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Abwechslung im Alltag |
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Die Abiturientin Weidner hatte Glück: Sie hat bereits vor der Geburt von Benjamin eine Tagesmutter für ihn gefunden und wird sich nach einer Auszeit von einem Jahr, um einen Arbeitsplatz bemühen. Doch das ist eher die Ausnahme. Unter Hartz IV-Empfängern ist die Zahl der Alleinerziehenden, darunter vorwiegend Mütter, gestiegen. Ihnen fällt es schwer Kinderbetreuung und Job zu vereinbaren. Die zahlreichen neuen Betreuungsplätze in Lörrach haben wenig daran geändert: Alleinerziehende können die Krippenplätze von oftmals mehr als 800 Euro im Monat schlichtweg nicht bezahlen. Das bestätigt auch Weidners Freundin Natascha Muffler. Seit drei Monaten kümmert sich die 22-jährige Lörracherin alleine um ihren 14 Monate alten Sohn Samir. Muffler hat ihr zweites Lehrjahr abgeschlossen. Im kommenden Jahr würde sie gerne mit dem dritten Ausbildungsjahr beginnen. Wer sich dann um Samir kümmern wird, ist noch unklar. Unterstützt wurde die Weihnachtsfeier von der Brauerei Lasser, Wein Speck, Badenova, Willy Giesin Obst- und Gemüsegroßhandel, Landwirt Schopferer, Catering Komposch, Landmetzgerei und Partyservice, Kindergarten Sapperlot sowie Flora-Trend. |
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"Das ist besser, als draußen Blödsinn zu machen" |
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Rasch geht das Spiel weiter, wieder jagen die Jungs dem gelben Ball nach. Die Bänke am Rand sind voll belegt. Eine Menge anderer Jungs schaut zu. In Kürze sind sie selbst dran mit Kicken. Es ist Freitagabend, und beim Nachtsport-Projekt in der Salzert-Turnhalle ist ein Turnier angesagt. Die Kids spielen um den Nachtsport-Wanderpokal. 42 Jungs sind gekommen, Axel Brandt vom SAK, der die Betreuung übernommen hat, ist ganz begeistert von der Resonanz. Aber auch sonst wird das Nachtsport-Projekt ganz gut angekommen. Etwa 35 Jungs zwischen 14 und 18 Jahren sind jeden Freitag hier. Dieses Jahr spielen sie Fußball, aber auch Basketball steht beim Nachtsport auf dem Salzert hoch im Kurs. "Normalerweise wird in einem Teil der Halle Fußball gespielt, im anderen Basketball, und dann liegen auch noch Matten herum zum chillen", berichtet Axel Brandt. Von 21 bis maximal 24 Uhr ist in der Salzert-Turnhalle freitags Nachtsport angesagt, aber auch wer mal gar keinen Bock auf Action hat, sondern nur ausruhen und Leute treffen will, ist gerne gesehen. Ein buntes Nationalitätengemisch spielt zusammen Fuß- oder Basketball, neben deutschen Jugendlichen sind Russlanddeutsche, Türken oder Polen dabei. Und das Miteinander funktioniert bestens. Am Eingang muss sich jeder in eine Liste eintragen, unten in der Halle gibt es eine Pick-up-List, anhand derer die Mannschaften zusammengestellt werden. "Das machen wir, damit nicht immer die gleichen Gruppen miteinander spielen", erklärt Brandt. Die Erfahrungen, die er macht, sind bestens. Streit gibt es selten, und wenn, dann wird das Spiel unterbrochen, und man redet miteinander. "Eigentlich ist das ein Selbstläufer", stellt Axel Brandt fest. Das soll es irgendwann auch werden, in dem Sinne, dass die Jungs die Sache selbst organisieren. Schon jetzt gibt es fünf Junior-Coaches, die Verantwortung übernehmen und schauen, dass alles läuft. Der 15-jährige Ömer Sürmeci ist einer von ihnen. "Das funktioniert gut, und die Jungs hören auf mich, obwohl viele älter sind", sagt er. Und: "Sport fördert die Gemeinsamkeit. Wir sind lieber hier, als draußen Blödsinn zu machen." Das findet auch die Polizei, bei der weniger Beschwerden eingehen, seit das Nachtsport-Projekt läuft. Getragen wird das Projekt von der Stadt gemeinsam mit dem SAK, und Axel Brandt findet es klasse, dass es so etwas gibt. In Duisburg, wo er herkommt, kennt man das nicht. Auch in der Eichendorff-Turnhalle, wo ein zweites Nachtsport-Projekt läuft, wird es gut angenommen, und Lörrach würde locker noch ein drittes vertragen, meint er. |
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Auch Feste können Brücken schlagen |
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Es gab zwölf Vorlesenachmittage im Stadtteilzentrum "Pfiffikus": Menschen aus dem Quartier lasen für die Kinder Geschichten auf Deutsch und in ihrer Muttersprache. Außerdem schaffte der SAK russische und deutsche Kinderbücher zum Ausleihen an. Die Vorleser fand der SAK schnell über bereits aktive Bürgergruppen. "Es wurde fast zum Selbstläufer", freute sich Susanne Pretzsch. Auch die Aktion Kind im Krankenhaus (AKIK) schaffte Bücher an: Kinder und Juendliche, die im Elisabethenkrankenhaus, Lörrach, liegen, können sich beim Bücherwagen von AKIK regelmäßig Lesestoff ausleihen. Nun gibt es dort auch Bücher in Türkisch und Russisch, aus denen auch Eltern vorlesen können. Ihre Erfahrungen und Wünsche