörrach hat jetzt einen Strand - an der Wiese. Der "Wiesestrand" in Stetten kurz vor der Landesgrenze wurde am Samstag offiziell eingeweiht, mit einer Menge unterhaltsamen Programm.
Die Wiese stärker in die Stadt integrieren und neue Wege in der Kommunikation mit der Umwelt gehen - das sind die Ziele des Projekts "Wiesionen" , zu dem nun, nach der vor zwei Jahren eingeweihten Rossschwemme an der Tüllinger Brücke, sich der Wiesestrand im Stettener Neumattgebiet gesellt, wie Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm feststellte.
Überraschenderweise nicht aus der Umweltecke seien die Anstöße gekommen, sondern von Bauleuten, nämlich dem Fachbereich Stadtentwicklung im Rathaus und dem Architekten Gerhard Zickenheiner, der die Idee hatte, berichtete Heute-Bluhm. Dass die Umsetzung gelungen ist, sei vor allem einem enormen bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken, namentlich der Bürgerstiftung, die sich des Projekts angenommen hat, "und das zu einem Zeitpunkt, als man noch nicht so genau wusste, ob das was wird" , sagte die Oberbürgermeisterin. Auch finanziell haben die Bürgerstiftung und andere Geldgeber eine Menge beigetragen, so dass von insgesamt 290 000 Euro, davon 200 000 Euro für den Aufenthaltsbereich, nicht allzu viel an der Stadt hängen blieb.

"Wiesionen trägt diesen Namen zu Recht" , stellte Ute Lusche von der Bürgerstiftung fest. Man habe die Wiese zwischen Tumringen und Weiler Wuhr, neben Straße und Industriegebiet, gar nicht mehr so recht wahrgenommen. "Wiesionen hat der Wiese ihre Wahrnehmbarkeit zurückgegeben, der Fluss, der inzwischen wieder artenreicher und lebendiger ist, wurde auch in uns lebendiger" , sagte Ute Lusche. Ihre Vorgängerin Gisela Talke habe sich, auch gegen einigen Widerstand, in der Bürgerstiftung von Anfang an dafür stark gemacht, betonte sie. Erich Linsin vom Regierungspräsidium Freiburg bewunderte nicht nur den Mut der "Wiesionen" -Leute, sondern auch die unkomplizierte Art, wie das Projekt in Lörrach umgesetzt wurde. Auch nach der Fertigstellung des Wiesestrands wird die Gewässerdirektion noch weiter mit der Umgestaltung und Renaturierung der Wiese beschäftigt sein, sagte Linsin. Das Land baden-Württemberg baut derzeit für 320000 Euro flussabwärts einen Fischaufstieg. Die EU gibt dafür 150 000 Euro. Der Fischpass an der Wiese steht im Zusammenhang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Innerhalb von diesem übergordneten Projekt soll der Rhein und seine Nebenflüsse unter anderem für den Lachs wieder passierbar machen soll ("Lachs ohne Grenzen").

Zur Einweihung des Wiesestrands gab es ein Programm mit Live-Bands, Tanzgruppen von der Neumattschule, dem Theater Tempus fugit sowie für Kinder eine Forschungskation von Bund und Truz sowie den Spielebus vom SAK.




19. Juli 2010



17. Juli 2010



17. Juli 2010

Visionäre "Wiesionen"

Von den "Wiesionen" -Projekten hatte es bisher der "Wiesestrand" am schwersten; das lag ein wenig am Namen, für den schließlich kein besserer gefunden wurde, und daran, dass er in die Phase der Finanzkrise geriet. Darum taten sich manche Gemeinderäte nicht leicht, die Verlegung des Radweges aus städtischen Mitteln zu finanzieren. Nur so wurde der Platz für die neue Begegnungszone am Fluss ermöglicht. Heute wird der "Wiesestrand" mit einem Wiesefest eingeweiht. Auf dem Flussufer gegenüber ist der Fischaufstieg noch im Bau. Damit wird dann der Teil der "Wiesionen" zwischen Tüllinger Brücke und Landesgrenze abgeschlossen. Eine reife Leistung in relativ kurzer Zeit, angesichts der vielen Partner, die überzeugt und ins Boot geholt werden mussten. Jürgen Wiesenhütter (SAK) formulierte zur "Wiesestrand" -Einweihung schon mal eine neue "Wiesion" flussaufwärts: Wenn in Tumringen das Gebiet um Schule und Halle neu gestaltet wird, dann bietet es sich an, den Fluss einzubeziehen.

Gefeiert wird heute auf Stettener Seite an der Wiese, kurz vor der Landesgrenze. Auf dem gegenüber liegenden Ufer berührt die Gemarkung der Nachbarstadt den Fluss. Deswegen spricht man vom "Weiler Wuhr" - was als Ortsbezeichnung im Zusammenhang mit dem Wiesefest für Verwirrung gesorgt hat. "Wuhr" steht sowohl für das Einlaufbauwerk wie für das Fließgewässer, wobei der Begriff laut Duden nur in Süddeutschland so gehandhabt wird. Im Idiom der Schweizer Nachbarn heißt das Weiler Wuhr "Weilteich" . Der Teich bezeichnet hierzulande üblicherweise ein stehendes Gewässer. Aber man versteht sich grenzüberschreitend. Teiche wurden nämlich einst die Seitenarme der Wiese genannt. Davon zeugt heute noch etwa in Brombach der "Mühlteich" - auch ein fließendes Gewässer.

Auch ein Nashorn kommt einmal aus dem Tritt. Offenbar ging das Krisenjahr 2009 auch am sozio-kulturellen Zentrum nicht spurlos vorbei. Die Renovierung des Hauses, der Umbruch in der Gastronomie und Defizite bei den Gastspielen in der Alten Halle in Haagen wurden als Gründe angegeben. Der Verein hat reagiert und ein neues Gastronomie-Konzept auf die Beine gestellt. Wenn die Probleme wirklich nur die angeführten Ursachen hatten, dann müsste das Nashorn bald wieder voran kommen. Wenn nicht, steht spätestens zum 25-jährigen Bestehen eine konzeptionelle Debatte ins Haus.




16. Juli 2010



16. Juli 2010



14. Juli 2010



14. Juli 2010



14. Juli 2010



14. Juli 2010



13. Juli 2010



28. Juni 2010



25. Juni 2010



24. Juni 2010

Die Innenstadt wird soziales Modell

Sozialausschuss berät die Fortführung des Modellvorhabens "Soziale Stadt" Oberrheinfelden für die Innenstadt
RHEINFELDEN.
Das Modellvorhaben "Soziale Stadt" Oberrheinfelden hat schon viel bewirkt. Nun geht die Planung der Verwaltung in die Richtung,
das Modellvorhaben für das Sanierungsgebiet Stadtmitte Ost - also die Innenstadt - fortzuführen. Am Dienstagabend präsentierte man dem Sozialausschuss nicht nur das Konzept, sondern auch einen Zuwendungsbescheid für die Förderung in Höhe von 300 000 Euro für fünf Jahre. Die Stadt muss im gleichen Zeitraum 200 000 Euro tragen. Der Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat das Konzept einstimmig.
Stolz sei er, dass Rheinfelden es geschafft habe, als eine von fünf Städten landesweit ins Förderprogramm aufgenommen worden zu sein, äußerte sich Roland Hecker von der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft, der seit 24 Jahren Sanierungsgebiete in der Großen Kreisstadt begleitet. Was an positiven Aspekten durch die Arbeit in Oberrheinfelden geleistet wurde, solle man nun auch in der Innenstadt fortsetzen. Das Engagement eines ganzen Netzwerks aus Verwaltung, Quartiersmanagement, verschiedensten Projektträgern und viel ehrenamtlichem Engagement habe Oberrheinfelden eine neue Identität verschafft. "Man respektiert einander und fühlt sich in diesem Stadtteil aufgehoben" , meinte er. "In der Innenstadt haben Sie bereits viel investiert. Das Modellvorhaben kann dies ergänzen" , empfahl er den Ausschussmitgliedern.

