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Tanzgruppe "Kreaktiv" bietet viel für Auge und Ohr |
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In den tänzerischen und schauspielerischen Szenen tauchten immer wieder Sketch-Elemente auf, unter anderem ernteten die "Putzfrauen", die nach jedem Auftritt die Leute von der Bühne scheuchten, einige Lacher. Die Szenenübergänge waren also gut organisiert, die Jugendlichen traten alle souverän und mit Spaß an der Sache auf. Die Überleitung zum zweiten Event dieses Abends gestaltete die Tanzgruppe aus Sens, die spontan mit den französischen Musikern mitgereist war und direkt im Anschluss an "Kreaktiv" auftrat. Sie kamen somit noch in den Genuss von gut gefüllten Publikumsreihen, das Alte Wasserwerk leerte sich danach zusehends und zum deutsch-französischen Hip-Hop-Konzert war die Zuschauermenge auf ein Minimum geschrumpft. Die deutschen Austauschpartner, "Team Babylon" aus Lörrach, fielen krankheitsbedingt aus. Deshalb sprangen einige Künstler aus der Region kurzfristig ein und unterstützen die acht HipHopper ("Hype Level") aus Sens. Vor einem fast leeren Zuschauerraum zu spielen, war für Franzosen ebenso wie für Deutsche relativ frustrierend. "Vous aimez cela?"("mögt ihr das überhaupt?") fragte ein französischer Rapper verzweifelt, als das spärliche Publikum keine Reaktion zeigte. Aber so ist es ja nicht immer. "Normalerweise sind die Konzerte gut besucht", sagt Eric Bintz, der den Bandaustausch mit Sens, den es jetzt schon vier Jahre gibt, organisiert. Auch von Seiten der jungen Musiker sei genug Interesse am gegenseitigen Kennenlernen und an neuen Kontakten vorhanden. "Change Lö-Sens" wird also im neuen Jahr in alter Form weiter bestehen. |
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Mehr als eine Chronik der laufenden Lörracher Ereignisse |
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Das Thema des Jahres also, das Hotel-Projekt lieferte den Anlass: Betrachtungen zum Tourismus. Lörrach wird auch mit dem geplanten Best-Western-Hotel, das bis zum 250 Betten bieten und weit in den Himmel ragen soll, nicht zu einer Touristenstadt werden, doch es werden neue Türen aufgestoßen und der Bau wird die Stadt verändern. Das Jahrbuch nähert sich aus verschiedenen Blickwinkeln dem, was war und ist. Michael Fautz, Heimatforscher und Sammler, hat zusammen mit Waldemar Lutz einen Streifzug durch die Herbergen in Lörrach und den Stadtteilen vom Ende des 17. Jahrhunderts bis heute unternommen. Einem fiktiven Interview mit Hirschenwirt Markus Pflüger, das auf leichte Weise Historisches vermittelt, ist ein reales mit Iris Thudichum, der Inhaberin des Stadt-Hotels, gegenüber gestellt. Ein Register wird vermisst Waldemar Lutz hat sich mit der Frage befasst, wie Lörrach über die Zeiten für sich warb. Trotz der sich in Stil und Aufmachung wandelnden Bemühungen - "ein Touristenort”, stellt Lutz fest, "ist Lörrach nie geworden". Ein Bericht vom Selbstversuch im Best-Western-Hotel Esslingen rundet das Jahresthema ab. Wie andere vor ihm gewährt der Band 2009 Einblick in ein Lörracher Wirtschaftsunternehmen. Wolfgang Göckel hat das Jubiläum 75 Jahre NSI Präzisionsdrehteile in Stetten zum Anlass für ein Betriebsporträt genommen. Herbert Sitterle, der als Geschäftsführer des Sozialen Arbeitskreises (SAK) viele Jahre in dem Gebäude verbrachte, hat die Geschichte der Alten Feuerwache nachgezeichnet. Und auch der neue Stadtarchivar Andreas Lauble wurde gleich im ersten Amtsjahr eingebunden. Er würdigt aus Anlass des 100. Geburtstags das Tumrigner Schulhaus und lässt dabei ein Stück Ortsgeschichte lebendig werden. So ist das Buch wieder, wie man es seit Jahren kennt: Chronik auf der einen Seite, in der man lustvoll blättert, aber auch ein Band, den man aus dem Regal zieht, wenn ein spezifisches Thema interessiert. 15 Bände gibt es unterdessen von diesem Jahrbuch. Zeit für ein Register! Jahrbuch Lörrach 2009, Herausgeber Stadt Lörrach und Verlag Waldemar Lutz, Lörrach 2009, 20,40 Euro |
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Dem Alltag eine Struktur geben |
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Die Initiative im Bereich Gartenbau, die seit 1990 besteht, beschäftigt langzeitarbeitslose Erwachsene. Ihr Ziel ist es, sozial Benachteiligten einen Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Dazu gehören, so Wiesenhütter, Menschen mit Migrationshintergrund; Menschen, die wegen persönlicher oder gesundheitlicher Probleme keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen können; junge Menschen mit Startproblemen ins Berufsleben und ältere, die nur noch geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Ansatz hierbei ist es, die Mitarbeiterinnen an die Anforderungen einer dauerhaften Beschäftigung heranzuführen. Am wichtigsten sei hier, so Wiesenhütter, dass die Menschen eine geregelte Alltagsstruktur haben. Auch der Kontakt zu Arbeitskolleginnen und Kunden und die Anerkennung der geleisteten Arbeit motiviere die Teilnehmer der Initiative und bereite auf eine dauerhafte Teilnahme am Arbeitsleben vor. Darüber hinaus bietet der Verein individuelle Hilfe im Berufsalltag in Form von Sprachkursen und Unterstützung durch Sozialpädagogen und bei Problemen in der Schule an. Spenden können auf die Konten bei der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden (BLZ 68350048, Konto: 1008820) und der Volksbank Dreiländereck (BLZ 68390000, Konto: 3131) eingezahlt oder in den vier BZ-Geschäftsstellen im Kreis abgegeben werden. |
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"Hier wird Bürokratie aufgebläht" |
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Leidtragende der Entwicklung aber, so fürchten Michael Schmitt-Mittermeier und Wolfgang Gorenflo, beide Geschäftsführer beim Diakonischen Werk der evangelischen Kirchenbezirke im Kreis, werden allemal die Betroffenen sein. Bei einer konsequenten Entflechtung der kommunalen und der staatlichen Ebene zum Beispiel müssten sich diese künftig wieder mit zwei Behörden und zwei Bescheiden auseinandersetzen. "Das wäre kontraproduktiv und erhöht die Konfusion" , befürchtet Wolfgang Gorenflo; zumal die existenzielle Notlage keine gute Vorausetzung sei, bürokratischen Abläufe gelassen zu bewältigen. Darüber hinaus seien die Bescheide bereits heute teilweise so kompliziert, dass sie auch Sozialarbeiter nur mit Mühe nachvollziehen könnten, ergänzt Michael Schmitt-Mittermeier. Dann aber haben die Leute zwei Bescheide, "die sie nicht verstehen" , fürchtet er. "Für die Menschen kommt bei der neuerlichen Reform nichts heraus. Hier wird nur eine weiter aufgeblähte Bürokratie erzeugt" , vermutet auch Jürgen Wiesenhüter vom Sozialen Arbeitskreis (SAK) in Lörrach. Zumindest in der Anlaufphase seien zudem wieder hohe Reibungsverluste zu erwarten, die zu Lasten der Betroffenen korrigiert werden müssten. Landrat Walter Schneider und der Direktor der Agentur für Arbeit in Lörrach, Ingo Zenkner haben bislang zwar stets betont, dass die Kooperation in der GAL klappe und sie willens seien, an dem Modell festzuhalten. Denn trotz der Tendenz der Bundesagentur zum restriktiven Reinregieren sei es dem Kreis und der lokalen Agentur vor Ort gelungen, "ein stabiles System zu schaffen" , befand Schneider schon im Spätsommer an einer Informationsveranstaltung der CDU. Andererseits strebe der Kreis die kommunale Lösung an, sollte das Optionsmodell erweitert werden. "Wenn das kommt, machen wir das" , so Schneider damals. Ob das kommt, ist aber nach wie vor sehr fraglich. Die Spitze der Agentur für Arbeit und auch Ingo Zenkner jedenfalls sehen in der zentralen Steuerung weniger ein Hindernis denn einen"Faktor für den Erfolg" . Aber unabhängig davon welche Variante komme, "kriegen wir das hin, ohne dass die Bürger darunter leiden müssen" , beruhigte Ingo Zenkner damals. Die Liga der Wohlfahrtsverbände im Kreis, zu der neben der Diakonie unter anderem die Caritas, der Paritätische Wohlfahrtsverband und das DRK gehören, aber sympathisieren eindeutig mit einer Stärkung des kommunalen Parts. Die Kreis und die regionalen Akteure hätten das Ohr an den Bedürfnissen vor Ort, begründet Schmitt-Mittermeier. Das fördere nicht nur eine bessere Verzahnung der regionalen Akteure, sondern habe im Gegensatz zur zentralen Vergabe aus Nürnberg auch den Vorteil, das Förder- und Integrationsprogramme an die regionalen Besonderheiten angepasst werden könnten. "Eine bedarfsorientierte Lösung führt nur über die kommunale Seite" , ist auch die Sprecherin der Liga, Caritas-Geschäftsführerin Gudrun Schemel, sicher. |
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"Kinderarmut ist der größte Skandal" |
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Ein wesentlicher Grund für Armut ist aber auch der Niedriglohnsektor, sagt er. 26,5 Prozent der Hartz-IV-Empfänger haben einen Job, nur können sie von diesem nicht leben. 16,7 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten für weniger als acht Euro Stundenlohn, vier Prozent sogar für weniger als fünf Euro in der Stunde. "Deutschland ist fast das einzige Land in Europa, das keinen gesetzlichen Mindeslohn hat", stellte Wienen fest. Die KAB fordert einen von 9,20 Euro. Außerdem fordert sie in der Bildungspolitik die Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher und eine offensive Arbeitsmarktpolitik. "Wir müssen Solidarität und Gerechtigkeit einfordern und als Tugend üben", sagte Wilfried Wienen. Luisa Boos, Juso-Vorsitzende aus Emmendingen, prangerte die Ausgrenzung sozial Benachteiligter an und den neoliberalen Mainstream, der auch die SPD nicht verschont habe. "Rot-Grün hat die Verteilungsfrage sehr ungenügend beantwortet, aber nicht alles an den Agenda-2010-Reformen war schlecht", sagte sie. Auch sie forderte Mindestlohn und mehr Anstrengungen im Bildungssektor. Eine Vermögenssteuer von einem Prozent würde im Land rund eine Milliarde Euro bringen, sagte sie. "Wir brauchen eine gesellschaftliche Diskussion, um Armut zu bekämpfen", stellte Boos fest. |
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Traumfresserchen zu Endes Achzigstem |
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Corinna Renckly hatte mit Hilfe von Timo Garni und Rahel Schepperle mit viel Einsatz und Zeitaufwand die Schulkinder angeleitet und ihnen den Spaß am Schauspielern vermittelt. Das war der Vorstellung anzumerken, denn die Mädchen und Jungs waren an der Erstaufführung mit Elan dabei und trugen den gründlich gelernten Text überzeugend vor. Schauspielerisches Können bewiesen die immerzu strickende Königin, der freundliche König, die Prinzessin und ein herzallerliebstes freches Traumfresserchen. Die übrigen kleinen Akteure stellten, von gut organisierten Bühnenwechseln unterbrochen, die verschiedenen Kulturen dar, denen der König auf seiner Reise begegnet. Ob Musik-, Tanz- oder Stockkampfeinlagen, die Schulkinder waren mit viel Eifer und Spaß dabei. Wenn dann etwas nicht so gut klappte und jemand seinen Einsatz verpasste und mit dem Ellbogen angestupst werden musste, trug das nur zur Erheiterung des Publikums bei, das hauptsächlich aus Eltern und Geschwistern bestand. Auch Corinna Renckly zeigte sich nach der Vorstellung mit dem Ergebnis zufrieden und bedankte sich bei ihren Helfern, sowie dem Hausmeister der Astrid-Lindgren-Grundschule, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre. Den jungen Schauspielern überreichte sie jedem eine Rose, wie es sich bei einer "richtigen" Premiere gehört. |
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Rollen schienen auf den Leib geschrieben |