malen durften Kinder aus Kasachstan, Kirgisien und anderen früheren Sowjetstaaten beim Jugendmigrationsdienst Lörrach der Caritas. Seit November sind die Bilder nun im Lörracher Pflegeheim St. Fridolin ausgestellt, denn auch die Begegnung zwischen Kindern und Senioren war den Initiatoren wichtig. Eine Elterninitiative am kirchlichen Kindergarten von Eimeldingen hat interkulturelle Nachmittage für die Kinder organisiert: Die Eltern sangen mit ihnen amerikanische Lieder oder buken französische Crepes. In dem Dorf am Rande des Ballungsraumes Basel würden viele deutsch-amerikanische und andere zweisprachige Familien leben, berichtete Jürgen Meier: Daher sollten die Kinder auch die Kulturen ihrer Spielkameraden kennen lernen. Die Gemeindebücherei kaufte zu diesem Zweck Bücher und Medien in mehreren Sprachen. Nicht an Kinder, dafür aber an ihre Mütter richtet sich das Projekt "Familientisch" der Schubert-Durand-Stiftung aus Lörrach. An 25 Abenden bietet eine Heilpädagogin interessierten türkischen Frauen Gespräche über Erziehungsfragen an. Melahat Aygüner-Ulec, die bei der Stiftung arbeitet, übersetzt. Migrationsarbeit in die Öffentlichkeit bringen Auch Feste können Brücken schlagen. Im Herbst luden der Arbeitskreis Migration aus Weil am Rhein und der Arbeitskreis Integration aus Schopfheim daher jeweils zu einem Fest der Kulturen. Auf beiden Festen erhielten Migranten, die an Integrationskursen der Volkshochschulen teilgenommen hatten, ihre Zertifikate. Reinhard Zahn, Leiter der VHS Weil, kritisierte das Desinteresse der Weiler Lokalpolitiker an dem Fest und forderte: "Wir müssen die Migrationsarbeit an die Öffentlichkeit bringen." |
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Treff nach Lörracher Vorbild |
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Ein erstes Gespräch mit dem Eigentümer der Immobilie hat Niethammer bereits geführt, dieser hat ihm auch diverse Unterlagen über das Gebäude zukommen lassen, ein weiteres Gespräch will Niethammer im neuen Jahr führen wobei es auch um den Preis gehen dürfte. Im Haushalt 2009 sind bisher keine Mittel für den Erwerb eingestellt, der Oberbürgermeister betont deshalb auch, dass es bisher in erster Linie eine "Idee" sei. Gleichwohl skizzierte Niethammer im Hauptausschuss, dass das "Lovers" mit seinen diversen Nebengebäuden für einen reinen Jugendtreff viel zu groß sei. "Da wäre auch Platz für andere", meinte der OB und sprach direkt die Volkskunstbühne an, die auf der Suche nach einem geeigneten Proberaum ist. Sollte die Stadt das Gebäude kaufen, dann stünden umfangreiche Umbauarbeiten an. Diese, so schwebt dem OB vor, sollten in einer Gemeinschaftsaktion gestemmt werden, wie es in Lörrach mit dem Alten Wasserwerk gemacht worden ist. Dies ist von 2001 an in einer jahrelangen Aktion zum neuen Domizil des SAK mit integriertem Jugendtreff umgebaut worden, die Federführung bei dem Umbau lag dabei bei der Stadt, die im Besitz des Gebäudes war. In Lörrach sind zahlreiche Spenden- und Benefizaktionen zugunsten des Umbaus ins Leben gerufen worden. Dass das Lovers den Vorstellungen der Jugendlichen für einen regelmäßigen Treffpunkt entspricht, ist bei dem Workshop vor wenigen Wochen deutlich geworden: Rheinfelden braucht ein zentrales Jugendhaus in der Kernstadt, das verschiedenen Jugend- und Altersgruppen als Anlaufpunkt dienen soll, Konzerte veranstalten kann und Workshops anbietet. Auch die Jugendreferenten könnten ihr Büro dort einrichten, das bisher im Rathaus untergebracht ist. Bisher wird das Lovers in unregelmäßigen Abständen für Konzerte des Jugendparlaments angemietet. Im Hauptausschuss wurde das Thema nicht weiter diskutiert, Margit Jüngerkes regte allerdings mit dem "Gambrinus" an, darüber nachzudenken, ob das "Lovers" nicht auch zu einem Mehrgerationen-Treff werden könnte. |
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Kampf nur nach Regeln |
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Die sechs Jugendlichen, die sich in dieser Stunde mit dem Thema Körpersprache auseinandersetzen, nehmen das Gruppenangebot mit dem Titel "Fit for Future" für Jungen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren wahr. Für diese Gruppe, die noch nicht oder gerade strafmündig ist, gab es bisher nichts, sagt Koenemund, darum richtete man das Angebot ein. Zwei fehlen heute, eigentlich sind es acht Teilnehmer, ein kompletter Kurs ist schon gelaufen. Die Jungs kommen aus allen Schultypen, einige haben mit den Lernanforderungen an ihren Schulen keine größeren Probleme wohl aber mit ihrem Sozialverhalten. Manche hatten schon Kontakt mit der Polizei, haben geklaut, waren in gewalttätige Streiterein verwickelt, stehen kurz vor dem Schulausschluss. Ihr Verhalten ist mitunter ein Reflex auf die Erfahrung, ausgegrenzt zu werden. Das Programm setzt etwas dagegen: Es geht darum, die Jungs zu