Das Modellvorhaben Soziale Stadt Oberrheinfelden läuft Ende 2010 aus. Mit zahlreichen Projekten unterschiedlicher Träger wurde bürgerschaftliches Engagement gefördert, das Wohnumfeld verbessert, ein Zusammengehörigkeitsgefühl generiert und Menschen integriert. Ab 2011 soll sich nun die Umsetzung in der Innenstadt anschließen. 100 000 Euro würden dafür jährlich zur Verfügung stehen, so Sozialamtsleiterin Cornelia Rösner.

Christine Tortomasi und Günther Schmidt vom Quartiersmanagement stellten das grobe Konzept für die Umsetzung des Modellvorhabens vor, das sich an dem von Oberrheinfelden orientiert. Klar war, dass dem Treffpunkt Gambrinus eine zentrale Rolle zugewiesen wird und auch die Stadtbibliothek eingebunden sein soll. Eine Freiwilligenagentur soll gegründet werden und aus einem neuen Quartierfonds könnten kleine Projekte bis 1000 Euro gefördert werden.

Karin Paulsen-Zenke (SPD) zeigte sich nach der Präsentation verwirrt, da sie keine neuen Projekte sehe und auch das Familienzentrum nicht eingebunden sei.

Es handele sich bei den präsentierten Punkten um Überschriften, erklärte Cornelia Rösner. Einzelne Projekte zu erarbeiten sei eigentlich erst in einem späteren Schritt geplant. Aber auch Alois Ockl (CDU) war das Vorhaben zu unkonkret. "Wir haben in der Innenstadt ganz andere Probleme als in Oberrheinfelden. Ich kann mir nach dieser Präsentation den Nutzen des Modellprojekts nicht vorstellen" , sagte er. Auch Hannelore Reichle (SPD) wünschte einen konkreteren Angang. Etwa eine genaue Eingrenzung des Gebiets. Sie fragte: "Was sind denn in der Innenstadt die Probleme?"
Oberbürgermeister Eberhard Niethammer stellte klar, dass unter den allgemeinen Programmpunkten nun einzelne Angebote entwickelt werden müssten: "Jetzt müssen wir es erst einmal lostreten."

Ein aktuelles Problem des Innenstadtbereichs wurde in der Sitzung noch in anderem Zusammenhang erwähnt: Ilsemie Dumont bot an, dass Gelder der AWO-Vesperkirche für das Ferienprogramm armer Kinder zur Verfügung gestellt werden könnten. Cornelia Rösner wünschte sich das Geld aber für einen anderen Zweck: Der neue Streetworker Michal Grmann hat bereits sehr viele Kontakte zu Jugendlichen in der Innenstadt aufgebaut und festgestellt, dass einige wirklich hungern. Mit ihnen möchte er einmal in der Woche gemeinsam kochen. Ilsemie Dumont sagte gleich zu, dass die Vesperkirche die Kosten für die Nahrungsmittel übernimmt.




23. Juni 2010



23. Juni 2010



23. Juni 2010



23. Juni 2010



22. Juni 2010

Selbsterkundung auf der Bühne

Beim Kindertheatertreffen im Grütt geht es nicht nur um die fertigen Stücke, sondern auch über die Wege dorthin
LÖRRACH
"Sei Du selbst!" Atreju, der Retter Phantasiens aus Michael Endes Unendlicher Geschichte, bekommt diesen Rat in der Produktion der GHR Efringen-Kirchen mit auf den Weg. Womit die Theater-AG Sinn und Aufgabe von Kindertheater treffend umschrieben hat. Durch Theaterspielen, durch fremde Rollen sich selbst näher kommen ist ein Leitmotiv beim Kindertheatertreffen von Nellie Nashorn und SAK, das noch bis Mittwoch unter der Kupopel des Weidenpalasts über die Bühne geht.
Die unendliche Geschichte ist eine aufwändige Produktion, reich an Kostümen und Ideen, der Weidepalast ist bis auf den letzten Platz gefüllt und die Kinder halten den Atem an. Obwohl die Geschichte spätestens mit der Verfilmung jedem bekannt ist - was die Inszenierung auch einschränkt. Der Glücksdrache Fufur muss sein und er muss auch so aussehen wie im Film. Ansonsten spielten Regisseurin und Kostümbildnerinnen mit der Geschichte. Was sie eben auch neu und spannend machte. Selbsterfahrung sieht Tanja Holtze als wichtigstes Element der Theaterarbeit mit Kindern und dadurch auch die Förderung sozialer Kompetenzen. "Wir haben immer aus der Improvisation heraus gearbeitet" , erklärt sie ihren theaterpädagigischen Ansatz. In Kleingruppen in kürzester Zeit eine Szene zu erarbeiten bedeutet, sich sofort als Team zu begreifen und sich für das Gesamtprojekt verantwortlich fühlen. Wenn sich die Eltern noch einbringen, wie Mutter Nicole Wolpensinger, die Fufur erschuf, fördert dies das Einmalige am Theaterspielen noch mehr. Oder wie Susanne Kury, Rektorin der Grundschule Höllstein meinte, an eine Theateraufführung erinnert man sich in zwanzig Jahren noch, an eine Mathestunde nicht.

Während in Efringen-Kirchen die zusätzliche Theater-AG vom Freundeskreis der Schule finanziert wird, läuft Theater in Höllstein fast nebenher. Es gibt einen Schulchor und dieser Schulchor hat für das Theatertreffen ein Musical von Uli Führe einstudiert, während die Songs während der wöchentlichen Chorprobe geübt werden konnten, musste das Spiel mittags in zusätzlichen Stunden einstudiert werden. Manche Dinge erfordern eben auch zusätzliches Engagement - auch das lernen die Kinder durchs Theaterspielen. Auch sie sieht den Kompetenzerwerb als großen Vorteil für die kindliche Entwicklung und den Erfolg als Lohn von Fleiß und Einsatz. Die Theater-AG des Hans-Thoma-Gymnasiums und der Grundschule in Tumringen wird von Birgit Vaith geleitet. Diese zusätzlichen Stunden, die im Budget nicht vorgesehen sind, werden ebenfalls durch Elternbeiträge oder von den Fördervereinen finanziert. Birgit Vaith sieht im Theater von Kindern für viele einen ersten Kontakt im künstlerischem und kulturellen Bereich und eine Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren.

Dass es nicht immer einfach ist mit Kunst und Kultur, zeigt sich im Gesprächsforum, das während aller Theatertage im Weidenpalast den jungen Schauspielern eine Möglichkeit zum Gedankenaustausch ermöglicht. "Wie kam euch die Idee mit dem Singen?" fragten die Efringer die Höllsteiner. Ja, auch Musical ist Theater und erfordert vielleicht sogar noch zusätzlichen Mut vor so vielen Kindern zu singen. Gefragt wurde aber auch: "War es nicht schwierig, so viel Text auswendig zu lernen?

Die Vorführungen sind an allen Tagen schon ausverkauft. Das Theatertreffen der Kinder stößt auf großes Interesse. Angeschrieben werden die Schulen im Winter und zu Ostern ist Anmeldeschluss. Hätte man in diesem Jahr nicht einen Vorverkaufsbeginn festgelegt, wäre das Treffen vor Programmdruck ausverkauft gewesen. Nicht nur die Schulen machen mit, auch Tempus fugits Kindergruppe, Rot-Weiss Lörrach mit einem Tanztheaterstück, das Dorfstübli in Maulburg, das Kindertheater Phantadu aus Inzlingen und die Tüllinger Höhe. Auch wenn es nachmittags weniger Reservierungen gibt, sind auch hier die Vorstellungen gut besucht, spontane Theaterliebhaber haben also bis einschließlich Mittwoch immer noch eine Chance.