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Wunderbar haben die Schauspieler die Rollen umgesetzt. Wenn man nicht genau wüsste, dass schon vor vier Jahrzehnten das gleiche Stück mit den Schauspielern Walter Matthau und Jack Lemmon als Spielfilm gedreht wurde, könnte man meinen, die Rolle des Oskars sei für Michael Gerisch kreiert worden. Aber auch die Darsteller der kleineren Rollen als Pokerrunde Martin Schade, Willi Weissenberger, Detlef Weller und Paul Jürgens und als reizende Nachbarinnen Doris Specker und Lilian Paolazzi überzeugten voll auf der Bühne. An den witzigen und bisweilen bissigen Dialogen hatte das Publikum seine helle Freude. Dem kurzweiligen Stück merkt man seine gut zwei Stunden Spielzeit gar nicht an. Es ist schon fast Tradition, dass das Salzert-Brettli sämtliche Einnahmen des Premierenabends aus Kartenverkauf und Bewirtung spendet. Es kamen 1500 Euro für den SAK zusammen. |
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Bilder für Spielplatz |
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40 Jahre Sozialer Arbeitskreis - nicht mehr wegzudenken |
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"Ein paar Betonringe mit Sand gefüllt zwischen den Blocks" das war alles, was der SAK vorfand, als er 1972 die Teichmatten besuchte, einen sozialen Brennpunkt der Stadt. Man organisierte einen stadtteilbezogenen Elternabend und zeigte mit Fotos den Kontrast auf: hier in Schwarz-Weiß die trostlose Situation für Kinder vor Ort dort farbige Bilder vom Sommer-Zeltlager am Bodensee. Das war der Auslöser dafür, dass die Eltern für einen Spielplatz in den Teichmatten kämpften. Zum ersten Mal wurden Flugblätter gedruckt. Das löste im Gemeinderat eine kleine Krise aus. "Die sind bös verschrocke", erinnert sich Herbert Sitterle. Das Quartier aber bekam einen Spielplatz und der Bau einer sechsspurigen Straße wurde verhindert. Das Verhältnis des SAK zur Stadt wurde dadurch nachhaltig geprägt. Kooperation: Als Rainer Offergeld Oberbürgermeister wurde, war die Alte Feuerwache eine "abbruchreife Hütte". Der SAK kämpfte für eine Renovierung durch Jugendliche seiner Arbeitslosen-Initiative. Schließlich ließ sich Offergeld sogar überzeugen, Geld für die Beseitigung baulicher Mängel zu geben. In einem weiteren Schritt floss auch Geld für eine Stelle, da der OB er so überzeugt von der Arbeit des SAK war, wie er die Beschränkungen der Stadt sah, eigene Jugendarbeit zu betreiben. Aus Konfrontation wurde Kooperation. Jürgen Wiesenhütter beschreibt die Entwicklung so: "Gegen die Stadt, mit der Stadt, für die Stadt". Stadtentwicklung: Mit dem Salzert hatte die Stadt ein Trabantenstädtchen ohne soziale Infrastruktur auf die grüne Wiese gesetzt. Das einstige Sorgenkind des SAK hat sich in enger Kooperation mit Schule, Kindergarten, Kirchengemeinde und Städtischer Wohnbau zu einem Quartier entwickelt, in dem sich die Bewohner an der Beheimatung beteiligen, etwa mit der Verschönerung von Gebäuden, dem Bau eines Bolzplatzes oder dem "Salzertblättli". "Mieter machen mit" heißt das Motto. Die Aufenthaltsqualität wurde deutlich verbessert und auch das dichte Zusammenleben im Quartier, das Toleranz von allen erfordert. Bildung: Das Thema versteht der SAK als breiten Strang. Man fing an mit der nachholenden oder begleitenden Erziehung, etwa mit Hausaufgabenhilfe. Infolge der veränderten Situation an Schulen, die heute ein zentraler Lebensort für Kinder sind, änderten sich auch die Aufgaben und Angebote. Katja Stange erklärt: "Nicht was die Kinder tun, sondern wie sie miteinander auskommen und sich arrangieren, ist für uns wichtig." Beschäftigungsinitiative: In vielen Arbeitsfeldern ist der SAK ein Ausbildungsort für Lehrlinge, Praktikanten oder Jugendliche in der Beschäftigungsinitiative. Hat man etwa bei der Renovierung der Alten Feuerwache oder des Alten Wasserwerks gute Erfahrungen gemacht, ist heute durch die Trennung von Arbeitsagentur und GAL und die zentrale oder sehr kurzfristige Ausschreibung manches schwieriger geworden. Die örtliche GAL muss von der Nürnberger Anstalt aufgelegte Produkte nutzen. "Die Kurzatmigkeit der Programme bejammern wir seit zwanzig Jahren", so Sitterle. "Bei uns werden Leute beschäftigt, die Leistung erbringen, nur nicht acht Stunden ,Powerpower’. Für die müssen wir dauernd neue Worte erfinden. Das drückt einen." Migranten: Erst in den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, in den Köpfen der Politiker angekommen. Dem SAK war schon früh klar: "Wir müssen das gestalten und Anstrengungen zur Bildung der Migranten unternehmen". Man hat die Flüchtlinge in der Wohnanlage im Wölblin betreut und mit der nicht integrierten Jugend dort einen schwierigen Prozess durchlaufen. "Ein Prozess, mit dem wir noch heute kämpfen", sagt Wiesenhütter. "Da ist eine verlorene Generation." Ökologie: Am Anfang wollte man den Kindern zeigen, wie ein Produkt wird: Apfelsaft im Herbst. Dabei hat man die schönen Streuobstwiesen gesehen und das Augenmerk auf ihre Bedeutung für Ökologie, Touristik und Kultur gelegt. Heute stellt der SAK selbst ökologisch korrekten Apfelsaft her, lässt ihn in regionalen Märkten abfüllen und vertreibt ihn regional. Der Verdienst ist gleich Null, der Gewinn enorm. Finanzen: Der SAK hat seit 2007 einen auf fünf Jahre angelegten Vertrag mit der Stadt über die Teilfinanzierung für Altes Wasserwerk und Salzerttreff. In anderen Bereichen wie den Beschäftigungsinitiativen muss man sich immer neu durch das komplizierte Gestrüpp der Zuschussregeln kämpfen. "Wir haben uns mit der Zeit als Bettler qualifiziert", sagt Sitterle. Man wünscht sich wieder eine bessere Beteiligung an Bußgeldern und Spenden. Kirche: Die beiden Stellen der SAK-Geschäftsführer werden von der evangelischen Landeskirche finanziert, was ein hohes Engagement in diesen sozial-diakonischen Arbeitsfeldern bedeutet. "Wir haben kein Kreuz hier hängen, versuchen aber die Arbeit und den Umgang so zu gestalten, dass wir die Maxime der Kirche umsetzen können", sagt Sitterle. "Dabei beziehen wir uns auf die Leitelemente der Basler Erklärung: Friede, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung". |
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CHRONIK DES SAK |
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1971: Im Flachsländerhof werdem zwei Räume bezogen 1972: Dieter Walter geht, die Diakone Herbert Sitterle, Kurt Kern und Joachim Straub übernehmen die Begleitung des SAK. Zeltlager am Bodensee für Kinder aus dem Landkreis Lörrach. 1973: Diakon Jürgen Wiesenhütter kommt, Joachim Straub geht. Der SAK zieht in die untere Etage im Burghof/ Alte Feuerwache. Gründung der Bürgerinitiative Teichmatten 1974: Die Devise des SAK "Jugendarbeit braucht Baustellen" wird mit Leben erfüllt. Das vom Markgrafen Max von Baden gepachtete Gehöft in Deisendorf wird ausgebaut. Die Arbeitskraft stellt der SAK. 1976: Erstes Jugendzeltlager in Frankreich. Kurt Kern geht, Fritz Schmidt kommt. 1977: Einrichtung des Spielbusses im Landkreis 1978: Erste Familienfreizeit in der Schweiz. Nun können Großfamilien komplett in den Urlaub. 1979: Erstes Internationales Baucamp auf dem Rengolshauser Hof 1980: Der SAK erhält von Ministerpräsident Lothar Späth den Hauptpreis der Bürgeraktionen 1982: Die Beschäftigungs-Iniative (B.I.) für arbeitslose Jugendliche wird gegründet. Sitterle ist verantwortlich, Wiesenhütter übernimmt die Verantwortung für Kinder- und Jugendarbeit. 1983: Die B.I. wird um eine Landschaftspflegegruppe erweitert. 1984: Renovierung der Alten Feuerwache durch die B.I. 1985: Weitere B.I.-Gruppen für Hauswirtschaft und Bauen 1986: Einweihung Burghof-Alte Feuerwache: das erste Jugendzentrum der Stadt. Die Stadt bezuschusst eine hauptamtliche Stelle. 1987: Schließung der PH und Gründung des SAK als eingetragener Verein 1989: Erste Erwachsene in der B.I. 1992: Erstes Städtepartnerschafts-Camp in Meerane; Ausbau der Städte- und Landkreispartnerschaften 1995: Vermarktung des SAK-Apfelsafts von heimischen Streuobstwiesen 1996: Schreinerei zieht ins Werk I, Brombacher Straße. Eröffnung des Stadtteiltreffs auf dem Salzert. Erste Gespräche mit der neuen Oberbürgermeisterin über möglichen Umzug. 1997: Gründung der SAK-Forstgruppe in Schopfheim 1998: Beginn Umbau des Alten Wasserwerks durch die Beschäftigungsinitiative Bauhütte 2001: Neue Zweigstelle der BI in Rheinfelden-Nollingen; Bundespreis für die Asylarbeit, überreicht von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse; Beginn der Quartiersarbeit "Soziale Stadt" in Oberrheinfelden 2002: Bau des Weidenpalasts im Grütt 2004: Gründung der SAK-Wasserwerk GmbH. Das zentrale Kinder-, Jugend- und Sozialzentrum Altes Wasserwerk wird eingeweiht. 2006: Herbert Sitterle geht in Ruhestand. Nachfolgerin ist Katja Stange. Gründung und der SAK-Arbeit-gGmbH 2007: Einstieg in Nachmittagsbetreuung und Ganztagsschulbetreuung Neumattschule; Beginn Wohnbauprojekt Teichstraße |
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Einsatz auf dem Spielplatz |
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Schlussstein für das Alte Wasserwerk |
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Für den Abenteuerspielplatz, der schon in den ersten Plänen für das Zentrum angedacht war, weil sich Kinder erfahren und entdecken müssen, wurde der Hang zur Straße so genutzt, dass in der Mitte eine begrünte Fläche entstand. Hier kann man im Sommer Wasser herunterlaufen lassen und im Winter Schlitten. Entstanden ist auch eine Open-Air-Bühne für Kinder, die gleichzeitig Kletterwand ist und eine "Trauminsel" hinter der Bühne. Jürgen Wiesenhütter dankte den Kindern für die Geduld, die sie geübt hatten. Das geflügelte Wort "Was lange währt wird endlich gut" träfe auf den Spielplatz zu. Ein wahrer Marathon liege hinter allen Beteiligten. "Manche von euch waren vielleicht schon auf der Welt, als wir das Areal eingeweiht haben", wandte sich Wiesenhütter an die Jüngsten, "aber als wir mit dem Bau begonnen haben, kannten sich einige euer Eltern noch nicht ". Ganz fertig gestellt ist der Spielplatz freilich noch nicht. Mitarbeiter von Kraft Foods werden Anfang Oktober dabei helfen, den ausstehenden Wasserbereich umzusetzen. Die noch benötigten 45 000 Euro möchte der SAK in bereits bewährter Weise über Spenden hereinbekommen. Wiesenhütters Dank für die bisherige Unterstützung bezeichnete Gudrun Heute-Bluhm als "schärfste Form der Herausforderung", die den ein oder anderen hoffentlich dazu nötige, (erneut) sein Schärflein beizutragen. Ein schönes Programm hatte der SAK zur Feier des fünfjährigen Jubiläums zusammengestellt mit Theater und Jugendchor, Poi-Show, den Breakdancern von "The Rookies" und Bandkonzerten. Die Kletterwand wurde betreut, weiter gab es eine Seilrutsche, zwei Spielparcours und leckeres Essen. Ausreden, man könne nicht zur Bundestagswahl gehen, weil man diesem Fest unbedingt beiwohnen wolle, ließ der SAK aber nicht gelten. Ab 18 Uhr konnte man über Großbildleinwand die erste Hochrechnung verfolgen. |
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Über die Realitität der "Wiesionen" |
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Impulsgeber war Architekt Gerhard Zickenheiner gewesen, der sich von der neuen Flusslandschaft inspirieren ließ, die zur Freude der Bevölkerung bei Maulburg nach einem Hochwasser entstanden ist. Insgesamt zog er eine positive Bilanz der "Wiesionen". Kai Hitzfeld, Hydrologe und als Vertreter des BUND auf dem Podium, erklärte, den Tieren sei es egal, ob Fels oder künstlicher Steg, sie bräuchten eine Möglichkeit, sich zu verbergen. Überhaupt sei die ökologische Qualität unterhalb der Wasseroberfläche deutlich gestiegen. Für die Soziale Nachhaltigkeit saß Jürgen Wiesenhütter vom SAK am Tisch. Er will das Wieseufer für die Menschen des Neumattquartiers zum Aufenthaltsraum machen auch zur Aufwertung eines benachteiligten Stadtviertels, das künftig noch zurätzlich unter der Zollfreien zu leiden haben werde. Auch Werner Konold, Professor für Landesplanung an der Uni Freiburg, sieht eine der Wiesen-Visionen darin, den Menschen in der Stadt ihren Fluss wieder nahe zu bringen, am besten so nahe, dass er zur Stadt dazugehört. Der Verkehr am Wieseufer stelle sich dem aber entgegen. Genau diese Verkehrsproblematik spielt eine Rolle bei der Frage, ob sich die Kommunalpolitik im Allgemeinen und die Fraktion der Grünen im Speziellen bei dem Projekt zu sehr im Hintergrund halten. Anfangs sei man skeptisch gewesen, weil zeitgleich der Eingriff bei der Zollfreien Straße erfolgt sei und ein paar Meter weiter ein Renaturierungsprogramm gestartet worden sei. Die ökolgische Aufwertung des Flusses werde anerkannt, aber für die Grünen bleibe wichtig, dass Freizeitnutzung in ökologisch sensiblen Bereichen in einem vertetbaren Rahmen gehalten werde. Ob der Rest des "Wiesionen"-Projektes noch realisiert werden kann, welche Rolle die Stadt dabei spielen wird oder ob in Zeiten knapper Kassen auch das "Wiesionen"_Projekt kurz vor dem Ziel austrocknet, das werden die nächsten Monate zeigen. |