stärken. Selbstwertgefühl und soziale Kompetenz zu entwickeln, Anerkennung in der Gruppe zu vermitteln. Das Konzept verbindet Mittel der Anti-Aggressions-Trainings, der Gruppentherapie und der Erlebnispädagogik. Günter Koenemund hat das Programm zusammen mit der Psychologie-Studentin Martina Praskova und Patrick Seger, Student der Sozialarbeit, entwickelt. Die Studenten sind das Paar in der Raummitte, auch für sie ist der Kurs eine Herausforderung mehr noch für die junge Frau, die sich schon mal gegen krasse Respektlosigkeiten wehren muss. Darauf wird reagiert, die Regeln sich streng. Wer sie wiederholt verletzt, fliegt raus. Werbung... Marco räumt ein, dass er "Scheiße gebaut hat" Marco ist heute kurz davor, bringt ein schwer erträgliches Maß an Unruhe in den Raum. Am Anfang der Stunde hat er dafür etwas sehr Mutiges getan: Beim Rückblick auf die Woche hat er darüber gesprochen, dass er "Scheiße gebaut" hat. Sein "Ich bin halt so" lassen die anderen dabei nicht gelten. Michael hat beim Wochenrückblick erzählt, dass seine Mutter diese Woche mit dem Baby aus dem Krankenhaus kam, und dass er oft auf seine kleinen Geschwister aufpasst. Das macht er nicht ungern, aber Mittagsschule ist auch o.k. Vier Monate haben die Jungs Zeit, von diesem sozialen Training zu profitieren. Am Anfang steht das Gespräch im Beisein der Eltern. Die, sagt Günter Koenemund, "stehen alle wie eine Eins hinter dem Programm". Sie hoffen, dass der Kurs erreicht, was sie selbst nicht mehr schaffen. Ziele werden vereinbart, Regeln gesetzt. Auslachen ist nicht, Zuspätkommen und Fehlen hat Konsequenzen. In 15 Treffen geht es dann um den Begriff Respekt, das Thema Gewalt, um Flirttraining, um Lebenserfahrungen der Jungs. Sie müssen lernen, peinliche Situationen auszuhalten. Klettern und Kickboxen stehen auf dem Programm Kampf nach Regeln ist die Devise. Für die "dissozialen" Verhaltensweisen der Jungen, heißt es im Konzept, sind neben der sozialen Lage und eventuellen eigenen Gewalterfahrungen bestimmte "Männlichkeitsnormen" entscheidend solche nämlich, die Gewalt als Mittel zur Durchsetzung eigener Ziele legitimieren. Brutale Computer-Spiele und Actionfilme unterstützen die Macho-Kultur, die Nährboden ist für ein Verhalten, mit dem diese Jungen sich leicht ihre Zukunft verbauen. Die Kursleiter haben beobachtet, dass viele Jungen noch heute angehalten werden, Tränen zu unterdrücken und in jeder Lage cool aufzutreten. Emotionen ausdrücken, das dürfen Mädchen viel eher. Die Auseinandersetzung mit solchen problematischen Vorstellungen von Männlichkeit steht im Zentrum des sozialen Trainings, bewusst ist unter den Mentoren eine Frau. In der Gruppe kann Sozialverhalten auch durch die Rückmeldungen der anderen erkannt und, wenn es gut läuft, verändert werden. Die Erwachsenen haben dabei die Aufgabe, zu fördern und zu fordern. Anstrengend und herausfordernd ist das, selbst in einer Stunde, wo auf drei Gruppenleiter nur sechs Jugendliche kommen: "Man kommt an Grenzen", sagt Koenemund. Wunder darf man nicht erwarten. Aber immerhin, der erste Kurs machte Mut: Alle haben ihn durchgehalten, und jeder, zeigten die Rückmeldungen, hat für sich etwas mitgenommen. Koenemund nennt das "kleine Brötchen backen". Ein kleines Brötchen macht allemal satter als gar keines. |
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Tierbücher und viel Krimispaß |
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| Leselust: Kinder der Neumattschule zeigen in der Stadtbibliothek, was sie selbst geschaffen haben | ||
| Von Regine Ounas-Kräusel |
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Der SAK bietet derzeit an fünf Lörracher Schulen und im Jugendzentrum Altes Wasserwerk eine Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder an. Die Kinder essen dort zu Mittag, machen ihre Hausaufgaben und können sich an Spielangeboten beteiligen. Ein Ziel ist auch, die Kinder für Bücher und das Lesen zu begeistern. Kinder wollen ihre Tiere zeigen Diesmal scheint das gelungen: "Schau hier, ich habe einen Tiger gemalt, und noch einen Adler!" Aufgeregt blättert der zehnjährige Ninos durch das selbst gestaltete Buch, die anderen drängen sich um ihn, weil auch sie "ihr" Tier zeigen wollen. Eine Woche lang hätten sie an ihrem Buch gearbeitet, erzählt Erzieherin Rita Krusche: Gemeinsam betrachteten sie Tierbücher, die Kinder suchten farbiges Papier heraus, pausten ihr Lieblingstier ab und malten es mit Wachsstiften an. Witzige Tiergedichte runden das Buch ab. "Wir haben uns eine ganze Woche mit den drei Fragezeichen beschäftigt" , erzählt Anja Maier, Praktikantin bei der Nachmittagsbetreuung im Alten Wasserwerk. Beim Kochen hörten die Kinder sich die Abenteuer der Meisterdetektive an, die Computer AG recherchierte und schrieb über jeden Detektiv ein kleines Portrait. Diese Texte finden sich nun neben Quizfragen und einer Karte der Insel Rocky Beach auf der Schautefel stilecht in das Licht einer Taschenlampe getaucht. Die Kinder seien ganz überrascht, wie toll ihr Buch geworden ist, erzählt Erzieherin Rita Krusche von der Neumattschule. In Zukunft wolle man mit den Kindern einmal im Monat die Stadtbibliothek besuchen: zum Stöbern, zum Lesen oder um zu einem bestimmten Thema eine Bücherkiste mitzunehmen, sagt sie. Auch Bücher in ausländischen Sprachen. |