20. Juni 2010

Einen Schokoladenkuchen eigens für das Publikum

9. Kindertheatertreffen "Hundert lebendige Weisen" im Weidenpalast im Grütt eröffnet / Kindertheatertreffen noch bis Mittwoch
LÖRRACH (rud).
Mit dem Kinderchor Lörrach und einer Aufführung des Stücks "Kitchenette" der Compagnie des "O/Cirques Gones" wurde gestern das neunte Kindertheatertreffen "100 lebendige Weisen" eröffnet. Erneut herrschte großer Andrang beim Familienfest im und um den Weidenpalast im Landschaftspark Grütt herum.
Für die Stadt, die das Kindertheatertreffen des SAK-Kinderbüros und Nellie Nashorns vor allem im organisatorischen Bereich und bei der Werbung unterstützt, begrüßte Kulturreferent Jochen Schicht die Kinder, die in ihrer Neugier auf das, was später auf der Bühne so alles passieren würde, unruhig mit den Füßen im Sand scharrten. Die Idee, Schultheatergruppen eine Plattform zu bieten, ihre Stücke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, die gleichzeitig auch noch als soziokulturelles Treffen fungiert, habe sich durchgesetzt. Das sei nur möglich gewesen durch das ehrenamtliche Engagement von vielen. So betreuen heuer etwa 50 Schülerinnen und Schüler der Mathilde-Planck-Fachschule für Sozialpädagogik das Spielprogramm mit Schminken, Spielekiste und Rollenrutsche.

Bis einschließlich Mittwoch, 23. Juni, gehört das Gelände um den Baslerplatz im Grütt noch den Kindern. Im Weidenpalast sind jeden Tag tolle Stücke zu sehen sowie Begegnungen und Gespräche möglich - bei hoffentlich Bilderbuchwetter. Bei der Eröffnung bauschte der starke Wind immer wieder die schwarzen Tücher hinter der Bühne auf und dunkle Wolken zogen über den Himmel.

Nachdem der Lörracher Kinderchor unter Leitung von Annegret Brake ein paar schöne Lieder gesungen hatte, unter anderem das mit dem frommen Wunsch "Limo limo leinen, Gott lass die Sonne scheinen" , begeisterte die Compagnie des "O/Cirques Gones" aus Frankreich mit "kitchenette" , einer spaßigen Mischung aus Pantomime, Jonglage, Musik und Slapstick. In dieser Show wurde kaum gesprochen, aber das Publikum hatte jede Menge zu lachen. Und so ganz nebenbei backte im Ofen ein Schokoladenkuchen, der am Ende mit dem Publikum geteilt wurde.




20. Juni 2010



20. Juni 2010



11. Juni 2010



10. Juni 2010



10. Juni 2010



09. Juni 2010



08. Juni 2010



08. Juni 2010



07. Juni 2010



05. Juni 2010



05. Juni 2010



05. Juni 2010



31. Mail 2010



31. Mail 2010



29. Mail 2010
Gemeinsinn

Auf dem Salzert bewährt sich, was in den letzten Jahren dort gewachsen ist: Identität und Gemeinsinn. Der Stadtteiltreff, den der Soziale Arbeitskreis im Auftrag der Stadt führt, wurde durch ein Feuer empfindlich getroffen, das Netz aber trägt, das in jahrelanger Arbeit geknüpft wurde. Dies zeigt sich jetzt, wo die Arbeit in der Höhe wieder Fahrt aufnimmt. Wäre die Kassenlage eine andere, müsste das Konzept Salzert zwingend auf andere Stadtteile übertragen werden. Dem Neumattgebiet oder den Teichmatten täte Quartiersarbeit, wie sie der Soziale Arbeitskreis auf dem Salzert, ohne Zweifel gut. Das ist vorläufig Zukunftsmusik. Wie man die Akteure vom SAK kennt, werden sie aber zu gegebener Zeit darauf zurückkommen.



28. Mail 2010

Zugleich Schock und Chance

Auf dem Salzert ist nach dem Brand im Stadtteiltreff die Sozialarbeit wieder angelaufen
LÖRRACH.
Am 9. Mai zerstörte ein Feuer, das mutwillig gelegt worden war, das Innere des Stadtteiltreffs auf dem Salzert. Nach dem ersten Schock geht die Arbeit fürs Quartier sozusagen dezentral weiter — gestützt auf das enge Netzwerk, das der Soziale Arbeitskreis (SAK) als Betreiber des Jugendtreffs in jahrelanger Arbeit geknüpft hat.
Noch läuft die Analyse des Schadens und der Kosten für den Wiederaufbau, die der Badische Gemeindeversicherungsverband übernimmt. Eine Firma demontiere derzeit angebrannte Bauteile, sagt Christoph Köpfer vom städtischen Fachbereich Gebäudemanagement, dann sehe man weiter. Untersucht werden muss auch, ob Elektrik und Heizungsanlage betroffen sind. Es gibt noch viele offene Fragen, für einen Zeitplan für den Wiederaufbau sei es noch zu früh, so Köpfer. Der oder die Täter sind noch nicht ermittelt, sagt Polizeisprecher Dietmar Ernst (siehe separate Meldung). Auch der SAK hoffe natürlich, dass Namen bekannt werden, erklärt dessen Geschäftsführer Jürgen Wiesenhütter. Wichtig sei zu differenzieren zwischen denen, die den Treff als "ihr Haus" empfinden, und den Brandstiftern. Geprüft werde im übrigen auch, ob man in den Wiederaufbau die Jugendlichen einbindet, die den Treff nutzen.

Aus dem Schlechten das Beste machen

Der SAK, der die Arbeit auf dem Salzert im Auftrag der Stadt betreibt, habe alle Unterlagen durch den Brand verloren, vieles müsse mühsam rekonstruiert werden, schildert Wiesenhütter. Für die neue Leiterin Nadine Geretzky, die erst am 1. April ihr Amt antrat, und das ganze Salzert-Team ist die Zerstörung ihrer zentralen Wirkungsstätte zugleich Schock und Chance, sagt Wiesenhütter, zugleich ein Rückschlag und eine Gelegenheit für einen Neuanfang. Es gehe darum, so formuliert er, "aus dem Schlechten das Beste zu machen" . Begünstigt wird das dadurch, dass man sich in der warmen Jahreszeit befindet.

Derweil ist die Sozialarbeit in der Höhe wieder angelaufen. Die Partner, mit denen der SAK auf dem Salzert seit langem gut kooperiert, haben Ausweichräume angeboten, die teils schon genutzt werden. Die Schule, das Max-Josef-Metzger-Haus, das Gemeindehaus, die Gemeinschaftsräume der Wohnbau bieten Unterschlupf. In der schwierigen Lage zeige sich, dass das Netz trage, sagt Wiesenhütter, das gebe viel Rückhalt und zeige, dass die Arbeit breite Anerkennung finde.

Für den Sommer ist ein "Notprogramm" angelaufen, dafür werden die vorhandenen Kontakte genutzt. Im Frühherbst soll es eine Versammlung geben mit den Kooperationspartnern und der Öffentlichkeit. Auch für das Jahr 2011 laufen schon Planungen. Ins Bockshorn jagen lassen will sich der Soziale Arbeitskreis wegen des Rückschlags jedenfalls nicht. Wiesenhütter: "Wir sind zuversichtlich".