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"Eltern schicken ihre Kinder beruhigt zu uns" |
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Wiesenhütter: Beim Jubiläumsfest am Sonntag weihen wir den Abenteuerspielplatz ein, der schon im ersten Entwurf für das neue Kinder- und Jugendzentrum enthalten war. Er ist zwar noch nicht ganz fertig, aber wir hoffen, dass wir den Rest in absehbarer Zeit noch packen und dass genügend Spenden reinkommen, um die Finanzierungslücke in Höhe von 45 000 Euro zu schließen. Der Abenteuerspielplatz rundet das Ganze ab, ist quasi unser symbolischer Schlussstein. BZ: Schon beim Bau hatte das Alte Wasserwerk eine außergewöhnliche Dimension bekommen, weil der SAK als Betreiber die Gebäude mitgestaltete und wegen der Beschäftigungsinitiative "Bauhütte", bei der arbeitslose Jugendliche Schlüsselqualifikationen erwarben. Hat sich das Besondere im laufenden Betrieb fortgesetzt? Wiesenhütter: Ja, wir haben unsere Praxisfelder der Kinder- und Jugendarbeit sukzessive an die Herausforderungen angepasst und haben jetzt ein generations-, schicht- und kulturell übergreifendes Angebot. Damit arbeiten wir an allen drei Integrationsforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht. Im Alten Wasserwerk wird sowohl im Gastro- und Hauswirtschaftsbereich als auch im Kinder- und Jugendbereich auf breiter Schiene und praxisnah ausgebildet und für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Es ist inzwischen ein Ganzjahresbetrieb in punkto Kinderbetreuung mit flexibler Nachmittagsbetreuung für zwei Schulen, dem offenen Schülermittagstisch und Angeboten in allen Schulferien. Im vergangenen Jahr hatten wir hier zwölf Wochen Kinderangebote. Wir haben bei unserem Veranstaltungsangebot eine soziokulturelle Ausrichtung, fördern regionale Künstler und stellen ihnen regelmäßig eine Plattform zur Verfügung. Mit Vereinen, Kirchengemeinden, sozialen Diensten und Institutionen wird eine gute Zusammenarbeit gepflegt. Es gibt kaum eine Organisation, die noch nicht bei uns war. Und wir haben ein Raumangebot, das für Veranstaltungen wie Tagungen, Kurse, Feiern, Vorträge genutzt und gemietet werden kann. Die Räume hier sind phantastisch seien es nun die Bandprobe- oder die Übernachtungsräume. Wir haben sehr gute Mitarbeiter. Die Dinge greifen so gut ineinander, dass es leicht ist, bei uns anzudocken. BZ: Das Alte Wasserwerk ist also ein getreues Abbild dessen, was sich der SAK auf die Fahnen geschrieben hat. Wiesenhütter: Wir vom SAK beschränken unsere Arbeit natürlich nicht bloß aufs Alte Wasserwerk. Das Zentrum ist unser Basislager für Kinder- und Jugendkultur. Vor hier aus organisieren wir internationale Freizeiten, Camps, Workshops, Spielbus und Kindertheatertreffen. BZ: Wo viel Leben herrscht, ist das mit Lärm und Nachbarschaftsproblemen verbunden. Wie schätzen Sie diese ein? Wiesenhütter: Zuerst einmal: Wir haben, so sehe ich es, einen sehr guten nachbarschaftlichen Kontakt. Wir sind heute im Gegensatz zum Anfang ein reines Wohngebiet. Was wir hier widerspiegeln gibt es an überall in der verdichteten Stadt. Das Problem ist nicht die Musik bei Veranstaltungen, sondern ein hoher Redespiegel von denen, die draußen stehen und etwa rauchen. Wir haben außerdem jetzt den großen Parkplatz vor der Tür und damit alles, was abends in die Stadt geht. Wir versuchen mit der Stadt die eine oder andere Maßnahme wie eine begrünte Lärmschutzwand zu verwirklichen. Das wäre auch für den Spielplatz gut, denn dort stört der Lärm vorbeifahrender Autos die spielenden Kinder. BZ: Außer vereinzelter Meldungen über Ruhestörungen gab es noch nie negative Schlagzeilen über das Alte Wasserwerk? Wiesenhütter: Es ist absolut positiv hervorzuheben, dass wir hier einen Ort haben, wo es keine Sachbeschädigungen und keine Gewalt zwischen Jugendlichen verschiedener Kulturen, Gruppen oder Musikstilen gibt. Hier schicken Eltern ihre Kinder und Jugendlichen beruhigt hin. BZ: Haben Sie das Jubiläumsfest bewusst auf den Wahlsonntag gelegt? Wiesenhütter: Nein, das hat sich so ergeben, aber es passt gut. Ich erinnere daran, dass Gudrun Heute-Bluhm während ihres ersten Wahlkampfs um das Oberbürgermeisteramt 1995 bei einer UFO-Veranstaltung das Wahlversprechen gab, dafür zu sorgen, dass Jugendliche in Lörrach Räume bekommen. In einem Kraftakt hat sie das mit Hilfe des Gemeinderats auch umgesetzt. Das Alte Wasserwerk sollte Jugendliche also ermutigen, Politiker als Partner für die Umsetzung von Projekten zur Verbesserung der Lebenssituation in Lörrach zu sehen. |
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Neue Ideen für Wiese- Ufer |
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Während die ersten Pläne mit einer großen roten Betonplatte für viele provozierend wirkten und der Titel angesichts des Badeverbots bei Behörden auf Vorbehalte stieß, tritt der neue Entwurf zurückhaltender auf. Wie "Wiesionen"-Initiator Gerhard Zickenheiner und Isolde Britz für die Projektträgerin Stadtbau GmbH gestern in der Beiratssitzung darlegten, habe aufgrund anderweitiger Verpflichtungen der frühere, ehrenamtlich tätige Landschaftsplaner Donald Jacob nicht mehr zur Verfügung gestanden und auch das Projekt sei mangels Durchsetzbarkeit ebenfalls abhanden gekommen. Für einen neuen Anlauf haben die Initiatoren den Landschaftsplaner Hans-Jörg Wöhrle angesprochen, der jüngst in Lörrach die Wettbewerbe für die Freiflächen von Campus-Rosenfels und Niederfeldplatz (mit dem Architekturbüro "Thoma, Lay, Buchler") gewonnen hatte. Gerhard Zickenheiner sprach gestern von einer "moderaten Lösung". Der Entwurf schlägt als Symbol einen großen Tropfen aus Edelstahl vor, der gleichzeitig als Spielgerät dienen kann. Als Treffpunkt oder als grünes Klassenzimmer dient ein Podium, das durch halbrund geschichtete Betonsteine gebildet wird. Ebenfalls mit Betonsteinen sollen tropfenförmige Grillstellen angelegt werden. Schließlich sollten große Trittsteine eine Art Brücke zum gegenüberliegenden Ufer bilden und als spielerisches Element ist schließlich noch eine Wassersäule am Radweg geplant. Wie es im Projektbericht heißt, sei die neue Planung zwar kostengünstiger, aber mit den 100 000 Euro Rücklagen derzeit dennoch nicht zu finanzieren.André Marker und Frank Hovenbitzer sagten als Vertreter der Bürgerstiftung Unterstützung zu. Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm betonte, die Stadt haben in der augenblicklichen Lage keine Spielräume und könne allenfalls die Verlegung des Radwegs übernehmen. Gleichzeitig wehrte sie sich gegen Aussagen eines Gutachters, der in einem Sachstandbericht für den Beirat mehr finanzielles Engagement der Stadt angemahnt hatte. Es sei immer klar gewesen, dass "Wiesionen" über Fördertöpfe und Bürgerengagement getragen werden müsse. |
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Kampf gegen Knöterich und Springkraut droht |
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In der Folge entspann sich eine lebhafte Diskussion unter den Teilnehmern der Projektsitzung, wie das am geschicktesten zu machen sei. Dabei musste selbst Kai Hitzfeld zugeben, dass das mit weichen Eingriffen kaum zu schaffen sei. Bernhard Burkart vom Regierungspräsidium Freiburg berichtete, dass erfahrungsgemäß ein flächenhaftes Eindämmen von Neophytenformationen schlichtweg unmöglich sei. "Wenn sie einmal da sind, sind sie da", so Burkart. Dem pflichtete Daniel Rüetschi vom Ingenieurbüro Geoserve bei: "Vor allem der Japanische Staudenknöterich ist nur mit der geballten Ladung eines starken Herbizids klein zu kriegen, das man am besten direkt in den hohlen Stängel gibt." Abseits der Debatte um die drohende Uferbesiedlung mit Neophyten bescheinigte Hitzfeld den Anstrengungen im Zuge der naturnahen Gestaltung der Wiese mit den Randzonen großen Erfolg: "Schneller als erwartet konnten wir bei den Fischen neue Arten feststellen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung." So seien das Bachneunauge, der Schneider, Elritz und Döbel wieder entdeckt worden. Bei den Klein- und Kleinstlebewesen ergaben die Beprobungen die Ansiedlung von Zeigerarten für gute Wasserqualität: Köcher- und Steinfliegenlarven. Nach den Eingriffen noch Narben in der Vegetation Ein ähnliches Bild ergab sich aus der Untersuchung des Artenspektrums bei den Vögeln. Sichtungen von Eisvogel, Wasseramsel und Bachstelze zeigten, dass das Konzept von "Wiesionen" aufgehe, so Hitzfeld. Lediglich bei der Vegetation gebe es noch Narben der baulichen Eingriffe. Deshalb zeigten Pflanzenkartierungen stellenweise eine Dominanz von Pionierarten, die neue Standorte immer als erste besiedelten. "Wenn wir das Problem der Neophyten unter Kontrolle halten, ist die Tendenz aber auch hier eindeutig positiv", sagte Hitzfeld. Inwieweit der Einbau von Lenkungsbuhnen, flachen Stein- und Totholzwällen im Flussbett der Wiese Anteil an diesen Erfolgen hat, erläuterte Matthias Mende von der Ingenieur-Unternehmungs AG in seinem Vortrag. Sei die Wiese noch vor dem Sommer 2007 ein weitestgehend einförmig strömendes Gewässer gewesen, hätten die Buhnen für Diversität im Flussbett gesorgt. Mende: "Heute können Forellen in den Sedimentanhäufungen zwischen den Buhnen am Grund wieder einen Laichplatz freischlagen. Deutlicher könnte sich der Erfolg nicht zeigen." |
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Noch nicht am sicheren Ufer |
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Da die Wirtschaft heute global verflochten ist, umkreiste auch Stratthaus mit seiner Analyse die Welt. Regelungen, die nur national griffen, seien wirkungslos, betonte er. Oasen dürfe es künftig nicht mehr geben, nicht den "Wahnsinn der Boni", nicht Banken, deren Größe in keinem Verhältnis zum Land ihres Sitzes steht. Wichtig sei, zu wirkungsvollen staatlichen Regelungen zu kommen, aber auch rechtzeitig Eingriffe zurückzufahren. Auch gelte es, die Geldmenge zu begrenzen, wenn die Wirtschaft wieder anspringe, sonst drohe Inflation. Die Grundüberzeugungen der Marktwirtschaft blieben wahr, ihre Demontage gelte es zu verhindern. Die Weltwirtschaft werde sich neu ordnen, Deutschland könne davon durchaus profitieren, zeigte sich Stratthaus überzeugt. Noch aber sei ein langer und riskanter Weg zu gehen. |
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Dem Fluss hat’s gutgetan |