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Modell für die Zukunft |
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| Im Sozialkongress waren sich alle Beteiligten einig, wie wichtig Familienzentren sind | ||
| Von Thomas Loisl Mink |
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Ebenso wichtig sei die Unterstützung durch die Eltern. Nur wer in den ersten 18 Lebensmonaten eine positive Beziehung erlebe, könne später erfolgreich soziale Beziehungen aufbauen. Mangelnde Bindungsfähigkeit hingegen fördere aggressives Verhalten, sagte Bischofberger. Familienzentren mit ihrer Kombination von Betreuung, Beratung und Bildung leisteten eine wertvolle Arbeit für Kinder und ihre Eltern. "Durch ihre aktive Mitarbeit in diesen Zentren werden Mütter und Väter Teil eines hilfreichen Netzwerks von Menschen mit ähnlichen Fragen und Problemen" , schreibt Staatssekretärin Marion Caspers-Merk in ihrem Grußwort. Mangelndes Angebot und die Unflexibilität der Kinderbetreuung hätten Mitte der 90er Jahre zur Gründung des Familienzentrums Rheinfelden geführt, berichtete Karin Paulsen-Zenke. Ein offenes Café bilde das Herzstück, an dem andere Angebote angedockt werden und in dem Eltern sich auch durch informelles Lernen weiterbilden können. Mittlerweile gibt es Familienzentren auch in Lörrach, Schopfheim und Weil am Rhein. Das Familienzentrum habe sie sehr entlastet und ermögliche ihr den beruflichen Wiedereinstieg, sagte Imke Kämpf, eine Nutzerin. Für das Landratsamt sind die Familienzentren wichtige Kooperationspartner, insbesondere was die Elternqualifizierung angeht, betonte Sozialdezernentin Elke Zimmermann-Fiscella. 287 Personen nutzen pro Woche die Kursangebote des Familienzentrums Lörrach, und es gibt 72 Kinderbetreuungsplätze, berichtete Heidi Neuschütz. Mit den Räumen stoße man an eine Grenze, mehr sei aber finanziell nicht leistbar. Karin Paulsen-Zenke schlug vor, dass die Miete von der Stadt übernommen werde, wie das in Rheinfelden der Fall sei. Doch sowohl Lörrachs Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm als auch Elke Zimmermann-Fiscella betonten, dass es allgemeine Zuschüsse für Institutionen heute nicht mehr gebe. Vielmehr würden einzelne Leistungen nach Bedarf gefördert. Beide betonten jedoch, dass die Familienzentren durchaus stark gefördert werden. Heute-Bluhm hob das erhebliche Engagement der Stadt Lörrach für das "Kinderland" hervor, das in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum in der Baumgartnerstraße entsteht und doppelt so teuer werde als geplant. Ein Zuhörer kritisierte, dass die Stadt 500 000 Euro zum Defizitausgleich für den Burghof aufwendet und 110 000 Euro für die Veranstaltung "Erinnern und Vergessen" ausgebe. "Das Familienzentrum bedient eine Klientel, die es nötiger hätte." Die Oberbürgermeisterin entgegnete, die Stadt habe ganz unterschiedliche Aufgaben unter einen Hut zu bringen und gebe sehr viel Geld für Schulen und Kinderbetreuung aus: "Lörrach hätte ohne den Burghof und die kulturellen Angebote nicht diese Lebensqualität und Anziehungskraft." |
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Mitmischen ist angesagter denn je |
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| Von Danielle Hirschberger |
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Elisabeth Schade-Aniran informierte zunächst über die Sitzung des Sozialausschusses. Diese Informationen dienen dazu, die Gruppen zu vernetzen und verschiedene Impulse in einen neuen Plan einfließen zu lassen. Seit September gibt es im Stadtteiltreff Pfiffikus jeden Donnerstag die Beratungsstunden "Wegweiser für Hilfen im Alter" für Migranten, die hier in Rheinfelden in die Jahre kommen. Fatbardha Zittlau ist ehrenamtliche Beraterin, ihre Auskünfte und Hilfen würden so gut angenommen, dass zwei Stunden bereits knapp seien, berichtete sie den Anwesenden. Zur gleichen Zeit gibt Hülya Bogazliyanlioglu im Beratungscafé Tipps. Die engagierte Rheinfelder Geschäftsfrau hat die Beratung im April übernommen. Sie zeigte auf, dass sich hauptsächlich junge türkische Mütter zur Förderung der Kinder beraten ließen. Die Anwesenden stimmten einer weiteren Beratungsstelle zu: Sprechstunde praktische Lebenshilfe für Migranten, gehalten von Herwig Popken. Hier geht es um Menschen, die nicht oder nicht mehr im Wohnheim in der Schildgasse wohnen, die aber Beistand im Schriftverkehr oder Sozialbetreuung brauchen. Damit hat der Runde