28. Mail 2010
Alles andere als flügellahm

Sozialarbeit nach dem Brand

Als bislang Unbekannte vor bald drei Wochen auf dem Salzert den Jugendtreff in Brand steckten, richteten sie eine Menge Schaden an — nicht nur am Haus und seinem Inventar. Es ging auch die Zuversicht zu Bruch, dass so etwas nach Jahren guter Arbeit nicht nur für die Jugendlichen im Höhenstadtteil kaum mehr vorkommen werde. Doch das Team vom Sozialen Arbeitskreis reagiert nach dem ersten großen Schreck darauf so, wie man das gewöhnt ist: nicht gekränkt, resigniert und flügellahm, sondern zupackend und kreativ. Wer so zäh gegen zahllose Widerstände angegangen ist, wie es der aus kleinsten Anfängen gewachsene SAK viele Jahre lang tun musste, der gibt nicht so schnell klein bei. So packt das Team, unterstützt von der Stadt und einem bewährten Netzwerk von Salzert-Akteuren, den Stier bei den Hörnern und macht sich nach kurzem Moratorium wieder an die Arbeit. Die Kinder und Jugendlichen, die Teile ihrer Freizeit rund um den Treff verbringen, werden nicht im Regen stehen gelassen, sie können schließlich nichts für die Bosheit weniger. Noch mehr Aufwind würde den Neubeginn beflügeln, wenn der oder die Täter gefasst würden. Ob das gelingt, wird sich weisen.



26. Mail 2010



25. Mail 2010



21. Mail 2010



21. Mail 2010

Den Frust einfach rausfegen

Theatergruppe der Lebenshilfe zeigt im Alten Wasserwerk "Sisyphos in der Lindenstraße"
LÖRRACH (wik). Das Stück und die Inszenierung kommen an. Die Theatergruppe der Lebenshilfe zeigte darum nun schon zum dritten Mal ihr Stück "Sisyphos in der Lindenstraße".


Wenn es Stunk und schlechte Laune gibt, kommen Sisyphos und Sisypha und kehren die schlechte Stimmung fort. Kein Wunder, dass die beiden immer sehr viel zu tun haben, denn Ärger und Streit gibt es einfach zu häufig. Doch zum Glück haben die beiden auch eine Idee, was man dagegen tun kann. Mit ihrem kurzweiligen und zauberhaft umgesetzten Stück "Sisyphos in der Lindenstraße" begeistete die Theater-AG der Lebenshilfe Lörrach ihr Publikum im Alten Wasserwerk.

Eigentlich sollte das Stück nur beim Jugendtheaterfestival Rampensau im vergangenen März aufgeführt werden. Doch weil es so gut ankam, war es jetzt schon zum dritten Mal auf der Bühne.

Die sechzehn Akteure haben die Inhalte für das Stück selbst zusammengetragen und mit ihrer Regisseurin Andrea Bohn-Zahn eingeübt. Die Theatergruppe probt im Rahmen des Arbeitsbegleitprogramms der Werkstätten für Behinderte. Bereits fünf Stücke hat die Theatergruppe einstudiert, in nur wenig wechselnder Besetzung. "Alle sind mit großer Begeisterung dabei" , so Bohn-Zahn. Dass sie großen Spaß daran haben, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, bewiesen die Schauspieler eindrucksvoll auf der Bühne. Mit den schönen Kostümen, die ihnen das Theater Basel ausgeliehen hat, und der tollen Kulisse, die von Schülern der Helen-Keller-Schule in Maulburg angefertigt wurde, zeigte die Theatergruppe ein wirklich sehenswertes Stück.


21. Mail 2010



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06. Mail 2010

Toben wie Ronja Räubertochter

Spende von Herbst-Kessler
LÖRRACH-HAUINGEN
(kwb). 10 000 Euro spendete der Präzisionswerkzeughandel Hengst-Kessler GmbH, ansässig im Hauinger Entenbad, für die Astrid-Lindgren-Grundschule. Firmeninhaber Hans Hengst übergab zusammen mit Geschäftsführer Detlev Gröbe die Spende an Rektor Bernhard Werner und Ortsvorsteher Günter Schlecht, die ihrer Freude darüber Ausdruck verliehen. Die Hälfte wird für soziale Zwecke der Schule verwendet, die andere Hälfte für die beiden Klettertürme. Den Rest von 2800 Euro finanziert der Elternbeirat vom Schulfestkonto. Die Klettertürme sind aus robuster Robinie, der falschen Akazie.
Gefertigt wurden die beiden Klettertürme vom SAK Rheinfelden, der auch Aufbau und Logistik erledigte. Die Klettergerüste sind inspiriert von Astrid Lindgrens Roman "Ronja Räubertochter" , sie stellen die beiden Türme der Mattisburg dar. Die Kinder haben das Buch im Unterricht kennengelernt.

Die Übergabe der Klettertürme leitete der Schulchor "Hauinger Fledermäuse" unter Leitung von Musiklehrer Andreas Schurig ein. Dabei waren neben Hans Hengst und Rektor Bernhard Werner auch Ortsvorsteher Günter Schlecht, Hans-Dieter Hermann vom Grundstück- und Gebäudemanagement, Elternbeiratsvorsitzende Eva Petersik und von den Freunden und Fördern der Astrid-Lindgren-Grundschule Ralf Kästingschäfer.

Rektor Werner erläuterte die Bewegungsangebote auf dem Schulgelände — neben den Klettertürmen eine Kletterwand, Weidenhütte, Raupenschaukel und zwei Tischtennisplatten. In der großen Pause werden Einräder, Straßenkreide, Bälle, Jonglierkeulen und vieles mehr ausgegeben. Für die Drittklässler gibt es einen Schulgarten, der sich großer Beliebtheit erfreut. Inzwischen sei die Astrid-Lindgren-Grundschule mit ihrem Angebot ein Vorbild im Land. Viele Kollegen holten sich hier Anregungen. Gut in die Schule integriert sei der Jugendtreff.

Am 18. Juni von 16 Uhr an feiert die Hauinger Schule ihr Schulfest.




05. Mail 2010
Im Mittelpunkt steht die Jugend / Sozialausschuss tagt in Lörrach

RHEINFELDEN
(ibö). Seit Mitte 2008 ist die Jugendhilfeplanung unter Federführung des Landkreises und wissenschaftlich begleitet von Professor Spiegelberg von der evangelischen Hochschule Freiburg in Arbeit, um der Stadt für ihre weitere inhaltliche Planung wichtige Informationen zu liefern. Der umfangreiche Untersuchungsprozess, zu dem Expertenbefragungen, eine Befragung Jugendlicher und die Untersuchung ihrer sozialen Strukturen und Gewohnheiten gehören, ist jetzt abgeschlossen. Das Ergebnis der Basiserhebung wird in der öffentlichen Sitzung des Sozialausschusses am Dienstag, 11. Mai, öffentlich vorgestellt. Die Sitzung findet, da am gleichen Abend erstmals der Vorentwurf für das zentrale Jugendhaus im Freizeitgelände Tutti-Kiesi gezeigt wird, im Kinder-, Jugend- und Sozialzentrum "Im Alten Wasserwerk" in Lörrach statt, das zugleich Anschauungsobjekt abgibt für das Thema Jugendarbeit. Die Sitzung findet um 17 Uhr statt, es gibt eine gemeinsame Abfahrt mit Bus um 16.30 Uhr beim Rathaus.