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Strömungsvielfalt und die Durchlässigkeit für Wanderfische herzustellen, sind ebenso Ziele, die mit den Eingriffen in den Fluss verfolgt werden, wie der Erhalt der Hochwassersicherheit im Stadtgebiet ein wichtiger Aspekt. Erich Linsin, vom Referat Planung und Bau an Oberflächengewässern in der Abteilung Umwelt im Dienstsitz Bad Säckingen des Regierungspräsidiums Freiburg, hatte vor den Ferien im Gemeinderat dazu erläutert, dass mit dem Entfernen der alten Schwellen und dem Einbau der Buhnen sowie Maßnahmen an der Gewässersohle eine neue Fließlinie des Wassers im Bereich Rossschwemme erreicht wurde. Weiter flussabwärts wurden Buhnen und Steine so eingebaut, dass sie als Störmungstrichter die Strömung konzentrieren. Neben den ökologischen Verbesserungen habe der Strömungstrichter auch beim Hochwasserabfluss Verbesserungen gezeigt. Ob auf dem Ufer ein neuer hochwertiger Auenlebensraum durch die Vegetation entstehen wird, muss nach dem Bericht des Regierungspräsidiums noch abgewartet werden. Darin wird neben den Renaturierungserfolgen festgestellt, dass der Mensch der größte Gewinner der "Wiesionen" an der Roßschwemme sei. Wie sie den Aufenthalt am Fluss genießen, kann man fast täglich beobachten. Unterdessen finden sich, so Isolde Britz, die "Wiesionen" auch in einer internationalen Vergleichsstudie der Uni Hannover zu "Prozessorientierter Gestaltung urbaner Fließgewässerräume" unter anderen mit Limmat, Seine und Rhone. Darin heißt es, die Kombination einer naturnahen Entwicklung und der Bestrebung, die Bürger von Lörrach wieder an den Fluss zu bringen, sei "sehr zukunftsweisend". |
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In den Ferien Deutsch verbessern |
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Über Handlung und Spiel regen die Betreuer die Kinder zum Sprechen an. Gab es im vorigen Jahr verschiedene Thementage, so steht diesmal jeweils eine ganze Woche unter einem Thema. "Kinder dieser Welt" lautet das Motto der ersten Woche, bei der jeden Tag ein anderer Kontinent im Mittelpunkt steht. In der zweiten Woche ist Zirkus angesagt. Dabei können die Kinder unter anderem Geschichten erzählen oder Clownnummern aufführen. Betreuer und Lehrer gehen individuell auf die Kinder ein und fördern sie gezielt. Angestoßen hat das Projekt die Stadt Lörrach, die nach den Ergebnissen der Pisa-Studie Bedarf sah, Kindern mit Migrationshintergrund Hilfen zu bieten. Sie finanziert das Projekt mit 9000 Euro, 30 Euro müssen die Eltern der Kinder zahlen, wobei das Essen inklusive ist. Als Partner hat sich die Stadt den Sozialen Arbeitskreis (SAK) ins Boot geholt, der nicht nur die Räume bietet, sondern auch drei Betreuer, Essen und Freizeitpädagogik. Dritter Partner ist das Seminar für Lehrerbildung, das drei weitere Betreuer, nämlich einen Lehrer und zwei Lehreranwärterinnen, stellt sowie die inhaltliche Konzeption erarbeitet hat. Frank Intlekofer hat das Camp in den letzten beiden Jahren selbst ausgeführt und das Konzept anschließend gemeinsam mit dem Team und dem Lehrerseminar erweitert und verfeinert. Dieses Jahr nimmt er die Rolle des Koordinators und Ansprechpartners für die Betreuer ein. Deutsch als Zweitsprache gewinnt in der Schule Bedeutung "Die Kinder sind sehr begeistert von dem Camp und erzählen auch in der Schule ganz erfreut darüber", berichtet Intlekofer. Das sieht man auch daran, dass acht der diesjährigen Teilnehmer schon im letzten Jahr dabei waren. Wie die Erfolge aussehen, lässt sich indes nur schwer konkretisieren. "Es ist kaum messbar, wie sich die Entwicklung der Sprachkompetenz auswirkt", stellt Intlekofer fest. Dennoch ist er überzeugt, dass die Kinder nicht nur ihr Sprachvermögen verbessern, sondern auch mit gestärktem Selbstvertrauen und positiven Erfahrungen an ihre Schulen zurückkehren. Auch die Lehrer und Lehreranwärter des Seminars können hier Erfahrungen mit Kindern sammeln, die Deutsch als Zweitsprache sprechen, und diese Erfahrungen im eigenen Unterricht umsetzen. Das Lehrerseminar möchte auf Grundlage der Erfahrungen mit dem Sommerlerncamp 2009 Lehrerinnen und Lehrer im Bereich Deutsch als Zweitsprache fortbilden, da dieses Thema in den Schulen eine immer größere Rolle einnimmt. In viele Grundschulklassen gehen zahlreiche Kinder mit Migrationshintergrund, die zu Hause kein Deutsch sprechen. |
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So sind die Ferien ein Hauptgewinn |
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Der Bedarf sei so schnell gewachsen, dass man kaum nachgekommen sei, bemerkte Heute-Bluhm. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, vor allem beim SAK ist das Programm stets innerhalb von Stunden ausgebucht. Die Stadt will deshalb in Abstimmung mit den Trägern mittelfristig eine Erhöhung der Plätze. Der Besuch der Verwaltung bei den Einrichtungen diente auch der Sondierung, wo sinnvoll angesetzt werden könnte. Joachim Sproß, Geschäftsführer der Kaltenbach-Stiftung, skizzierte das Angebot seiner Einrichtung. Die Kinder können aus einem von 60 Kursen wählen oder das sehr flexible offene Angebot besuchen. Die Hortkinder sind auch in den Ferien auf dem Gelände, insgesamt summen täglich rund 120 Kinder aus allen sozialen Schichten übers Gelände. Daran, dass viele Jungen und Mädchen schon sehr früh am Morgen gebracht werden, erkenne man, dass oft die Berufstätigkeit beider Eltern oder eines alleinerziehenden Elternteils dahinter steht, so Sproß. Zum ersten Mal kooperiert die Einrichtung mit Betrieben. Die Kapazitäten sind mit dieser Dimension erschöpft. Sproß: "Mehr schaffen wir nicht". Das gilt auch für den SAK. Hier gibt es die ganztägigen, thematischen Wochenangebote im Alten Wasserwerk, maximal 35 Kinder können das pro Woche nutzen. Parallel läuft das Sprachcamp für Kinder, die eine spezielle Förderung brauchen. Stadtteilbezogen sind die Arbeit auf dem Salzert und an der Neumattschule sowie der Spielbus, der in Tumringen, in Haagen und auf dem Spielplatz Neumatt Station macht. Beide Angebote sind niederschwellig und eher sozialpädagogisch ausgerichtet. Nimmt man alle SAK-Angebote zusammen, sind auch hier an die 150 Kinder täglich eingebunden. Was Lörrach an Ferienbetreuung zu bieten hat, bewegt sich auf hohem qualitativem Niveau, war man sich einig. Die Stadt unterstützt das, 50 000 Euro gibt sie jährlich allein für die Leistungen in den Sommerferien dazu. Unbefriedigend sei, dass auch gut verdienende Eltern in den Genuss der sehr niedrigen Gebühren kämen, sagte Heute-Bluhm, doch das sei nur mit viel Aufwand zu ändern. Klar ist, dass kein Kind aus Geldnot außen vor bleiben soll.Wie man in Zeiten knapper Kassen am sinnvollsten ausbauen könnte, blieb vorerst offen. Der SAK arbeite an Ideen, die es erlauben würden, mehr Kinder zu berücksichtigen, ohne qualitative Abstriche zu machen, sagte dessen Geschäftsführer Jürgen Wiesenhütter. Konsens ist nämlich: Auch in den Ferien sollen die Kinder nicht einfach verwahrt werden, sondern in jeder Hinsicht profitieren. |
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Nachmittags den Körper kreiseln lassen |
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Das ganze zweite Halbjahr des abgelaufenen Schuljahrs über haben die rund 160 Schüler der 5. und 6. Klasse der Neumattschule an der Käppelestraße in Kleingruppen von im Schnitt 15 Jugendlichen Dinge gelernt, zu denen man daheim nicht die Mittel oder Zeit hat. Nach dem mittlerweile zweiten Jahr als Ganztagsschule zieht Rolf Fenselau eine positive Bilanz. Er war bis zum Schuljahresende Leiter der Neumattschule. Die Kinder bräuchten die Betreuung über den Unterricht hinaus. Aber nehmen die jungen Menschen diesen Eingriff in ihre Freizeit auch wirklich an? Fenselau ist überzeugt davon: "Wenn die Schüler unzufrieden wären, würde ich das hören. Ich habe ja auch in der Mensa gegessen und dort die Ohren aufgesperrt." Die ersten zwei Jahrgänge im Ganztagsangebot hätten aber gezeigt, dass die von der Stadt ursprünglich angesetzten anderthalb Stellen für die Betreuung durch sozialpädagogisch geschultes Personal des SAK zu wenig sind. "Im kommenden Schuljahr sind wir schon bei 2,25 Stellen", so Fenselau. Der stellvertretende Schulleiter Gerhard Vetter räumt ein, dass die Ressourcen nicht immer für eine vollständige Betreuung in den Angeboten des SAK reichten. "Manchmal müssen dann einzelne Schüler zum Förderunterricht an der Schule bleiben", so Vetter. Zum Schuljahr 2009/2010 sind es drei Klassen, die in die Nachmittagsbetreuung durch den SAK einbezogen werden. "Dann müssen 220 Schüler betreut werden", so Fenselau. Im Endausbau des Angebots sollen es drei ganze Stellen sein womöglich schon im Schuljahr 2010/2011. Für das Jahr 2013 ist die klassenweite Ganztagsschule an der Neumattschule angepeilt. Dann sollen auch die Schüler der 10. Klasse nachmittags Angebote wahrnehmen. Die Stadt wird das Ganztagsangebot an der Neumattschule im kommenden Schuljahr rund 130 000 Euro kosten. Damit können die Schüler in 62,5 Nachmittagsstunden betreut werden. Für das Schuljahr 2010/2011 sind Mittel von rund 170 000 Euro für den Ganztagsbetrieb veranschlagt. |
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Alles drehte sich um den Tisch |
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Am Geschäftstisch tanzen die Börsianer Der Tisch des geschäftlichen Meetings wird zur Farce, ein Abriss der jüngsten Wirtschaftskrise, von Monopoly spielenden Zockern, die freudig vereint alle aufs Gleiche setzen, bis zu geschassten Topleuten, denen der Stuhl vor die Tür gestellt wird. Wendelin Wiedeking lässt grüßen obwohl der, als die Theaterproduktion vor vier Wochen begann, noch im Amte war. Anne Ehmke hat hier noch ihren Auftritt und interpretiert Konstantin Weckers: "Wenn die Börsianer tanzen". Sie tanzen nach wie vor der Krise. Zum Schauplatz eines Mikroepos wird der Tisch ebenso. Anne Ehmke ist dieses Mal diejenige, die den Tisch der Reichen vor der Invasion der Armen bewahrt. Sie selektiert, lehnt ab, erlaubt, meint sich behaupten zu können, allein im Glanz des Scheinwerferlichts. Doch die anderen, die die nur unterm Tisch Platz finden, kommen. Erwehren kann sich ihrer niemand, sie erobern den Platz im Licht, werden verdrängt, andere kommen, auch diese gehen. Aber auch Komik hat Platz in der einstündigen Produktion von Tempus fugit. Heiterkeit, hervorgerufen von der Spielfreude der vielen verschiedenen Theatergruppen. Rundum gelungen ist das Stück, ein fulminanter Abschluss, ein rhythmenreicher mitreißender Theaterabend. Offenen Szenenapplaus ernteten die jungen Schauspieler, selbst bei einem Stück wie diesem, das gar keine Zeit für den Beifall ließ. |
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Bei Rock am Pool in Badehose zum Konzert |
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Vor allem jugendliche Badegäste versammelten sich dann gegen 16 Uhr auf ihren Handtüchern vor der Bühne neben dem Volleyballfeld. Den Auftakt machte die vierköpfige Band "Split” aus Eislingen, die schon Erfahrung auf der großen Festival-Bühne in der Eifel bei Rock am Ring gesammelt hat. Im Anschluss spielten dann "Johnny Football Hero", die auch bekannte Chart-Hits in rockigerer Version zum Besten gaben unter anderem "Pokerface” von Lady Gaga. Die Bands wurden von "yournextboyfriend” aus Weil am Rhein eingeladen. Sie kennen sich unter anderem über ihre Internet-Seiten auf MySpace. Den Abschluss der Auftakt-Konzerte lieferten die Organisatoren, die gerade an ihrem ersten Album arbeiten, selbst. Gut funktioniert hat auch die Organisation im Bad. Gäste, die sich das Konzert anhören wollten, fanden genug Platz vor der Bühne. Die Badegäste, die sich für die Musik eher weniger interessierten, bekamen im weitläufigen Schwimmbad nichts mit. Jedoch haben deshalb auch einige Schwimmbadbesucher gar nicht bemerkt, dass überhaupt ein Konzert stattfindet. Bei der Fortsetzung von Rock am Pool am nächsten Samstag, 8. August, werden wieder drei Bands spielen "Wacky Flash", die Hip-Hop Band "The Bulbs+Smurf” und "Ferum Incantare”. Beginn ist wieder um 16 Uhr, um 21 Uhr ist Schluss, nicht zuletzt mit Rücksicht auf die Nachbarn. |
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Breakdance mit Lörracher Weltmeistern |
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Deutsch lernen im Sommercamp |