Tisch Mitgemischt in diesem Jahr drei Anlaufstellen geschaffen, die den Migranten helfen können. Diese Einsätze seien für den Einzelnen nicht auf die Dauer gedacht, betonte Elisabeth Schade-Aniran, sondern als unkomplizierte Einstiegshilfen um notwendige Wege im Alltag zu finden. Sie zeigen auf, welche Angebote und Möglichkeiten vorhanden sind, handeln müssten es die Migranten selbst. Susanne Pretzsch erteilte Informationen über das Projekt "Familienorientiertes Coaching für Migrantinnen", unterstützt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Im Moment entwickele sich unter anderem der russischsprachige Club Rosinka zur Selbstständigkeit. Natürlich wurde über Geld gesprochen. So vielseitige Integrationsprojekte müssen finanziert werden, auch hier wurden Erfahrungen ausgetauscht: wo gibt es Fördergelder, wo kann kopiert werden, welche Referenten sprechen ehrenamtlich? Bemerkenswert kurz war der Kassenbericht von Abdelhamid Baioui, zudem ärgerte sich der Kassier über die Kontoführungsgebühren, denn die Vereinigung selbst ist finanziell nicht gut ausgestattet. |
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Eine Oase des Lebens |
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| Die Drogenhilfe Drehscheibe Lörrach feierte ihr zehnjähriges Bestehen / Spende von Caspers-Merk |
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| Von Mitarbeiter Felix Held |
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So erstreckt sich die Hilfe der Drehscheibe von der Versorgung mit Essen und Trinken bis hin zur Schuldnerberatung und der Bereitstellung von Kleidern. Täglich werden 60 Essen an Menschen verteilt, die selbst nicht mehr in der Lage sind, sich eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Neben dieser materiellen Hilfe, sei es aber auch die "tätige, kommunikative Akzeptanz" , der Drehscheibe, die dazu beitrage, dass sich die Abhängigen als Teil der Stadt und auch wieder als Menschen fühlen können, wie Lörrachs OB Gudrun Heute-Bluhm meinte. Vor zehn Jahren sei über alle Parteigrenzen hinweg klar gewesen, dass man etwas für die Drogensüchtigen tun müsse. Konkret habe es 1997 noch 14 Drogentote in Lörrach gegeben, wie der Fachbereichsleiter Soziales, Hugo Mehlin, in seinem Grußwort darlegte. Dass die Drogenhilfe Drehscheibe für ihre Klientel heute mehr ist als eine bloße Versorgungsstelle, zeigte auch ein Plakat mit Grüßen von den Betroffenen selbst, welches im Foyer des Alten Wasserwerks aushing. "Gehste in die Drehscheibe, da weißte, was Menschlichkeit ist" schrieb zum Beispiel ein gewisser Mario. "Bist du fast verloren, ist die Drehscheibe wie eine Oase des Lebens und Sonnenschein in einem" , lautete ein Beitrag, der mit L. Barthel unterschrieben ist. Auch die parlamentarische Staatssekretärin und ehemalige Bundesdrogenbeauftragte Marion Caspers-Merk, die ihr Grußwort übermitteln ließ, machte deutlich, wie sehr sie die Arbeit der Drehscheibe schätze. Für diese hatte sie eine Überraschung parat. Das Preisgeld, dass sie gemeinsam mit dem Deutschen Suchtpreis der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin entgegennehmen konnte, spendete sie der Drehscheibe. Abgerundet wurde der Festakt von einem Vortrag von Birgit Wichelmann-Werth, der Leiterin des Café Fix Frankfurt. Sie beschäftigte sich mit der Frage "Ist akzeptierende Drogenhilfe heute noch zeitgemäß?" , welche sie eindeutig mit Ja beantwortete. Die Zahl der Drogentoten sei zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2007 von 2030 auf 1394 Personen zurückgegangen, was sie als Erfolg der niederschwelligen Hilfe ansah, wie sie auch die Drehscheibe in Lörrach anbietet. Insgesamt gebe es in Deutschland 474 Einrichtungen dieser Art. Durch sie sei "die Rückbildung der offenen Drogenszene, ein Rückgang der Todeszahlen und eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation" geschafft worden. Kritikern der Einrichtungen, die meinten, dass die Drogenabhängigen nur wegen der Einrichtungen da seien, entgegnet sie, dass die Einrichtungen vielmehr "ein Teil der Lösung und nicht des Problems" seien. |
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Überlebenstraining für Stadtkinder |
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| Beim SAK-Survivaltraining / Im Camp kommen Jugendliche aller Schularten zusammen |
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| Von Mitarbeiter Klaus Schepers |