04. Mail 2010



30. April 2010

Stadtteiltreff Salzert unter neuer Leitung

Nadine Geretzky setzt die Arbeit fort, die Sabine Heitzmann aufgebaut hat, und setzt dabei auch eigene Akzente...
LÖRRACH
. Der Stadtteiltreff Salzert, der als eigene Abteilung zum Sozialen Arbeitskreis (SAK) gehört, hat eine neue Leiterin. Nadine Geretzky hat am 1. April das Amt übernommen und bereits erst eigene Akzente gesetzt. Im Grundsatz wird sie eine Arbeit fortsetzen, die sich bewährt und nach vielen Seiten vernetzt ist. Neun Jahre lang hat Sabine Heitzmann den Stadtteiltreff geleitet und wertvolle Aufbauarbeit geleistet. Zum Jahreswechsel verließ sie Lörrach nach einem großen Abschiedsfest Richtung Berlin, wo sie eine neue Stelle antrat. Bis zum 1. April war die Stelle beim SAK vakant. Peter Geiselhart, der im Stadtteiltreff als Erzieher arbeitet, hielt so lange erfolgreich die Stellung, sagt SAK-Geschäftsführer Jürgen Wiesenhütter. Nun ist das Team wieder komplett.
Für die 24-jährige Nadine Geretzky, die aus Laufenburg stammt, ist dies nach der Ausbildung an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit in Freiburg ihre erste Stelle. Sie studierte unter anderem mit den Schwerpunkten Kinder- und Jugendarbeit, Prävention und Gesundheitsförderung und beschäftigte sich auch mit Theaterpädagogik. Das wird sich in der künftigen Arbeit niederschlagen.

Nadine Geretzky will weiterentwickeln, was in den letzten Jahren auf dem Salzert entstanden ist. Kernaufgabe ist ein offenes Angebot für Kinder und Jugendliche, die Unterstützung bei der Berufsorientierung, die Organisation von Ferienprogrammen; der Stadtteiltreff ist Anlaufstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Initiator und Partner bei Projekten wie dem "Salzertblättli" , der Talent-Tauschbörse, Waldputzaktionen oder Festen, auch am sehr erfolgreichen Nachtsport-Projekt ist der SAK beteiligt. Schließlich geht es darum, bürgerschaftliches Engagement zu ermutigen und zu begleiten. Über allem steht der Ansatz, das Zusammenleben im Höhenstadtteil zu verbessern, Begegnung zu ermöglichen und die Vernetzung zu fördern. Mit Schule und Kindergarten, Kirchen, Vereinen und der Stadt, der Städtischen Wohnbau und Ehrenamtlichen wird eng zusammen gearbeitet. All das soll auch in Zukunft so bleiben und etwa im Rahmen weiterer Stadtteilkonferenzen weiter entwickelt werden.

Dabei wird Nadine Geretzky neue Akzente setzen. Eine Mädchengruppe, die zuletzt nicht mehr bestand, ist wieder im Angebot und bereits angelaufen, theaterpädagogische- und spezifische Jugendprogramme soll es geben. Nadine Geretzky wird in der Grundschule Salzert einmal wöchentlich mit Kindern arbeiten, die es schwer haben, mit Krisensituationen umzugehen; dies Angebot soll auf andere Schulen ausgeweitet werden.

Der Soziale Arbeitskreis sei sehr froh, sagt Jürgen Wiesenhütter, wieder eine Frau für die Stelle gefunden und damit weiter ein gemischtes Team zu haben. Die Stadtteilarbeit, wie sie hier geleistet werde, sei wertvoll und auch für andere Stadtquartiere nötig — etwa im Neumatt- und im Teichmattengebiet. Der Stadtteiltreff entstand, als es auf dem Salzert erhebliche Konflikte mit Jugendlichen gab. Der Ansatz hat sich außerordentlich bewährt. Für Kontinuität ist nun gesorgt.




30. April 2010

Bürgerstiftung präsentiert Abenteuer im Lostopf

Tombola für Kinder und Jugendliche / Verlost wird die Teilnahme an vier Projekten / Stiftungsräte verteilen Prospekte...
LÖRRACH
(dam). Die Bürgerstiftung verspricht Lörracher Kindern und Jugendlichen wieder das Abenteuer Wissen. In der diesjährigen Kinder- und Jugend-Tombola sind vier Projekte, die auf besondere Weise Lernen und Spaß verbinden. Wer daran teilnehmen darf, entscheidet die Verlosung. Zum Start der Aktion verteilten gestern die Stiftungsräte die ersten Flyer auf Lörracher Schulhöfen.
Bereits im vergangenen Jahr war die Bürgerstiftung bei ihrer Projektförderung einen neuen Weg gegangen. Erstmals mussten sich beim Wettbewerb nicht bestehende Gruppen mit ihren Ideen bewerben. Statt dessen wurden Projektträger aufgefordert, besondere Angebote zu entwickeln. Die Bürgerstiftung wählte drei davon aus und verloste anschließend die Plätze. Gut 200 Kinder und mehrere Schulklassen machten mit, die meisten Projekte haben zwischenzeitlich auch schon stattgefunden.

Eine solche Projekt-Tombola wird es nun auch wieder für das Jahr 2010 geben — sogar in etwas erweiterter Form. Statt bisher drei wurden vier Angebote aufgenommen, die ein möglichst weites Spektrum abbilden und deshalb für viele Interessen geeignet sind. Drei Angebote sind für offene Gruppen gedacht, um ein Projekt können sich Schulklassen bewerben. Das Trinationale Umweltzentrum (TRUZ) bietet für Vier- bis Sechstklässler unter dem Titel "Freunde der Wiese" eine ganzjährige Auseinandersetzung mit dem Leben im und am Fluss an. Das Theater "Tempus fugit" möchte mit Kindern auf der Burg Rötteln ein Theaterstück erarbeiten, das eine "Zeitreise ins Mittelalter" verspricht. Das Schülerforschungszentrum "phaenovum" und das Alte Wasserwerk bieten am Ende der Sommerferien einen Kriminalfall an, der mit Hilfe von naturwissenschaftlichen Experimenten gelöst werden soll. Und schließlich fordert das Alte Wasserwerk Kinder bei einem Überlebenstraining in der Wildnis des Schwarzwaldes.

Stiftung sucht noch mehr Sponsoren
Jedes Projekt kostet 1500 Euro. Eines bezahlt die Bürgerstiftung, drei übernimmt die Sparkasse. Projekte gäbe es genug, was fehlt, sind weitere Geldgeber, sagte Stiftungsrat und Sparkassenvorstand André Marker. Mit der direkten Verteilung der Flyer in den Schulen erhofft sich die Bürgerstiftung einen besseren Zugang zu den Kindern. "Wir hoffen auf mehr Resonanz" , sagte Ute Lusche, die Vorsitzende der Bürgerstiftung.
Anmelde-Coupons sind auf den Flyern, die an allen Schulen verteilt werden und außerdem dem SAK-Ferienprogramm um den Infos des Knax-Clubs beiliegen.

Abenteuer im Lostopf
Bürgerstiftung startet Tombola für Kinder und Jugendliche
Die Bürgerstiftung verspricht Lörracher Kindern und Jugendlichen wieder das Abenteuer Wissen. In der diesjährigen Kinder- und Jugend-Tombola sind vier Projekte, die auf besondere Weise Lernen und Spaß verbinden. Wer daran teilnehmen darf, entscheidet die Verlosung. Zum Start der Aktion verteilten gestern die Stiftungsräte die ersten Flyer auf Lörracher Schulhöfen.

Bereits im vergangenen Jahr war die Bürgerstiftung bei ihrer Projektförderung einen neuen Weg gegangen. Erstmals mussten sich beim Wettbewerb nicht bestehende Gruppen mit ihren Ideen bewerben. Statt dessen wurden Projektträger aufgefordert, besondere Angebote zu entwickeln. Die Bürgerstiftung wählte drei davon aus und verloste anschließend die Plätze. Gut 200 Kinder und mehrere Schulklassen machten mit, die meisten Projekte haben zwischenzeitlich auch schon stattgefunden.