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Zum Betreuungsteam gehören auch Mitarbeiter des Sozialen Arbeitskreises (SAK). Dessen Geschäftsführer Jürgen Wiesenhütter betont, dass der Sommercamp-Ort auch für den Erfolg wichtig sei. Im Alten Wasserwerk neben dem Parkschwimmbad erinnere nichts an Schule, der Ort werde von den Kindern als Freizeitort wahrgenommen. Campteilnehmer haben es in der Schule leichter... Das Sommercamp wurde in den Schule vorgestellt. Diese melden auch Kinder, bei denen sie Förderbedarf sehen. Da in den Schulen auch erlebt werde, dass frühere Campteilnehmer in der Schule erfolgreicher und integrierter seien, brauche man nicht mehr eigens zu werben, weiß Stefan Dieterle (FB Jugend/Schule/Sport). Die Warteliste von 30 bis 40 Kindern spricht für den Bedarf die Akzeptanz dieses Sprach-Sommercamps. Hier erweitern die Kinder spielerisch ihre Kompetenz in der Anwendung der deutshen Sprache, verbunden mit einem Freizeitprogramm und intensiver pädagogischer Begleitung. Die Kooperationspartner Stadt, Seminar und SAK haben das Sommercamp verbessert. Dazu trägt auch Frank Intlekofer bei, der im ersten Camp dabei war, unterdessen eine internationale Vorbereitungsklasse unterrichtet und nun im Seminar als Ausbilder für Deutsch als Zweitsprache seine Erfahrungen an die jungen Kolleginnen und Kollegen weitergibt, wie Inge Wehrle erläuterte. Gerade dies Nachhaltigkeit sei besonders wichtig. Im Sinne wünscht sich die stellvertretende Seminarleiterin auch Fortbildungsangebote des Staatlichen Schulamtes für die Lehrer in den Schulen. Finanziert wird das Sommercamp vom städtischen Fachbereich Jugend/Schule(Sport mit 9000 Euro. Für jedes Kind ist ein Beitrag von 30 Euro für das zweiwöchige Sommercamp, Essen inklusive, zu bezahlen. Das Sommercamp findet vom 24. August bis 4. September statt. |
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Der Riesenschritt zur Vorzeigeschule |
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Dem scheidenden Kollegen dankte der Geschäftsführende Schulleiter Dieter Leiber und ihre guten Wünsche überbrachten die Schulleiterinnen und Schulleiter in einem Defilee mit Rosen und Riesling, die Blumen für Dora Fenselau, den Wein für ihren Mann. Zur Laudatio auf den scheidenden Chef ließ Helmut Bertelmann Marcel Reich-Ranicki den gelungenen, auf den Anlass angepassten Faust-Monolog im typischen MRR-Sprachduktur auftreten. Das Kollegium sang mit dem Schulleiter ein Abschiedslied. Rolf Fenselau dankte herzlich. Die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand hatte ihm Schulamtsleiter Helmut Rüdlin überreicht, der auch dessen Schullaufbahn skizziert hatte. Jetzt leitet Konrektor Gerhard Vetter die Schule. Der Chefposten ist ausgeschrieben, erste Bewerbungen gebe es bereits. Mit mindestens einem halben Jahr Vakanz müsse man rechnen, hieß es gestern. |
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Neues Haus dank viel Engagements |
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Dass der Heilige Geist dieses Haus genauso erfülle und dass das Feuer die Herzen der Menschen der Tischgemeinschaft genauso ergreife wie beim biblischen Pfingstereignis als "plötzlich ein Brausen vom Himmel das ganze Haus erfüllte", wünschte Jörg Thalmann, der für die Kirchengemeinde Lörrach mit ihren sechs Gemeinden gratulierte ("Wir freuen uns, dass wir das gemacht haben."). Als später an den Tischen Suppe gelöffelt wurde, fegten plötzlich wie als Echo zur Apostelgeschichte heftige Windböen über den Kirchplatz. Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm blickte in die Vergangenheit zurück. Die Matthäusgemeinde habe ein Haus gebaut, das immer schon da war, im Mittelpunkt der Stadt stand und höchst unterschiedliche Funktionen hatte von der Zehnttrotte über Suppenküche und Feuerwache bis hin zum Zentrum für Kinder und Jugendliche des Sozialen Arbeitskreises. Sie schenkte der Gemeinde einen Baum, der im Herbst gepflanzt werden soll. Bei den 13 musikalischen und literarischen Leckerbissen, die ab Mittag stündlich aufgetischt wurden, ließ sich gut das Haus erkunden von Akteuren des Theaters Tempus fugit, die eine Performance um das tägliche Brot zeigten, über Chöre wie Soulfood oder Lesungen von Essens- und Tischgeschichten bis zum Digestif mit Konstantin Uhrmeister. |
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Matthäusgemeinde zieht in die alte Feuerwache |
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Dann folgen zu jeder vollen Stunde musikalische, literarische und geschichtliche "Appetithappen". Das musikalische Dessert um 13 Uhr serviert der Chor Soulfood unter der Leitung von Ute Schilling. In die Geschichte der Alten Feuerwache führt der langjährige "Hausbewohner" und frühere Geschäftsführer des Sozialen Arbeitskreise (SAK), Herbert Sitterle, ein. Gleichzeitig wird Rolf Keßling "Tischlein deck dich" und andere Märchen nicht nur für Kinder lesen. Ab 15 Uhr singt der Kinder- und Jugendchor Lörrach. Zugleich erzählen Menschen von ihren Erinnerungen an die Alte Feuerwache. Gelegenheit zum Mitsingen bieten "Drei Mann und ein Klavier" ab 16 Uhr. Ebenfalls zum "Z’vieri" liest Gottfried Schubert eine Geschichte von Franz Hohler: "Das verspeiste Buch". Unter dem Titel "Wohlfeiles Gastmahl" liest der Basler Kunsthistoriker und Schriftsteller Beat Trachsler Tischgeschichten von Johann Peter Hebel. Kulinarische Geschichten tischen auch die Mitglieder der Lesegesellschaft Lörrach auf (18 Uhr). Als Abendprogramm folgen drei musikalische Leckerbissen: das Klarinettenquintett der Stadtmusik (19 Uhr), Walti Huber mit Gesang und Gitarre (20 Uhr) und die Sunshine Doreen Starlets, das Eigengewächs des Nellie Nashorn (21 Uhr). Zudem ist von 19.30 Uhr an die Cocktailbar von Peter Bader geöffnet. Ganztägig stehen Tische auf dem Kirchplatz, an denen Platz genommen und gekauft werden darf. So zum Beispiel am Kuchentisch, am "Welttisch" des Milchüsli aus Stetten oder am Büchertisch mit Büchern aus der Bücherei des früheren Gemeindehauses an der Baumgartner Straße 14. Zudem gibt es Spielgelegenheiten und Mitmachaktionen für Kinder. Als Digestif gibt es eine kleine Nachtmusik um 22 Uhr mit Konstantin Uhrmeister. Mit dem Gebäude verbinden viele Menschen mehrerer Generationen aus Lörrach ganz verschiedene Erinnerungen. Wem besondere Anekdoten im Gedächtnis geblieben sind, ist eingeladen, dies der Matthäusgemeinde mitzuteilen, damit sie gesammelt werden können. Außerdem freut sich die Stadtkirchengemeinde über Kuchenspenden. Anmeldung und Information im Pfarramt der Matthäusgemeinde, Basler Str. 147, Tel. 07621/2838, http://www.matthaeusgemeinde-loerrach.de Ein Programm erscheint noch und wird am Tag der Eröffnung ausliegen. |
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Projektabschluss Frauen-Wege RHEINFELDEN -Nach 3- jähriger Förderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge feiert das Projekt „Familienorientiertes Coaching für Migrantinnen“ genannt „Frauen- Wege“ am 27.06.09 seinen Projektabschluss. Interessierte sind ab 14:00 Uhr herzlich zur Teilnahme in die Hans- Thoma- Halle in Warmbach eingeladen. Die Projektleiterin Susanne Pretzsch freut sich zusammen mit Lili Tschapliev vor allem über im Projektverlauf initiierte Angebote, die nun über Fachstellen und neue Strukturen fortgesetzt werden können. Neben der Präsentation der Projektinhalte, wird beim Abschlussfest daher vor allem auf solche weiterführenden Elemente aufmerksam gemacht. Allen voran wird sich der bisherige Klub „Rosinka“, der im Rahmen des Projektes Angebote zur Pflege der Muttersprache und zur Entwicklung kultureller Identität aufbauen konnte, als selbständiger Bildungs-, Kultur- und Integrationsverein vorstellen. Das Rahmenprogramm mit Musik, Tanz, und Theater bietet einen ersten Einblick in die wertvolle Arbeit der Vereinmitglieder. Für Verpflegung sowie Spiel und Spaß für Kinder ist natürlich auch gesorgt. |
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Bücherwurm auf Türkisch RHEINFELDEN (bz). Der Mobile Bücherwurm machte im Stadtteiltreff "Pfiffikus" auf dem Spielplatz Schwedenstraße erneut Station. Kinder und Jugendliche wurden unter der Leitung von Hülya Bogazliyanlioglu und Christine Tortomasi eingeladen, an dem bunten Programm teilzunehmen. Ziel ist es, die Kinder zum Lesen zu motivieren "Leider lesen die Kinder immer weniger. Wir versuchen durchs Vorlesen und einem eingeführten Stempelpass, mit dem die Kinder Bücher ausleihen können, das Lesen wieder attraktiv zu machen.", erzählt Bogazliyanlioglu im Gespräch mit BZ- Praktikantin Julienne Wetzel. In einem Projekt mit einer 6. Klasse der Schillerschule tritt der Mobile Bücherwurm mittwochs alle 14 Tage auf und ist etwa einmal im Monat im Pfiffikus präsent. Diese Vorlesereihe wird über das Modellvorhaben Oberrheinfelden finanziert. "Im Anschluss an das Vorlesen gibt es für die Kinder immer wieder andere Unterhaltungsmöglichkeiten, die zu den vorgetragenen Geschichten passen", sagt Christine Tortomasi. Dieses Mal wurde eine Märchenralley angeboten. Ansonsten wird auch gebastelt oder gemalt und die Kinder machen immer gerne mit, auch wenn sie bei schönem Wetter gerne auch draußen spielen. Im Anschluss an die Ralley trug Hülya Bogazliyanlioglu türkische Fabeln vor, um den Kindern einerseits diese in Rheinfelden oft zu hörende Sprache näher zu bringen, aber auch um den türkischen Kindern etwas in ihrer Muttersprache vorzulesen. |
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Kunterbuntes Treffen ![]() Rheinfelden - Viele kleine und große Besucher lockte das Lesefest des Mobilen Bücherwurms auf den Spielplatz Schwedenstraße. Vom Bühnenprogramm wurde vor allem die Umsetzung von fünf Fabeln in kleine Theatersequenzen, die eine Klasse der Schillerschule vorbereitet hat, begeistert aufgenommen. Auch der Tanz, den zwei Schülerinnen der türkischen Klasse von Semra Ersöz darboten wurde mit viel Applaus belohnt. Geehrt wurden von Susanne Pretzsch, die durchs Programm führte, die Mitarbeiterinnen Christine Tortomasi, Hülya Bogazliyanlioglu, Fatbardha Zittlau und Malgorzata Wachecka für engagierten Einsatz und die fleißigsten Besucher des Projekts mit Blumen und Gutscheinen der Buchhandlung Merkel. Das Fest wurde schließlich mit einer Lesung, zu der die Jugendbuchautorin Nicole Vosseler aus Konstanz die Kinder direkt auf die Bühne einlud, sowie mit einem bunten Spiel- und Bastelangebot an den Bücher- und Thementischen auf dem Spielplatz, abgeschlossen. Fürs leibliche Wohl sorgten Mitarbeiterinnen des Bildungsvereins Hochrhein mit türkischen Leckereien. Die Macher des Mobilen Bücherwurms dankten insbesondere der Stadtbibliothek und dem Büchertausch Nollingen. |
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Gemeinsam in geselliger Runde RHEINFELDEN (bz). Mehr als 20 Frauen kamen zum Internationalen Frauenfrühstück ins Gambrinus, um sich bei allerhand Leckereien zu unterhalten, neue Kontakte zu knüpfen und sich den Vortrag von Heike Jentsch zum Thema Streitschlichtung anzuhören. Derart gesellige Runden werden seit März einmal pro Monat von Mitgliedern des Runden Tisch "Mitgemischt" organisiert und werden am 18. Juli fortgesetzt. Das Internationale Frauenfrühstück wird von Susanne Pretzsch, Leiterin des Projekts Frauen-Wege des SAK gemeinsam mit Hülya Bogazliyanlioglu vom Rhein-Bildungszentrum begleitet. |
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Musik und Malerei im Einklang |