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Doch für die jungen Leute ist das kein Thema, die nächsten beiden Nächte werden im Zelt verbracht, ob es nun regnet, stürmt oder schneit. Insgesamt elf von ihnen stapfen nun den über 1000 Meter hohen Elsberg hinauf. "Es wäre durchaus noch Platz für mehr Teilnehmer gewesen" , sagt Eric Bintz, Verantwortlicher für die Jugenarbeit beim SAK und Betreuer des Survivalcamps. "Aber viele wollten sich wohl erst einmal auf die Schule konzentrieren." Das Survivalcamp sieht er auch als Paradebeispiel für das Zusammenkommen von Jugendlichen aus verschiedenen Schulformen. "Wir haben hier Jugendliche von der Hauptschule bis zum Gymnasium, jeder kann von jedem etwas lernen" , erzählt Bintz. Der zwölfjährige Yannis läuft den Berg sogar mit dem kompletten Gepäck hinauf. "Zehn Kilo sind das bestimmt" , sagt er und klingt ein bisschen stolz dabei. Als einziger hat er alles, was er an diesem Wochenende braucht auf dem Rücken. Die anderen Teilnehmer haben einen Teil des Gepäcks lieber vom Bus hochbringen lassen, mit dem ein weiterer Betreuer den Elsberg hinaufgefahren ist. Nach knapp 90 Minuten ist der Aufstieg geschafft. Nun steht erst einmal ein Naturquiz auf dem Programm. Ob Wegerich, Farn oder Löwenzahn, alle Jugendlichen haben die Pflanze entdeckt, die sie auf dem Weg nach oben finden sollten. Nach einem kurzen Kennenlernspiel der Teilnehmer, steht dann der Aufbau der Zelte an, damit man bei dem lausigen Wetter zumindest ein Kunststoffdach über dem Kopf hat. Am Wochenende fanden viele verschiedene Aktionen statt. Neben dem Sammeln von Pilzen wurden auch Forellen gefangen, die zuvor in einem Bachabschnitt ausgesetzt wurden. Am Abend wurden diese der Fang dann gekocht und gegessen. "Alle haben mitgegessen, selbst die, die keinen Fisch mögen, haben zumindest probiert" , freut sich Eric Bintz. Dass am Samstag sogar Schneefall einsetzte, machte den Titel "Survivalcamp" erst richtig glaubwürdig. Die Rückmeldung sei jedenfalls trotzdem sehr gut gewesen, sagt Bintz. "Besonders gelobt wurde vor allem die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen" , erzählt Bintz. Auch im nächsten Jahr soll es zur gleichen Jahreszeit wieder ein Survivalcamp geben. |
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Die Zitrone des Nordens |
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| In Lörrach widmet sich eine Ausstellung der vielseitigen Verwendung der Kartoffel |
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| Von Regine Ounas-Kräusel |
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Die Stirn kraus gezogen, hoch konzentriert schabt der blonde Yannick mit dem Schälmesser über die rote Kartoffel. Mit zwei Klassenkameraden sitzt er im "Schällabor" der Fachfrauen für bewusste Kinderernährung (BeKi) und arbeitet nach der Stoppuhr: Mit welchem Messertyp schält sich’s am schnellsten? Die Ausstellung besteht aus fünf Versuchsstationen, an denen die Kinder Interessantes rund um die Kartoffel erfahren. Am Stand der "Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit" erfahren sie, warum man nicht nur nach dem Genuss von Schokolade die Zähne putzen sollte, sondern erst recht nach so einer gesunden Mahlzeit wie Pellkartoffeln. Sie lernen, wie eine Kartoffelpflanze aussieht, wie sie angebaut wird und dass sie zu Recht "Zitrone des Nordens" heißt: neben Stärke enthält sie viele Mineralien und Vitamin C. Am Tag der Eröffnung besuchte die 3. Klasse der Grundschule Egringen die Ausstellung. Insgesamt werden 28 Klassen der Stufen drei bis neun mit insgesamt 500 Kindern kommen. "Alle Termine sind ausgebucht" , freute sich Landrat Walter Schneider. Heute und am 23. Oktober steht die Ausstellung allen von 14 Uhr bis 18 Uhr offen. Am Freitag, 17.Oktober, ab 15 Uhr lädt die Volkshochschule Lörrach zum Kurs "Kartoffelsalatvariationen" ins Alte Wasserwerk. Neben Tipps zum Einkaufen und zur Zubereitung der Knolle steht der Genuss verschiedener Kartoffelsalate im Mittelpunkt. Weltweit und in Deutschland ist die Kartoffel ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Doch in Deutschland geht der Konsum zurück: Während in den 50er Jahren jeder Deutsche noch 200 Kilogramm pro Jahr gegessen habe, seien es heute nur noch 67 Kilogramm, sagte Landrat Schneider: Die Ausstellung soll wieder das Bewusstsein wecken für das vielseitige Lebensmittel. Neben den Genannten wirken mit: der Landfrauenverband Lörrach, das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg, Hiebers Frischecenter Lörrach, das Landwirtschaftsmuseum Weil am Rhein und der Soziale Arbeitskreis (SAK). Am Eröffnungstag bewirtete die Catering-Gruppe der Schülerfirma an der Pestalozzischule Lörrach, die Gäste. |
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Internationale Netzwerker |
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| Lörrach International pflegt Lörrachs Beziehungen zu Partnerstädten / Viel getan, neue Vorhaben |
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| Von Heidemarie Wussler |