Eine solche Projekt-Tombola wird es nun auch wieder für das Jahr 2010 geben — sogar in etwas erweiterter Form. Statt bisher drei wurden vier Angebote aufgenommen, die ein möglichst weites Spektrum abbilden und deshalb für viele Interessen geeignet sind. Drei Angebote sind für offene Gruppen gedacht, um ein Projekt können sich Schulklassen bewerben. Das Trinationale Umweltzentrum (TRUZ) bietet für Vier- bis Sechstklässler unter dem Titel "Freunde der Wiese" eine ganzjährige Auseinandersetzung mit dem Leben im und am Fluss an. Das Theater "Tempus fugit" möchte mit Kindern auf der Burg Rötteln ein Theaterstück erarbeiten, das eine "Zeitreise ins Mittelalter" verspricht. Das Schülerforschungszentrum "phaenovum" und das Alte Wasserwerk bieten am Ende der Sommerferien einen Kriminalfall an, der mit Hilfe von naturwissenschaftlichen Experimenten gelöst werden soll. Und schließlich fordert das Alte Wasserwerk Kinder bei einem Überlebenstraining in der Wildnis des Schwarzwaldes. Jedes Projekt kostet 1500 Euro. Eines bezahlt die Bürgerstiftung, drei übernimmt die Sparkasse. Projekte gäbe es genug, was fehlt, sind weitere Geldgeber, sagte Stiftungsrat und Sparkassenvorstand André Marker.

Mit der direkten Verteilung der Flyer in den Schulen erhofft sich die Bürgerstiftung einen besseren Zugang zu den Kindern. "Wir hoffen auf mehr Resonanz" , sagte Ute Lusche, die Vorsitzende der Bürgerstiftung.




30. April 2010



30. April 2010



16. April 2010



15. April 2010



15. April 2010

Musik lockt von Bar zu Bar

LÖRRACH. Die Kneipenszene in der Lörracher Innenstadt will mit einem gemeinsamen Projekt Aufmerksamkeit schaffen und neues Publikum gewinnen. Den Rahmen bietet eine Reihe von Live-Konzerten, die gleichzeitig in sieben Bars oder Clubs über die Bühne gehen. Dieses sogenannte "Barhopper-Festival" wird von einer Eimeldinger Agentur organisiert, die in Müllheim mit ähnlichen Veranstaltungen bereits dreimal gute Erfahrungen gemacht hat.

"Lörrach hat eine gute Kneipenszene" , findet Nathan Doernbach, Inhaber der Event-Agentur "Made by Hand" . Aus diesem Grund hat er sich die Kreisstadt ausgesucht, um nach drei erfolgreichen Runden des Müllheimer "Barhopper-Festivals" nun den Sprung nach Lörrach zu wagen. Die Lörracher Ausgabe findet am 12. Mai statt und wird nach dem gleichen Muster wie der Müllheimer Kneipenabend (und wie ähnliche Veranstaltungen in anderen Orten) organisiert.
Gegen einen Eintrittspreis erhalten die Besucher ein Armband, mit dem sie an diesem Abend Zugang zu allen Gaststätten und Bars haben. An jedem Ort spielen Bands, so dass der Besucher bei seinem Kneipenbummel eine Art Mini-Festival erleben kann.
In Lörrach sind die Lokale "Atelier" , "Barcode" , "Cafébar" , "Nellie Nashorn" , "Notlösung" , "SAK — Altes Wasserwerk" und "Spontan".

Die Arbeitsteilung ist auf der Veranstalterseite einfach. Jedes Lokal kommt für die Gage und die Technik des eigenen Konzerts auf. Über den Umsatz soll dies refinanziert werden. Mit den Eintrittsgeldern bezahlt die Agentur Werbung, Organisationskosten und vor allem einen Bus-Shuttle, der den ganzen Abend von Kneipe zu Kneipe pendelt. Mit dem Festival, so hoffen die Veranstalter, sollen die Kneipengänger ermunternd werden, auch einmal in andere Läden hineinzuschauen. Neues Publikum zu gewinnen, so Nathan Doernbach, ist ein Zweck des Abend. Außerdem geht es darum, die Gäste auch einmal zu anderen Zeiten anzulocken. "Am Wochenende sind viele Kneipen gut besucht, aber unter der Woche nicht" . Deswegen wählt Doernbach für seine "Barhopper-Festivals" jeweils Wochentage vor Feiertagen. Die Lörracher Ausgabe findet am Abend vor Christi Himmelfahrt statt, Müllheim ist jedes Jahr für den Vorabend des Tags der Deutschen Einheit terminiert.

Die Agentur "Made by Hand" ist in Eimeldingen im "G5" ansässig. Für dieses Gemeinde- und Gastronomiezentrum betreut die Agentur Veranstaltungen, außerdem ist "Made by Hand" vor allen Dingen für große regionale Unternehmen in der Event-Organisation tätig. In Lörrach treten "Your next Boyfriend" , "The Bulbs" , "The Famous Goldfinger Brothers" , "Acoustic Instinct" , "Rockin’ Carbonara" und "Lexa Projekt" auf. Im "Atelier" , im "SAK" und im "Barcode" gibt es außerdem das Projekt "Kleinstadtfieber" , das aus der Musiker-Initiative "Musik braucht Raum" hervorgegangen ist.




14. April 2010



07. April 2010



06. April 2010

Freaky Friday ereicht viele

Jugendparlament bereitet Wahlen vor / Freewall weiter Thema
In der jüngsten Sitzung des Lörracher Jugendparlaments (JuPa) zog Selina Ruoff, die Verantwortliche für den diesjährigen "Freaky Friday" ein positives Resümee. "Es wurden alle Musikgeschmäcker getroffen wurden und das Konzert war auch komplett ausverkauft" , bilanzierte sie. Es wurden verschiedene Zielgruppen angesprochen und somit wurde das Ziel eine Party für Lörrach und eine Möglichkeit für junge Bands zu schaffen sich zu präsentieren, erreicht.

Außerdem sind die Jugendparlamentarier derzeit in der Planung für die JuPa-Wahlen, weil die Legislaturperiode von zwei Jahren in wenigen Monaten zu Ende geht.
Zudem ist das JuPa noch mit den Sprayern in Kontakt. Es sind weitere Events geplant, um die Aufmerksamkeit auf die Kunstwerke der Sprayer, die Graffitis, zu lenken. Bereits am Freaky-Friday und an der Regio-Messe hatten Sprayer ihr Können gezeigt. Anliegen der Jugendparlamentarier ist es, legale Freewall-Flächen für junge Sprayer zu finden.

Überdies suchen die Jugendparlamentarier immer wieder nach neuen Ideen und Anregungen, um als Sprachrohr für jeden Jugendlichen sein.




31. März 2010



31. März 2010

Ein Tandem für die Integration

LÖRRACH. VHS und SAK mit Angebot für muslimische Frauen Lörrach
Die Qualität der Integration ausländischer Mitbürger hängt nicht allein von der Sprachkompetenz ab. Wichtig sind auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen, etwa an sportlichen Aktivitäten oder - damit verknüpft - im Bereich Prävention und Gesundheitsbildung.
Da gibt es leider nach wie vor erhebliche Defizite, sagen übereinstimmend die Verantwortlichen der Volkshochschule (VHS) und des Sozialen Arbeitskreises (SAK). Sie haben sich deshalb entschlossen, gemeinsame ab Mitte April im Alten Wasserwerk Gymnastik, Pilates und Aerobic für muslimische Frauen anzubieten.

Ziel des Pilotprojekts ist es, den integrationswilligen Frauen Bewegungsangebote schmackhaft zu machen und ein Tandem aus Migration und Gesundheit in Schwung zu bringen. Muslimische Frauen beherrschen oftmals die deutsche Sprache ganz gut. Sie kapseln sich häufig trotzdem ab. Dieses Manko bestätigt die Türkin Serpil Kilic, die sich als VHS-Multiplikatorin zusammen mit Susanne Pretzsch als SAK-Projektleiterin Integration sowie weiteren engagierten Frauen um den Elterntreff für fremdsprachige und deutsche Familien kümmert.

Wir werden mit dem neuen Angebot behutsam vorgehen und bieten einen Start in geschützten Räumen, verspricht VHS-Geschäftsführer Axel Rulf den Teilnehmerinnen, die sich ab sofort anmelden und zu den einzelnen Angeboten ihre Kinder mitbringen dürfen. Diese werden in separaten Gruppen betreut, während die Mama Sport treibt und damit etwas für ihre Gesundheit tut.