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Die Stichworte für die Bildermotive gab Chorleiter Dieter Waibel mit seinem Lollipop-Chor vor. Da wurden Lieder vom Mond, vom Himmel, von Wasser, Brücken, Regen und Liebe gesungen. Und passend dazu malten die Kunst-Akteure Motive wie Mondsicheln, Sonne, kühne Brückengebilde, blaue bewegte Wellen, das Wort "Love" in Großbuchstaben und sogar, wie es sich für musikalisch inspirierte Bilder gehört, Noten. Wie im Action Painting sprühten die Maler Farbe auf die Leinwand und ließen die Farbspritzer, Schlieren und Farbspuren herablaufen wie Regentropfen. Als sich die jungen Chorsängerinnen neckische Strohhüte aufsetzten und die Zuhörer mit karibischen Rhythmen und jamaikanischen Liedern in heitere Stimmung versetzten, zierten bald prächtige Palmen die poppig bunten Bilder-Landschaften. Der Lollipop-Chor, ein gemeinsames "Kind" des Gesangvereins Eichen und der Friedrich Ebert-Schule, hatte sich für sein erstes eigenes Konzert eine ansprechende Auswahl von 25 Liedern aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen ausgesucht. Die zehn jungen Sängerinnen bezauberten mit schönen, klaren und frischen Stimmen. Charmant und gekonnt sangen sie gefühlvolle Songs wie "Falling in love" und "Bridge over troubled water", aber auch den populären Musicalhit "Memories" aus "Cats". Enorm viel Rhythmusgefühl, Elan und Bewegung kam in einem südafrikanischen Lied mit elementarem rhythmischem Klatschen und Stampfen auf. Instrumental flott begleitet wurde der Lollipop-Chor von Susanne Hagen am Klavier, Chorleiter Dieter Waibel am Cello, Josh Bauer am Bass, Petra Brombacher-Vollmer an der Gitarre und dem Schüler Fabian Völz am Schlagzeug. Ebenso wirkte der Gesangsverein Eichen mit, der den Lollipop-Chor im ersten Programmteil bei einigen Chorstücken unterstützte. Nach der Pause gab es dann noch einen gemeinsamen Chorblock, einen unterhaltsamen lockeren "Chor-Jam" mit bekannten Spirituals wie "Amazing Grace" und "Oh Happy Day", aber auch poppigen Gospels aus dem Film "Sister Act". Da fanden sich die erfahrenen Chorsänger und der Nachwuchs über die Generationen hinweg zu einer gut harmonierenden und mitreißend singenden Chorgemeinschaft zusammen. |
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Tanzcamp LÖRRACH . Kürzlich fand im Alten Wasserwerk zum ersten Mal das Tanzcamp statt. 21 Jugendliche verbrachten fünf Tage und vier Nächte zusammen mit einem Team von Betreuern und Tanzlehrer und lernten verschiedene Formen des Tanzes kennen. Im Vordergrund standen dabei Hiphop, Breakdance und Salsa. Das Highlight der Woche stellten das Tanzbattle am Freitagabend und die Abschlussvorführung vor den Eltern dar. Möglich wurde das Tanzcamp durch viel Engagement und viele Unterstützer. So trugen die Breaker um Mentor Shalijani zum inhaltlichen gelingen des Camps bei. Information zu den Tanz- und Freizeitangeboten des SAK gibt es unter http://www.alteswasserwerk.de |
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So ein Theater das kam an |
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Die Höllsteiner machen in diesem Jahr nicht mit beim Theaterfestival, sie sind nur Publikum und gehören so zu den 1100 Zuschauern, die sich für diese drei Tage angemeldet haben. Der Soziale Arbeitskreis (SAK) veranstaltet das Kinder- und Jugendtheatertreffen gemeinsam mit dem Jungen Theater Nellie Nashorn und der Stadt Lörrach. Dreizehn Gruppen nehmen in diesem Jahr teil. Das macht 230 Akteure und dazu noch Musiker. "Das Kinder- und Jugendtheatertreffen wird immer beliebter", stellt Birgit Vaith, fest. Die Leiterin des Jungen Theaters Nellie Nashorn ist mit einer Nellie- und mit je einer weiteren Produktion der Schule in Tumringen und des Hans-Thoma-Gymnasiums gleich dreimal beim Festival dabei. Da ist das Basler Kindertheater, das unbedingt im Grütt auftreten wollte, man fand mit viel gutem Willen und Umorganisieren einen Platz für das Märchenmusical am Familientag, am Sonntag. Überhaupt habe sich der Familientag als Renner erwiesen. Von morgens um elf Uhr bis zum späten Nachmittag war die Wiese hinter dem Jazztone voller Kinder mit ihren Eltern. Zum zweiten Mal eröffnete der Familiensonntag das Theatertreffen. Birgit Vaith sieht einen Bedarf an Kinderkulturangeboten, gerade auch für die Kleinsten und zu Zeiten, wenn die ganze Familie es schafft, zu kommen. Zum Kindertheatertreffen gehören nicht nur die vielen Vorstellungen, die von den Kindern Aufmerksamkeit und auch Konzentration erfordern. Da gehört auch ein riesiger Spieleparcours dazu, der einlädt sich selbst zu erfahren. Sei es gemeinsam am Schwungtuch oder auf der Rollenrutsche. Künftige Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik und deren Lehrerin Gabi Marx haben ein Auge auf die tobenden Kinder. Und dazwischen einfach nur den anderen beim Spielen zuzusehen das kommt bei den Kindern an. Auch am Schminktisch ist der Andrang groß. Kinder lieben es einfach sich verwandeln zu lassen, da halten sie schon einmal 20 Minuten ruhig aus. Die zweite Vorstellung am Montagmorgen, ist eine Eigenproduktion des Schulzentrums Efringen-Kirchen unter der Regie von Tanja Holtze. Die bunte Persiflage um den kleinen Unterschied, um Rollenklischees haben sich die Kinder selbst ausgedacht. Das Stück ist sehr detailverliebt umgesetzt. Natürlich riefen die Zuschauer nach der Zugabe, riefen die jungen Schauspieler zurück auf die Bühne und ließen sie nur ungern wieder gehen. Später beim Gesprächsforum treffen sich alle. Sie wollen noch einmal erzählen, wie es ihnen ergangen ist. Vor allem davon, wieviel Spaß sie hatten, vor so viel Publikum Theater zu spielen. |
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Anpfiff für Sommer-Nachtsport im Grütt |
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Auch deshalb müssen sich die Teilnehmer in eine Liste eintragen. Dort erhalten sie ein blaues Armband, damit die Betreuer wissen, wer dazugehört und wer nicht. Neben den professionellen Betreuern vom SAK leiten sechs bis sieben Coaches und vier Junior-Coaches aus den Reihen der Jugendlichen die Aktionen. Beim ersten Mal im Grütt waren es noch nicht so viele Teilnehmer wie man in den Hallen gewohnt ist. Offenbar muss sich der Sommer-Nachtsport erst noch herumsprechen. Doch diejenigen, die dabei waren, hatten viel Spaß beim Spiel auf die Basketball-Körbe oder beim Skateboarden. Dass das Projekt auch im Sommer angeboten wird, war ein Wunsch von vielen Jugendlichen, die schon in den Hallen mitgemacht haben. |
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Begegnung soll trinational werden |
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Entstanden ist der Begegnungstag, der seit sechs Jahren regelmäßig einmal pro Jahr veranstaltet wird, aus dem Forum Beuggen. Er soll den Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Betreuern fördern. Anfangs fanden die Begegnungstage im Wechsel in den Betreuungseinrichtungen statt, doch schließlich kam der Wunsch auf, die Veranstaltung aus der gewohnten Umgebung herauszulösen, um den Teilnehmern etwas Neues zu bieten. So fand sie nun schon zum zweiten Mal im Alten Wasserwerk in Lörrach statt, das beste Voraussetzungen dafür bietet. Die Teilnehmer kamen nicht ausschließlich aus dem Landkreis Lörrach, sondern zum Teil auch aus Nachbarlandkreisen. Geplant ist, die Begegnung künftig auch über die Landesgrenzen hinaus auszudehnen und zu einem trinationalen Ereignis zu machen. |
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Hoffnung nicht aufgeben |
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1503 Beratungsgespräche führten die Mitarbeiter der AGJ-Wohnungslosenhilfe in Lörrach und Weil am Rhein 2008. Das sind ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. 431 Mal übernachteten Wohnungslose in den Notübernachtungen, fast zwei Drittel mehr als im Jahr zuvor. Im Aufnahmehaus gab es regulär 12 138 Übernachtungen fast 2000 mehr als 2007. Die ersten Erfahrungen mit der Betroffeneninitiative empfand Stefan Heinz als sehr positiv. Es gibt schon seit einigen Jahren landes- und bundesweite Initiativen von Wohnungslosen, in denen das Erich-Reisch-Haus bereits Mitglied war. "Mich hat beeindruckt, wie sich Wohnungslose dort politisch engagiert haben", sagt Heinz. Das sei eine gute Möglichkeit, um an gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben. Mindestens sechs Personen treffen sich jetzt ein- bis zweimal im Monat zur Besprechung, oft geht es dabei um das Erich-Reisch-Haus selbst. Der Sprecher der Initiative, Zvonimir Francki, ist mittlerweile auch Vorstandsmitglied der bundesweiten Organisation "Bundesbetroffeneninitiative" (BBI). "So können sich die Betroffenen überregional vernetzen", sagt Heinz. Höhepunkt der neuen Arbeit war der Besuch der Armutskonferenz im Alten Wasserwerk in Lörrach, wo rund 60 Personen zum Beispiel über gesellschaftliche Ausgrenzung und Gesundheitspolitik diskutiert haben. Neu war im vergangenen Jahr im Erich-Reisch-Haus auch die medizinische Ambulanz. "Wir glauben, dass etwa 60 Prozent aller Betroffenen gesundheitliche Behandlung brauchen. Vielleicht sind es auch noch mehr", sagt Stefan Heinz. In der Ambulanz kümmert sich jetzt eine gelernte Altenpflegerin, um zehn bis zwölf Wohnungslose pro Sprechstunde. Sie begleitet die Kranken zum Arzt oder hilft ihnen, die Praxisgebühren zu zahlen. Beide Neuheiten werden derzeit über Spenden finanziert, das Erich-Reisch-Haus wird ansonsten hauptsächlich aus Leistungen der Sozialhilfe und über Zuschüsse finanziert. Hauptkostenträger ist der Landkreis Lörrach. "Es wird die Frage sein, wie Steuermittel in Zukunft verwendet werden, wenn es der Wirtschaft weiterhin schlecht geht. Einschnitte in diesem Bereich gefährden soziale Grundrechte", sagt Heinz. Aber die Gründung der medizinischen Ambulanz und der Betroffeneninitiative seien Schritte in die richtige Richtung: "Für uns ist es entscheidend, dass wir soziale Teilhabe ermöglichen und dass Menschen in Not die Hoffnung nicht verlieren." |
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Flohmarkt für das Frauenhaus |
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Damit die Menschen im Quartier zusammenrücken |
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Die Initiatorengruppe ist aus dem Netzwerk der Stadtteilkonferenz Salzert entstanden. Um die Strecke renntauglich zu machen wird die Straße Röttelnblick für den Verkehr gesperrt. Man rechnet mit 50 jungen Rennfahrern, die auf der rund 200 Meter langen Strecke alle Sieger werden wollen. Gestartet wird in vier Rennklassen, Bobbycar-Rennen (Kindergartenkinder 4 bis 6 Jahre), Seifenkistenrennen (6 bis 12 Jahre), Seifenkistenrennen (12 16 Jahre) und Seifenkistenrennen (ab 16 Jahre). Von einem Inspektionsteam werden die Seifenkisten am Freitag, 12. Juni, von 15 bis 20 Uhr im SAK Stadtteiltreff im Röttelnblick auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft. Wer teilnehmen will, muss sich bis Freitag, 5. Juni, im Kindergarten Salzert, im Sekretariat der Grundschule oder im Stadtteiltreff anmelden. Das Fest soll die Identifizierung mit dem Stadtteil und das nachbarschaftliche Miteinander fördern. Schirmherrin ist Bürgermeisterin Dammann, die am 14. Juni um 11 Uhr das Fest eröffnen wird. Um 11.30 Uhr fällt der Startschuss zum Rennen. Ab 13 Uhr gibt es Essen und Trinken auf dem Schulhof und vor dem Stadtteiltreff ein Kinderprogramm. Um 15 Uhr findet die Siegerehrung statt. Mit eingebunden sind viele Gruppen vom Salzert wie die Salzertbuben, die Tauschbörse, der Nachtsport, der ökumenische Ausschuss, der Sprachkurs der Wohnbau sowie die Eltern von Kindergarten und Grundschule. Die Bäckerei Bender und die Erlebniskletterwand unterstützen das Projekt. Das Speisenangebot soll die Internationalität des Stadtteils wiedergeben. Als Sponsoren sind die Sparkasse, Quabeck Holzhandel, Hornbach und die Wohnbau mit im Boot. |
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Zehn Jahre west-östliche Freundschaft |