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Das von Markus Schnabel initiierte Konzert "Nacht der Partnerstädte" stand vorne an, aber auch den Chester-Tag mit der Einweihung einer britischen Telefonzelle und das Spiel der Chesterbells beim Jubiläum 100 Jahre Stetten-Lörrach erwähnte er. Der Sparkasse und dem Fotokreis mit Günter Craemer dankte Raupp für die Ausrichtung der Fotoausstellung über Edirne. Eine Herausforderung sei die private Unterbringung der Gäste im Alter von 8 bis 80 Jahren gewesen. Irene Hedrich hatte die Idee, die Familien einzubeziehen und hat bei der Unterbringung tatkräftig geholfen. Eine EU-Unterstützung war beantragt, ist aber noch nicht eingetroffen. Dies und die hohen Kosten führe laut Schatzmeister Hans Lamparter momentan zu einem "Fehlbetrag" in der Kasse. 500 Euro Gema-Gebühr für die Nacht der Partnerstädte taten da besonders weh. Präsidentin OB Heute-Bluhm stiftete den Betrag aus ihren Verfügungsmitteln. Sie dankte für die Aktivität im Berichtsjahr und meinte, das nach dem Modell Cila (Chester International Links Association) gegründete Lörrach international sei eine "tolle Spinne" geworden und es ergäben sich Netzwerke drum herum. Angelika Messer und Galip Caliskan für die AG Türkei, Joëlle Bintz und Irene Hedrich (AG Sens), Elke Hach (AG Senigallia), Conny Kühn (AG Meerane), Markus Schnabel (AG Chester) und Anne-Christine Heyn (AG Osteuropa) berichteten aus ihren Bereichen. Reisen nach Edirne, das Treffen der Museumsleiter in Senigallia, und eine Fahrt nach Polen kamen zur Sprache. Die Fotoausstellung "Partnerstädte in allen Himmelsrichtungen" geht nach Meerane. Geplant sind eine Reise der Chesterplatzanlieger nach Chester, und 2009 die Feier der 10-jährigen Partnerschaft mit Wischgorod zusammen mit Sens. Eric Bintz berichtete von den Kontakten des SAK mit den Partnerstädten. Hervorzuheben sind die Fahrt mit "The Bulbs" nach Meerane und Lubliniec und der gut funktionierende Bandaustausch Change Lö-Sens, ebenso die Intercamps. Die Partnerschaftskomissionen treffen sich vom 14. bis 16. November in Sens. Wahlen: Neu: Irene Hedrich, AG Sens, und Conny Kühn, AG Meerane; Hanspeter Hüttlin (CDU), Erika Brogle (Freie Wähler) als Beisitzer. SPD und Grüne haben noch keine Beisitzer benannt. |
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Begegnungsraum "Zum Blauenblick" eröffnet |
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| Neuer Platz soll Treffpunkt für Jung und Alt werden |
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Vor allem Anwohner hatten sich in der Vergangenheit immer wieder für eine Wiederbelebung ausgesprochen. Als "einen Raum der Begegnung für alle" bezeichnete Bürgermeisterin Marion Dammann den Platz bei der feierlichen Übergabe. "Diese Plätze sind wichtig für das soziale Leben, denn hier werden neue Kontakte außerhalb des privaten Gartens geknüpft", sagte sie. Im Frühjahr 2008 wurden die Anregungen der Anwohner aufgenommen und mit in die Planungen einbezogen. So wurden auf dem neuen Platz mehrere Ebenen geschaffen. Eine Ebene lädt die Kinder zum Spielen ein, eine weitere dient zum Aufenthalt für Eltern und Großeltern. So wird aus dem ehemaligen Kinderspielplatz, der 1978 gebaut wurde, ein Treffpunkt für Menschen aus allen Generationen. Der Bau kostete ungefähr 30.000 Euro, die "gut investiert" seien, wie Dammann den ungefähr 50 Zuhöreren und unzähligen spielenden Kindern berichtete. |
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Nachtsport begeistert Bundespolitiker |
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| MdB Winfried Hermann (Grüne) zu Gast beim Sozialen Arbeitskreis |
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| Von Felix Held |
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Der Bundestagsabgeordnete Winfried Hermann besuchte den SAK auf Initiative des Kreisvorstandes der Grünen. Geschäftsführer Jürgen Wiesenhütter gab einen Einblick in die vielfältige Arbeit des Vereins. Stefan Dieterle, Jugendreferent der Stadt Lörrach, stellte dann gemeinsam mit Sabine Heitzmann, der Leiterin des SAK Stadtteiltreffs Salzert, das Nachtsportprojekt der Stadt Lörrach vor. "Wow, das ist ja fast ein mittelständisches Unternehmen", zeigte sich Hermann von der Größe des Vereins beeindruckt. Derzeit arbeiten laut Jürgen Wiesenhütter 45 Mitarbeiter hauptamtlich für den SAK, außerdem sind 120 Personen in Qualifizierungsprogrammen beschäftigt. Wiesenhütter betonte, dass der SAK mit allen politischen Parteien zusammenarbeite, dass man sich aber ähnlich wie die Grünen mit Begriffen wie "sozial", "Kultur" und "Ökologie" schon lange verbunden fühle. Winfried Hermann, der von 1992 bis 1997 Landesvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg war, und seit neun Jahren Mitglied des Bundestages ist, lobte auch den Ansatz des SAK, sich immer wieder für Grün- oder Freiflächen einzusetzen, um Jugendlichen Orte zu geben, an denen sie sich aufhalten können. Zum vielfältigen Angebot des Vereins gehört außerdem muttersprachlicher Unterricht für Jugendliche. Es sei zwar klar, dass man Deutsch lernen müsse. Aber gleichzeitig eine zweite Sprache zu beherrschen, sei eine große Chance, meinte Jürgen Wiesenhütter. Auch hier stieß er bei Winfried Hermann auf offene Ohren. "Eine internationale Gesellschaft muss ihre Sprachpotentiale nutzen", war auch er vom Sinn dieses Angebots des SAK überzeugt. "Ein tolles Projekt für Berlin, da wäre so etwas ganz dringend", war sein Kommentar zum Nachtsportprojekt. Als Verkehrs- und Sportpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, war er an diesem Projekt besonders interessiert. Seiner Meinung nach sei der Spitzensport zwar wichtig, aber der Bund sollte auch gewisse Projekte im Breitensport oder mit sozialen Ansätzen fördern. |