Für die inhaltlichen Angebote sorgt Christa Lena Huber, Fachbereichsleiterin Gesundheit bei der VHS. Den Auftakt macht ein Aerobic-Angebot am Donnerstag, 15. April, von 10.30 bis 11.30 Uhr im SAK an der Tumringer Straße 269. Es folgen am Freitag, 16. April, von 15 bis 16 Uhr Gymnastik für Mutter und Kind und von 16.05 bis 17.05 Uhr ein Pilates-Einstiegskurs für muslimische Frauen. Zu allen Kursen wird jeweils sechs Mal eingeladen. 3 Anmeldungen über das Internet oder per Anmeldekarte: VHS Lörrach, Untere Wallbrunnstraße 2; E-Mail: vhs@loerrach.de; Tel. 9 56 73 30.




30. März 2010



30. März 2010



30. März 2010



30. März 2010



30. März 2010



25. März 2010



25. März 2010



24. März 2010



23. März 2010

SC Brombach lockt Schachjugend mit Turnieren

LÖRRACH. Bei den Stadtjugendmeisterschaften kamen Teilnehmer aus der gesamten Region / Gute Resultate für Brombacher Spieler
85 junge Schachspielerinnen und Schachspieler konkurrierten in verschiedenen Altersstufen am Samstag im Alten Wasserwerk um den Titel des Stadtmeisters. Zum dritten Mal richtete der Schachclub Brombach zusammen mit dem SAK die offene Lörracher Stadtjugendmeisterschaft aus, zu der nicht nur aus Lörrach selbst, sondern auch aus der weiteren und ferneren Region Teilnehmer angereist waren.
"Viele kommen von befreundeten Vereinen. Weil nicht so viele Turniere stattfinden, haben wir bei unseren Turnieren eine ganz gute Resonanz" , freut sich Markus Haag, der erste Vorsitzende des Schachclubs Brombach. Die Teilnehmer kamen aus dem Raum Freiburg und Heitersheim, aus Furtwangen und Gutachtal, vom Bodenseeraum und auch aus der Schweiz. Der Verein veranstaltet deshalb zwei Turniere jährlich, die Stadtjugendmeisterschaft im Frühjahr und den Jugend Grand Prix im Herbst. Mit der Zahl der Teilnehmer ist Markus Haag sehr zufrieden, immerhin waren es 20 mehr als 2009.

Nach mehreren ausgelosten Begegnungen standen am Nachmittag die Sieger fest. In der Gruppe U18 teilen sich vier Spieler den ersten Platz. Diese sind: Jochen Bahner (SC Laufenburg), Kai Jehnichen (SCSteißlingen), sowie Thomas Jakobsche und Gregor Haag (beide SC Brombach). In der Gruppe U16 spielte sich Philipp Bruttel (SC Steißlingen) auf den ersten Platz. Joans Kellner und Johannes Reinhart vom SC Brombach kamen auf die dritten und vierten Plätze. In der Gruppe U14 siegte Silvia Spiegelberg vom SK Freiburg Zähringen. In der Gruppe U12 erreichte Sarah Hund den ersten Platz. Lars Nägelin vom SC Dreiländereck kam in der Gruppe U10 auf den ersten Platz, gefolgt von Saphir Sahki von SC Brombach. In der Altersklasse U8 erreichte Philipp Schön vom SK Freiburg-West den ersten Platz. Robin Winzer vom SC Brombach wurde Dritter




23. März 2010



23. März 2010



23. März 2010



13. März 2010



13. März 2010



13. März 2010



12. März 2010



12. März 2010



11. März 2010



11. März 2010



11. März 2010



11. März 2010



05. März 2010



04. März 2010



04. März 2010



03. März 2010



27. Februar 2010

Jazz im Alten Wasserwerk

LÖRRACH. Mit dem Ziel, jungen Menschen moderne Jazzmusik näher zu bringen, spielten am Mittwochabend Katrin Kiefer und Band. Die Band besteht aus Lehrern der Städtischen Musikschule Lörrach. Eingeleitet wurde der Abend von einer Schülercombo der Lörracher Musikschule.
Kurz nach 19.30 Uhr fingen die jungen Musiker der Musikschule Lörrach an zu spielen. Unter Leitung von Posaunist Christoph August, Musiklehrer an der Musikschule Lörrach, begeisterten die Schülerinnen und Schüler das Publikum, in dem nicht nur ihre Eltern saßen. Viele Jazz-Interessierte zog es an diesem Abend in das Alte Wasserwerk in der Tumringer Straße. Alle Sitzplätze waren belegt. Auch die Treppe diente als Zuschauertribüne.

Das Konzert war das zweite in der Veranstaltungsreihe "young jazz" im Alten Wasserwerk. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Kindern und Jugendlichen moderne Jazzmusik näher zu bringen, aber auch jazzbegeisterten Menschen eine interessante und vielseitige Veranstaltungsreihe in Lörrach zu bieten. Um möglichst viele Musiker daran zu beteiligen, kooperiert das Organisationsteam um Marc Trautmann vom Alten Wasserwerk mit Studenten der Musikakademie Basel und der Musikschule Lörrach. Die Veranstaltungsreihe wird wie geplant weiterlaufen. "Wir wollen das komplette Jahr über young jazz im Alten Wasserwerk anbieten" , sagte Marc Trautmann. 2010 werden es insgesamt um die 10 Konzerte sein. Einmal im Monat wird es "young jazz" geben.

Musiklehrer Christoph August, der an dem Abend mit seiner Schülercombo und in der Band mit Katrin Kiefer auftrat, war begeistert von den Konzert. "Es waren noch mehr Leute gekommen als beim Auftakt unserer Veranstaltungsreihe und das Publikum ist richtig mitgegangen" , freute sich August.

Das nächste Konzert findet am 18. März statt. Das Quartett QUAF um die Lörracher Altsaxophonistin Annika Francke spielen ab 20 Uhr. Die Vorband "And many more" beginnt schon um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.




22. Februar 2010



16. Februar 2010

Intensiver Austausch der Gruppen

LÖRRACH. Das Kindertheatertreffen"hundert lebendige Weisen...." findet dieses Jahr nun schon zum neunten Mal in Lörrach statt. Das Motto des Treffens entstammt einem Zitat des italienischen Pädagogen Loris Malaguzzi. Danach besitzt ein Kind hundert Weisen zu denken, zu spielen und zu sprechen, hat hundert Sprachen, aber 99 werden ihm geraubt.
Das Theatertreffen soll einen Raum schaffen, in dem Kinder diese Möglichkeiten erfahren und im Spiel wieder entdecken können. Nicht nur perfekt einstudiertes Theater sollen die Kinder präsentieren dürfen, auch kleinere Improvisationen oder Produktionen sind erwünscht.

Vom 20. bis 23. Juni 10 haben alle Theater AGen und Schultheatergruppen der Regio die Möglichkeit ihr Können auch außerhalb ihrer Schule der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Spieler, und Zuschauer, die Leiter und Lehrer haben Gelegenheit ihre Eindrücke und Erfahrungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Veranstaltungsort ist der Weidenpalast im Grütt-Park. Da ein intensiver Austausch der Kinder und der Gruppen untereinander gewünscht wird, werden die Kinder während des Theatertreffens auch verköstigt und haben somit Gelegenheit den ganzen Tag im Grütt- Park zu verbringen. Schulklassen, die keine Theaterproduktion vorführen sind auch als Zuschauer eingeladen.