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In diesem Jahr feiert die Städtefreundschaft Lörrach-Wischgorod ihr zehnjähriges Bestehen und Ursula Vollmer freute sich in Vertretung der Oberbürgermeisterin, dass sie so viele Gäste im Rathaus-Foyer begrüßen durfte. Damals habe die Stadträtin von Sens ihre Bürger aufgerufen, die Bevölkerung in Wischgorod zu unterstützen. Daraufhin habe sich auch in Lörrach spontan eine Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden, zahlreiche Initiativen wie die Suppenküche des DRK sowie Spendenaktionen zugunsten Leukämiekranker folgten. Inzwischen konnten aufgrund des Engagements ein Kindergarten renoviert sowie Schulen, Kinder und Jugendliche unterstützt werden. Mit Freude habe Lörrach Wischgorod vor einem Jahrzehnt in die Gemeinschaft der partnerschaftlichen Städte aufgenommen. Besonders freute sich Ursula Vollmer darüber, dass die Freundschaft trotz weiter Wege und Visapflicht so gut funktioniert, was mit Empfang und festlichem Abend gebührend gefeiert wurde. Bei einem Pressegespräch äußerten sich Manfred Raupp und Anne-Christine Heyn vom Verein Lörrach International, aber auch Wischgorods Hauptamtsleiter Yuriy Tkalych und andere Vertreter der ukrainischen Stadt dazu, wie die Beziehung weiterentwickelt werden könnte. Deutlich sei, fasste Thomas Wipf vom Fachbereich Jugend/Schulen/Sport zusammen, dass humanitäre Hilfe und auch Unterstützung anderer Art weiter nötig sei und gewünscht werde gerade in Zeiten der Krise. Besonders die Jugendlichen hat man im Auge. Wir wollen, sagte Raupp, "Zukunft gestalten, indem wir Jugendliche zusammenbringen". Der Soziale Arbeitskreis, der Verein "Familien helfen Familien" und das Rote Kreuz werden auch künftig wichtige Partner sein. |
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Immer schon ein Ort diakonischer Arbeit |
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Dass das überhaupt möglich ist, war Herbert Sitterle eine ganz besondere Hymne wert. Er sang sie auf Katharina Steib, die Architektin des Burghof. Denn deren unter 82 Arbeiten preisgekrönter und realisierter Entwurf war der einzige, der die Alte Feuerwache erhalten hat. Die Basler Architektin sei auch die einzige gewesen, die bei den SAK-Diakonen Sitterle und Jürgen Wiesenhütter vorgesprochen hatte, um sich über dieses Haus, seine Bedeutung und Nutzung informieren zu lassen. Ihr Entwurf war "die Rettung" (Sitterle) für die Alte Feuerwache und den SAK mit seiner Jugendarbeit und die Voraussetzung dafür, dass der schon vor 50 Jahren vom damaligen Dekan Wettmann geäußerte Satz nun Wirklichkeit werden kann: "Es gibt keinen besseren Platz für ein Gemeindehaus als hier am Burghof." Ältestenkreisvorsitzender Patrick Leonhard hat am Sonntagabend daran erinnert. Und schon mal seiner Vorfreude auf die Einweihung am 19. Juli Ausdruck gegeben, mit dem Zusatz: "Ich habe nicht den Anspruch, dass das Haus dann fertig ist". Denn er habe unterdessen gelernt, dass die Arbeit mit und an dem Bau "auch Gemeindeleben ist". Leben war in diesem Haus immer. Aber, nicht erst seit dem der Soziale Arbetiskreis (SAK) sich von 1972 an um (benachteiligte) Jugendliche kümmerte und der CVJM hier eine Teestube unterhielt, fand hier diakonische Arbeit statt, auch wenn sie so nicht ausdrücklich genannt wurde. Armenhaus war die Alte Feuerwache, während die Floriansjünger hier untergebracht waren. Und 1928 wurde hier nach dem Umbau des Dachgeschosses die erste Jugendherberge Lörrach eingeweiht - nur für Jungen. Zum Burghof-Areal, zu dem auch die Stadtkirche, die Lateinschule (heute Museum am Burghof), das alte Museum (steht nicht mehr), das Feuerwehrgerätehaus (steht auch nicht mehr) und die Burgvogtei (heute Arbeitsgericht) sowie die Polizeigebäude (einst Speicherbauten) zählen, gehört auch der Platz hinter der Kirche. Gauckler traten hier auf, Kriegsgefangene wurden hier vorgeführt, Lörrachs erste Halfpipe für Skater stand hier. Dass dieser Platz aus seiner asphaltierten Langeweile herausgeholt werden möge, daran appellierte Herbert Sitterle gleich zu Beginn seines kurzweiligen Vortrags. Ideen dafür gibt es ja. |
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Alles nur Theater |
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Im Laufe des Festivals gibt es dann Auftritte der August-Macke-Schule Kandern ("Zauberflöte"), des Schulzentrums Efringen-Kirchen ("Hilfe, die Weiber kommen") und der Karl-Tschamber-Schule Weil am Rhein ("Wir pfeifen auf den Gurkenkönig"). Das Lörracher Hans-Thoma-Gymnasium spielt "Die zertanzten Schuhe", das Georg-Büchner-Gymnasium Rheinfelden "Der Krug" und die Schule Kleines Wiesental "Das Märchen vom dicken, fetten Pfannkuchen". Den "Zirkus Ramba Zamba" zeigt die Tüllinger Höhe und das Junge Theater Nellie Nashorn "Der kleine Wassermann". "Das lebende Geschenk" beschert die Grundschule Tumringen, "Arlequin Medecin" eine Schule aus dem französischen Rosenau, "Der gestohlene Himmel" die Lindenschule Grenzach-Wyhlen und "Schiff ahoi! Ein Mädchen geht an Bord" das Kindertheater Phantadu aus Inzlingen. Als besonderer Hingucker sollen rund 20 mannshohe Puppen dienen. Das Josefshaus Herten bastelt gerade an den Märchengestalten, die in Lörrach aufgestellt werden und für das Kindertheaterfestival werben sollen. Kindertheatertreffen im Lörracher Grüttpark, 21. bis 24. Juni. Anmeldung für Gruppen und Schulklassen: 07621/ 927915 . Anreise: Mit der S-Bahn bis Bahnhof Haagen; per Buslinie 6 bis Schöpflinsiedlung |
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Mit der Seifenkiste talwärts |
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"Die Kinder waren mit großem Eifer dabei, ihre Traumseifenkiste zu bauen", erzählt Christine Cramer. Gewerkelt haben sie in zwei Gruppen im Gemeinschaftshaus der Wohnbau, wo auch eine Werkstatt zur Verfügung steht. Während die einen gebohrt, geschraubt und geschmirgelt haben, waren die anderen mit einem Alternativprogramm mit Spielen und Basteln beschäftigt. "Aber auch die, die gerade nicht gebaut haben, haben Skizzen gezeichnet, Pläne gemacht und Schablonen gebastelt", erzählt die Erzieherin. Das Material für die Seifenkisten haben die Firmen Quabeck und Hornbach zur Verfügung gestellt, trotzdem gab es für die Kinder noch einiges zu tun. Viele wollten ihre Seifenkiste noch verschönern und ihr eine besondere Note geben, einer hat sogar ein Jaguar-Emblem für seinen Flitzer gebastelt. Gestern fanden die ersten Fahrversuche auf einem Parcours im Schulhof statt, bei denen die Kinder die Funktion der Seifenkisten und den Umgang damit testen konnten. Alle haben die Führerscheinprüfung bestanden, so dass dem Rennen nichts mehr im Weg steht. Auch in den Pfingstferien werden beim Stadtteiltreff wieder Seifenkisten gebaut, und zwar vom 25. bis zum 29. Mai. Kinder, die neu hinzu kommen, bauen eigene Seifenkisten, wer dieses Mal schon dabei war, bringt seine Kiste mit, um sie aufzupeppen. In der zweiten Woche der Pfingstferien, vom 2. bis 5. Juni, wird der Stadtteiltreff zu Hollywood es wird ein Film gedreht. Für beide Aktionen nimmt der SAK unter Tel. 3184 noch Anmeldungen an (E-Mail an salzert@sak-loerrach.de). |
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"Auf dem richtigen Weg" |
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Das Angebot, das in kurzer Zeit aufgebaut wurde, trifft auf eine große Nachfrage. Ende 2008 nahmen es rund 500 Kinder wahr, in vielen Schulen gibt es teils lange Wartelisten. Auf dem Salzert, in der Hebel-, Neumatt-, Astrid-Lindgren-, Albert-Schweitzer- und Pestalozzischule liegt die Betreuung in den Händen des SAK. Der Soziale Arbeitskreis übernimmt künftig auch die Betreuung in Tumringen, die derzeit noch in städtischer Hand liegt. Um die Brombacher Grundschulkinder kümmern sich Gemeindekindergarten und Kinderhaus auf dem Bühl, die Kinder der Eichendorffschule betreut der Pestalozzi-Kindergarten. Für die Fridolinschule und künftig auch für die Schlossbergschule Haagen ist die Kaltenbach-Stiftung Partner. Wo Bedarf besteht, soll das Angebot zum nächsten Schuljahr um eine Halbgruppe ausgebaut werden, so dass je 30 Kinder unterkommen können. Elternbeiträge steigen zum nächsten Schuljahr Finanziert wird die Leistung aus Elternbeiträgen und Zuschüssen von Stadt und Land. Der Elternbeitrag ist mit bisher einem Euro pro Stunde moderat und wird, wenn Geschwisterkinder betreut werden oder die Familie Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II bekommt, noch einmal halbiert. Die Mindereinnahmen aus der Ermäßigung und die Verwaltungskosten trägt die Stadt. Der Anteil der Kinder, die den ermäßigten Satz zahlen, ist an der Salzertschule (39 Prozent) und an der Neumattschule (35 Prozent) am höchsten. Der Zuschussbedarf durch die Stadt lag im Schuljahr 2007/08 noch bei 37 000 Euro, für das Schuljahr 2009/10 ist er bereits mit 104 000 Euro kalkuliert. Künftig werden für die einzelnen Betreuungsabschnitte unterschiedliche und generell höhere Beiträge erhoben. Sie werden zwischen 1,10 und 1,25 Euro pro Stunde liegen. Das Konzept sei ein weiterer großer Schritt hin zu einer zeitgemäßen Familienpolitik, lobte Ursula Vollmer für die CDU. Man stehe, sagte Günter Schlecht für die SPD, allerdings erst am Anfang einer Entwicklung. Die Sprecher aller Fraktionen anerkannten die soziale Ausgestaltung und Flexibilität des Angebots. Es würden hier sicher noch höhere Kosten auf die Stadt zukommen, doch das Geld sei gut angelegt. Margarete Kurfes (Grüne) mahnte an, die pädagogische Qualität im Auge zu behalten, ihre Fraktionskollegin Cornelia Eitel machte auf das gravierende Defizit bei der Ferienbetreuung aufmerksam. Dies und die Frage von Erika Brogle (Freie Wähler) nach der Betreuung an den weiterführenden Schulen beantwortete Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm mit der Bitte um Geduld. Man sei in kurzer Zeit schon sehr weit gekommen. Und sie ergänzte: "Ohne die Kaltenbach-Stiftung und den SAK wären wir längst nicht so weit". |
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Die Leute mit dem "reisenden Blut" |
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Schließlich ließ sich die verzweigte Familie auf ein Leben zwischen festen Wänden ein. Zunächst in Baracken im Steinbruch, dann in wechselnden Wohnungen und Häusern unter anderem in der Hang-, Damm- und Lerchenstraße. So erzählt es Josephine Beyer. Endlich nicht mehr unter dem Wohnwagen schlafen auf Reisig und Stroh das hatte auch sein Gutes. Aber einfach war die Umstellung nicht. Josephine Beyer kam als eines von 19 Kindern einer Familien der fahrenden Jenische irgendwo am Bodensee im Wohnwagen zur Welt. Die Mutter starb mit 43 Jahren kurz nach der Geburt des jüngsten Bruders; der Vater, den die Kinder mit "Ihr" statt mit "Du" ansprachen, verdiente sein Geld mit Korbflechten, die Kinder bettelten. Die Großfamilie zog in Wohnwagen, später mit einem Pritschenwagen und Pferden am Bodensee, am Hochrhein und in der Nordschweiz von Ort zu Ort. "Warsch frei. Und heut’ bisch eing’sperrt." Manchmal waren es mehrere Wagen, dann wurde es heikel, erzählt Josephine: "Reisen in Horden" war verboten. "Wenn uns die Polizei erwischt hat...". Der Satz bricht ab. In die Schule ging man, wo man gerade war. "Das war ein Leben aber schön war’s", sagt sie, und ihre Gedanken schweifen weit zurück. "warsch frei. Und heut’ bisch eing’sprerrt". Die Nationalsozialisten verfolgten die Jenische wie andere mobile Minderheiten auch. Zwei Brüder kamen im Konzentrationslager um, Josephine und eine Schwester überstanden die Zeit in einem Mädchenheim in Heitersheim, der Rest der Familie kam irgendwie durch und machte sich nach 1945 wieder auf die Socken. Wenig später begann für die Sippe die Lörracher Zeit. So richtig ortsfest wurde man auch mit der Postadresse nicht: Josephine zog mit ihrem Mann Ernst Beyer, ebenfalls ein Jenischer Korbmacher, mit Fahrrad und Zelt umher. Bei Bauern hätte sie "stör g’schafft", gearbeitet ohne Steuerkarte, Körbe repariert und geflochten gegen Hühner und eine warme Mahlzeit. Mit nur einem Kind setzte Josephine die Großfamilien-Tradition nicht fort, wohl aber ihre Schwester Berta. Die heiratete den Jenischen Berger und bekam 13 Kinder, viele Nachkommen wohnen noch in Lörrach und Umgebung. Ob denn Berta richtig sesshaft geworden sei? Josephine denkt nach. "Wie das ist, wenn Du das reisende Blut in dir hast auf einmal war sie wieder weg." Als Berta 70 wurde, fragte Herbert Sitterle sie, ob man mit so einer verzweigten Familie überhaupt feiern könne. Da müsste sie wohl die Stadthalle mieten, habe Berta sinniert. Herbert Sitterle kennt die Familien Berger/Hartmann/Beyer schon lange. Der Soziale Arbeitskreis, den er maßgeblich mit aufbaute, betreute von Anfang an Kinder aus wenig begüterten Familien, vor allem aus dem "Schuldenhof" an der Hangstraße. Da waren immer Kinder der Jenische dabei. Josephine Beyer und ihr Bruder brachten den Leuten vom SAK das Korbflechten bei, der Weidenpalast und andere Werke im Landkreis gehen auf diesen Kontakt zurück. Sitterle kennt viele Geschichten rund um diese Familien. Da gab es Juli, einen von Josephines Brüdern. Der lebte zeitweise in einem Waldstück bei Eichsel und war, ist Sitterle sicher, der beste Korbmacher weit und breit. Sein Pferd kam, wenn Juli wieherte, die beiden schliefen Seite an Seite; als Juli einmal mit auf eine vierzehntägige SAK-Freizeit kam, erzählt Sitterle, da rückte er mit einer Plastiktüte an. Darin ein Hemd und ein Handtuch, das war ihm genug. Ob sie sich sehnt nach der fahrenden Zeit? Josephine Beyers Blick zurück gerät verklärend, aber mit Sinn für die Realität. "Schön war’s. Aus is’." |