Anmeldung und Information unter SAK-Kinderbüro Birgit Kiefer, Tel. 07621-927915;
Anmeldeschluss ist der 26. März 2010





10. Februar 2010



30. Januar 2010



30. Januar 2010



29. Januar 2010



25. Januar 2010



23. Januar 2010



05. Januar 2010

Sprungbrett für die Stars von morgen

LÖRRACH. Der Badenova Music Star(t) Contest 2010, Südbadens größter Nachwuchswettbewerb für Schüler- und Jugendbands startet wieder. Nach der Bewerbungsphase, bei der sich Bands online bewerben konnten, stehen nun die 31 Teilnehmerbands, die um den Einzug in das Finale am 15. Mai im Neuenburger Stadthaus spielen werden, fest. In insgesamt sechs Vorentscheiden und einer "Lucky Loser Runde" im Freiburger Jazzhaus werden die Finalteilnehmer ermittelt.
Wie bereits in den Jahren zuvor haben sich mehr als 50 Bands für den Wettbewerb beworben. Nach Ende der Bewerbungsfrist hat sich die Jury unter allen Einsendungen für die besten 31 Bands entschieden. Wegen des hohen Andrangs von Bands aus Freiburg musste die Teilnehmerzahl für den Vorentscheid in Freiburg von fünf auf sechs Bands erhöht werden. "Wir haben dieses Jahr eine große Anzahl neuer interessanter Bandbewerbungen erhalten und sind sehr gespannt auf die Vorentscheide" meint Stephan Sprehe vom Online-Musik-Magazin Regiomusik, der den Contest dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Jamhouse Neuenburg und Badenova organisiert.

Für die sechs Vorausscheidungen haben sich folgende Bands qualifiziert: Im Lörracher Wasserwerk spielen am Freritag, 15. Januar: Ferum Incantare aus Rheinfelden, Maersung aus Maulburg, Round Trip Ticket aus Lörrach, The Library aus Müllheim und yournextboyfriend aus Weil am Rhein. Am 22. Januar werden im Gemeindehaus St. Bernhard in Neuenburg die Bands Dezibel aus Müllheim, Frozen Faith aus Müllheim, Spectral View aus Müllheim, Stack Tunes aus Neuenburg und Truckhead aus Obereggenen um den Einzug ins Finale rocken. Beim Vorentscheid im Auditorium der Jazz & Rock Schule in Freiburg am 6. Februar sind mit dabei: Fearce aus Freiburg, Fono aus Freiburg, Maximum Beast aus Freiburg, Raumlos aus Ebringen, Topcase aus Freiburg und Who Scared Bambi aus Freiburg. Im Jugendzentrum Denzlingen sind dann am 27. Februar mit dabei: Civil Bang aus Waldkirch, Curse of Society aus Bahlingen, Friendly Fire aus Eichstetten, Junk aus Emmendingen sowie Midnight Monkey Madness aus Breisach. Am 5. März werden 3samkeit aus Trossingen, H.Cast aus Tuttlingen, Scruffy aus Deißlingen, Zanthropia Ex aus Trossingen und No Problem aus Bräunlingen im Jukuz in Tuttlingen um den Einzug ins Finale spielen. Für den Vorentscheid im Theodor Noise Club in Achern am 6. März haben sich dieBands Männerkorsett aus Offenburg, It‘s a SHE aus St. Märgen, Savage System aus Oberkirch, Infected Slaves aus Kehl und Crow Quill aus Ettenheim qualifiziert.

Wie schon in den vergangenen Jahren ist beim Badenova Music Star(t) Contest die gesamte Bandbreite aktueller Musikrichtungen vertreten. Von Rock, Metal, Hardcore, Screamo, bis hin zu sanfterem Pop, Folk oder Alternative Sound. "Der musikalische Level ist durch viele tolle junge Bands sehr hoch gesetzt. Es wird wieder eine spannende Entscheidung werden", meint Wolfgang Gerbig Leiter des städtischen Jugendbüros in Neuenburg am Rhein, Initiator des Badenova Music Star(t) Contest.

Der Hauptpreis ist ein Auftritt als Support Act beim Stimmen-Festival in Lörrach. Weitere Preise sind eine professionelle Tonstudio Aufnahme und verschiedene Sachpreise unter anderem auch für den besten Sänger, den besten Gitarristen, den besten Bassisten und dem besten Schlagzeuger. Selbst Bands, die es nicht bis ins Finale schaffen, gibt es noch etwas zu gewinnen.

Fans können für Ihre Band online beim Favorit Song Contest abstimmen. Der Sieger des Favorit Song Contests bekommt einen Auftritt auf der Action-Bühne des Freiburger Zeltmusik-Festivals.




04. Januar 2010

Engagement für Lörrachs Nachwuchs

LÖRRACH. Viel ehrenamtliche Arbeit wird in Lörrach geleistet – auch an den Schnittstellen zur Verwaltung. Die Stadt hat zusammengetragen, was in den verschiedenen Bereichen auf freiwilliger Basis geleistet wird, die BZ veröffentlicht diese Bilanz als Serie. Heute: Kinder- und Jugendarbeit.
In Lörrach gibt es für Kinder und Jugendliche viel zu entdecken und zu erleben. Großen Anteil daran haben Ehrenamtliche, die beispielsweise die Stadt Lörrach und den Sozialen Arbeitskreis (SAK) bei der städtischen Kinder- und Jugendarbeit unterstützen. Auch die knapp 30 Mitgliedsvereine und Verbände, welche im Stadtjugendring Lörrach zusammengeschlossen sind, bieten auf rein ehrenamtlicher Basis ein breites Programm für Kinder- und Jugendliche.

Für die offene Kinder- und Jugendarbeit in Lörrach sind im Auftrag der Stadt die Kaltenbach-Stiftung und der Soziale Arbeitskreis (SAK) zuständig. Diese Einrichtungen betreiben in den Stadtteilen Jugendtreffs und bieten offene Angebote wie beispielsweise den Spielbus, Hausaufgabenhilfe oder Sommerferienpro-gramme für jedes Alter. Speziell der SAK bindet ständig Ehrenamtliche ein, die geschult und betreut werden, um sich anschließend bei den Angeboten wie Ferienbetreuung, Ferienlager, Hausaufgabenbetreuung oder Kurse einzubringen und dies nicht selten über Jahre hinweg.

Seit 2006 bietet der städtische Fachbereich Jugend/Schulen/Sport für Jugendliche das so genannte "Nacht-Sport-Projekt" an. "Ohne das im wesentlichen ehrenamtliche Engagement von jungen Leuten, die über sechs Monate jedes Wochenende bei den Nacht-Sport-Angeboten der Stadt mitarbeiten, wäre dieses Angebot nicht möglich", erklärt der städtische Kinder- und Jugendreferent Stefan Dieterle. Die Mitarbeiter böten anderen Jugendlichen ein attraktives Sportprogramm in den Abendstunden und damit eine tolle Alternative für eine bewegungsfördernde und nicht ausschließlich konsumorientierte Freizeitgestaltung.

Auf eine große Bereitschaft, sich freiwillig und unentgeltlich zu engagieren, stößt Dieterle bei der Neuanlage von Spielplätzen in Wohngebieten: "Hier arbeiten Anwohner oft bereits bei der Planung mit, helfen dann beim Bau und organisieren manches Mal sogar ein Einweihungsfest." Als Beispiele nennt Dieterle die Spielplätze in der Kandernerstraße, im Eckenbachweg oder auf dem Hünerberg.

Ob Pfadfinder, Jugendfeuerwehr, Naturschutzbund-Jugend, Katholische Junge Gemeinde (KJG) oder das freie Theater "Tempus Fugit" – die Mitgliedsvereine und Verbände im Stadtjugendring organisieren Freizeitangebote von Singen, Tanzen und Theater über Ausflüge und Freizeiten bis hin zu Projekttagen. Sie erhalten von der Stadt jährliche Zuschüsse von insgesamt rund 30 000 Euro.




03. Januar 2010



03. Januar 2010