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Die Rampensau ist los |
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Den Auftakt macht Tempus Fugit im Alten Wasserwerk. Sie spielen Molières "Der eingebildete Kranke". Ebenfalls im Alten Wasserwerk tritt der Europaschulclub Lubliniec auf. Die Jungs und Mädchen aus Lörrachs Partnerkreis haben "Hänsel und Gretel" einstudiert - und zwar auf deutsch. "Improvisationen" ist der Titel des Stücks des Theaterprojekts der Oberstufenklassen der Fachschule für Sozialpädagogik der Mathilde-Planck-Schule Lörrach. Sie gehen im Nellie Nashorn unter anderem den Fragen nach: "Was mache ich, wenn in meinem Leben etwas schief geht?" und "Wer ist denn bitte die Super-Nanny". Aus Basel kommen die jungen Schauspieler des Jugendtheater Sprachhaus M ins Alte Wasserwerk. Im Gepäck haben sie Michael Endes "Der Gaukler" . Darin geht es um einen bankrotten Zirkus, der von einem Chemiekonzern ein unmoralisches Angebot unterbreitet bekommt. Gleich zweifach aktiv ist das Junge Theater Nellie Nashorn. In selbigem spiele sie "Der gelbe Vogel" , die Geschichte einer geheimen Freundschaft zwischen einem amerikanischen Jungen und einer jungen französischen Jüdin im New York der 40er Jahre. Im Alten Wasserwerk tritt das Junge Theater Nellie Nashorn gemeinsam mit dem französischen Ensemble Les Hippopotames auf. In "Die Grenze" geht es um ein kleines Dorf, dass nach einem tragischen Vorfall in zwei Hälften gespalten wird. "Männersache - Frauensache" thematisiert - wer hätte es gedacht - die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. 14 behinderte Menschen haben in der Theater AG der Lebenshilfe das Stück eingeübt und führen es im Alten Wasserwerk auf. Neu als Spielstätte des Jugendtheaterfestivals ist die Aula der Neumattschule aus Platzgründen haben die Veranstalter einen dritten Aufführungsort dazugenommen. Hier zeigt die Theater-AG der Freien Evangelischen Schule Lörrach "Erinnern und Vergessen" , das in Vorbereitung der gleichnamigen Ausstellung entstanden ist . In dem Drama geht es um Lörrach in der Hitler-Zeit. |
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65 Jugendliche bei Schachmeisterschaft |
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Haag zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Erneut waren Teilnehmer aus ganz Baden angereist, aus Ettlingen bei Karlsruhe, aus Freiburg, vom Bodensee. Dass es trotzdem insgesamt weniger Spieler geworden sind als im Vorjahr erklärt sich Haag mit Terminüberschneidungen mit anderen jugendrelevanten Veranstaltungen. Die offensive Werbung der Veranstalter hatte also den gewünschten Effekt gehabt. Mit Inseraten in der "Rochade", mit Ausschreibungen auf entsprechenden Internetseiten hatte man das Teilnehmerfeld deutlich über den eigenen Brombacher Nachwuchs hinaus erweitern können. Das Konzept soll in den nächsten Jahren weitergeführt werden: Sowohl mit den Räumen als auch mit dem Modus der Meisterschaft sind alle einverstanden. Als gegen 16 Uhr die Siegerehrung anstand, hielt es dann vor allem die Jüngeren nicht mehr an den karo-gemusterten Tafeln: Voller Ungeduld wartete man nun auf den Verkünder Haag, der einen Packen Urkunden, Pokale für die jeweils ersten drei einer Altersklasse und Tische voller Sachpreise zu vergeben hatte. Manuel Berger von den Schachfreunden Wutachtal räumte in der Kategorie U8 ab, ihm folgte der Sieger der U10, Andreas Di Giovanni aus Riehen. Den Sieg in der Altersklasse der bis 12-Jährigen fuhr Andreas Ciolek ein, der aus Singen angereist war. Die im Turnier zusammengelegten Spielklassen U14 und U16 entschieden Daniel Bahner (Laufenburg) beziehungsweise Florian Ciolek (Singen) für sich. Für die dahinter platzierten Spieler stehen aber schon zwei Termine für eine Revanche im Kalender: Der 10. Oktober, wenn ein Turnier der Grand-Prix-Serie des Schachbezirks Hochrhein in Brombach ausgetragen wird, und im Frühjahr bei der Neuauflage der offenen Stadtmeisterschaften. |
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Sichere Trampelpfade im Online-Wald |
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Referent Schneider klärt sein Publikum auf. Wer illegal CDs und Filme aus dem Internet lädt, dem drohen bis zu fünf Jahren Haft. Eine Schülerin staunt: "Was? Fünf Jahre?" Das ist ein Drittel ihrer Lebenszeit. Doch Schneider hat auch eine positive Überraschung: Entgegen den Erwartungen sind Kopien grundsätzlich erlaubt. "Jetzt kommt das Aber: Nur eine Sicherheitskopie für mich selber. Und fünf bis sieben für engste Freunde und Familienmitglieder. Und das gilt auch nur, wenn kein Kopierschutz geknackt wird", erklärt Schneider. Seine Hinweise sind die sicheren Trampelpfade im Online-Wald. Revierleiter Wolfgang Grethler sitzt auch auf der Bühne. "Das Digitale ist ja nur ein Mosaikstein", sagt Grehtler. Er hofft auf besseren Kontakt mit den islamischen Mitbürgern: "Aus Information wird Wissen, aus Wissen wird Vertrauen. Darum geht es, und um ein besseres Miteinander." "Neue Medien sind ein Thema, das Jugendliche interessiert", sagt Organisator Halil. Er möchte nicht nur junge Menschen neu ansprechen, er habe auch das Ziel aufzuklären: "Wir wollen die Jugendlichen vor schlechten Einflüssen bewahren." Drogen und Alkohol sollen darum bei einem anderen Informationsnachmittag besprochen werden. Der nächste Termin ist jedoch ein sportlicher: Am 14. März laden Halil und Adem zum Integrations-Fußballtunier in die Wintersbuckhalle. Auf dem Werbeplakat jubelt Premiere-League-Spieler Tuncay Sanli im Trikot der türkischen Nationalmannschaft. |
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Auf den Einzelnen eingehen |
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"Wir sollten keine Katastrophenstimmung verbreiten", sagte Michael Rumpff von der IHK. "80 Prozent der Schüler machen ihren Weg direkt und sind zum Teil sehr gute Leute", berichtete er. "Ein Problem haben wir mit den Leuten, die intelligent genug wären, aber es nicht umzu setzen wissen und sich nicht motivieren lassen", betonte Rumpff. "Gute Schüler haben keine Schwierigkeiten, eine Ausbildungsstelle zu finden", bekräftigte Wolfgang Kolep. Viele Hauptschüler hätten aber große Defizite in der Sprachkompetenz und seien nicht ausbildungsfähig, oft fehlten auch soziale Kompetenzen wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. "Die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule wird das nicht lösen", sagte Kolep. Michael Rumpff bestätigte, dass die Ausbildungsberufe immer komplexer werden. Daneben würden aber Ausbildungsberufe mit geringeren Anforderungen und nur zwei Jahren Lehrzeit entwickelt: "Die Menschen sind unterschiedlich, und deshalb müssen wir individuell auf den Einzelnen eingehen." Jürgen Lussi erklärte, die IG Metall habe bei der Entwicklung der zweijährigen Lehrberufe mitgewirkt. Er beobachtet aber, dass die Industrie, insbesondere im Automobilbereich, wo oft nur ganz wenige spezielle Tätigkeiten ausgeübt werden müssen, verstärkt geringer ausgebildete Leute einsetzt, die auch erheblich weniger verdienen. Wenn diese arbeitslos werden, haben sie deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil sie weniger können. Alfred Winkler hat beobachtet, dass viele Schüler gar keine Vorstellung von Berufen haben. Das wurde von einer Zuhörerin bestätigt, die meinte, wenn mehr Informationen über Berufe da wären, würde das die Schüler motivieren, sich die nötigen Qualifikationen für ihren Wunschberuf anzueignen. Die IHK bemühe sich inzwischen, Schulen und Betriebe zusammenzubringen, was aber nicht einfach sei, berichtete Rumpff. Und teilweise herrschten in Schulen falsche Vorstellungen. Der Leiter eine Realschule habe ihm einmal gesagt, er bilde seine Schüler nicht für die Wirtschaft aus, sondern für die Universität. "Schüler, die auf so einer Schule sind, haben Pech", sagte Michael Rumpff. |
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Maultaschen mit viel Swing |
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Die Mannschaft vom SAK versorgte die hundert Gäste aufmerksam mit Speis und Trank, wobei man sich beim Angebot ganz dem "Top Act des Abends", wie BZ-Redaktionsleiter Willi Adam die Wiesentäler bei seiner Begrüßung vorstellte, angepasst hatte: "Maultaschen" standen auf der Karte, und "Mauldasche" nennen die Pepperhouse Stompers liebevoll ihren Chef nicht ganz von ungefähr, wie das Publikum bei den wortreichen, Ankündigungen von Wilfried Wöhrle ein ums andere Mal feststellen konnte. Auch, dass die Pepperhouse Stompers beim Hilfe-zum-Helfen-Konzert immer eine junge oder neue Formation mitbringen, hat sich mittlerweile eingebürgert. Diesmal begeisterten die gerade mit fünf Sängerinnen und Sängern zum "weltweit größten Quartett" angewachsenen Four for more, die sich jetzt Four and more nennen, mit der augenzwinkernden Darbietung von Liedgut aus der Renaissance bis zum Barbershop-Song. Die prächtige Laune der Gäste schlug sich auch auf deren Spendierfreudigkeit nieder. Die Sektkühler, mit denen Musiker ausschwärmten, wurden gut gefüllt. 1053,95 Euro und 10 Franken am Ende des Abends sorgten dafür, dass bei Hilfe zum Helfen wohl wieder ein neuer Rekord eingefahren werden konnte. |
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Ermäßigung für Familien |
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Ordentlich Pfeffer für den guten Zweck |
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Die Jazzband aus dem Wiesental ist in Lörrach sehr beliebt. Für ausnehmend gute Laune und mitreißende Musik sorgten die Pepperhouse Stompers im vergangenen Jahr etwa beim Wiesefest, beim Weindorf oder beim BZ-Jubiläum. Die Vorband Four For More wechseln bei ihrer Musik zwischen unterschiedlichen Sprachen und Epochen. Das Repertoire reicht von Renaissance bis Jazz. Marina Greiner singt Sopran, Waltraud Schwald die Alt-Stimme, außerdem ist sie an der Gitarre dabei. Klaus Streicher ist der Bariton der Formation und spielt ebenfalls Gitarre und Kontrabass, die Bass-Stimme übernimmt Bob Cavender. 120 Sitzplätze gibt es im Alten Wasserwerk. Die Gäste werden auch bewirtet. Sitzplatzreservierungen sind nicht möglich. Wer einen guten Platz haben möchte, sollte also früh da sein. Einlass ist von 19 Uhr an. |