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Werbung für Weltverbesserer |
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| Werkbund zeichnet Projekte aus / Vereinigung von Künstlern, Kunsthandwerkern, Architekten, Unternehmern, Sachverständigen |
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| Von Ralf Burgmaier |
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Wahrer des Wahren, Guten und Schönen ist der Deutsche Werkbund schon seit mehr als 100 Jahren. Die 1907 gegründete Vereinigung von Künstlern, Kunsthandwerkern, Architekten, Unternehmern und Sachverständigen stand von Anfang an für das Bemühen um die gute Form. Der Zusammenschluss verstand sich als Sachwalter des guten Geschmacks bei der Gestaltung von Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Der Werkbund war Vorläufer des berühmten Bauhauses und kämpfte früh gegen die Verrohung der Form bei den durch die Industrie als Massenware auf den Markt geworfenen Gebrauchsgegenstände. Zum 100-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr weiteten die Werkbündler ihren selbst gestellten gesellschaftlichen Auftrag aus nach dem Motto "von der guten Form zum guten Leben" , wie der Werkbund-Landesvorsitzende Fred Gresens bei der Begrüßung der Festgäste im 15. Stock des Offenburger Burda-Media-Towers ausführte. Mit dieser Neuorientierung hofft die Vereinigung, den Weg eingeschlagen zu haben heraus aus der gesellschaftlichen Nische einer ästhetischen Stilpolizei für Besserverdienende zu größerer gesellschaftlicher Bedeutung. Mit dem 2006 erstmals verliehenen Werkbundlabel zeichnet der Werkbund praktiziertes Querdenkertum aus, und damit Menschen, die ihre Kreativität nicht dazu nutzen, die Steuergesetze auszutricksen, sondern dafür, dem gesellschaftlichen Diskurs neue Impulse zu geben, Weltverbesserer eben. Zehn Projekte aus Baden-Württemberg hat die Werkbund-Jury 2008 aufs Siegertreppchen gehoben, darunter die Offenburger Ölmühle Oleofactum mit ihrem bundesweit einmaligen Produktions- und Vertriebskonzept von hochwertigen Bio-Speise-Frischölen oder das Lörracher Projekt Wiesionen, das die Renaturierung des Flusses Wiese einbettet in ein Konzept, das lokale Identitätsstiftung, bürgerschaftliches Engagement, Umweltbildung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit miteinander verbindet. Der Werkbund-Laudator lobte, dass das Projekt Wiesionen nicht nur den Fluss Wiese, der durch den Freiherrn von Tulla im 19. Jahrhundert reguliert, eingedämmt, tiefergelegt und damit aus dem Stadtbild von Lörrach und dem Bewusstsein der Lörracher verbannt worden sei, wieder in ein ökologisch wertvolles Gewässer zurückverwandelt. Es gehe dabei auch um die gesellschaftlichen Prozesse. Die Wiesionen hätten über die Bürgerstiftung der Stadt die Renaturierung zu einem Anliegen großer Teile der Bevölkerung gemacht und damit auch Leute für das Thema begeistert, denen die Ökologie sonst weniger am Herzen liege. Diesen ganzheitlichen, lokale Identität stiftenden Ansatz zeichnete der Werkbund aus. Architekt Gerhard Zickenheiner und Gisela Talke, die ehemalige Vorsitzende der Lörracher Bürgerstiftung, nahmen den Preis entgegen und dankten allen Beteiligten. Zickenheiner hob dabei besonders Isolde Britz von der Stadtbau Lörrach als wichtige Koordinatorin der Bürgerstiftungsaktivitäten, als Fachfrau für Netzwerke, "Hightech-Hebamme" und, wo zum Fortgang des Projekts notwendig, als "Wadenbeißerin" hervor. Walter Bitzer, der seine Ölmühle Oleofactum in der Offenburger Ringelgasse betreibt, war den Werkbundjuroren ebenfalls eine Auszeichnung wert. Sein Ansatz, mit Frischölen nicht nur ein Grundnahrungsmittel der Menschheit in einer Qualität und Reinheit anzubieten, die ihresgleichen sucht, sondern damit auch den Komplex der Nahrungsmittelindustrie grundsätzlich in Frage zu stellen, sei vorbildlich. Bitzer machte deutlich, dass er sich mit seiner Strategie in der Tradition des Werkbundes sieht, handwerklich kompromisslos sauberes Arbeiten gegen ene Qualitätsabstrich der Massenproduktion zu setzen. |
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Das Jubiläum gipfelt im Alpintag |
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| Alpenverein beendet seine Festwochen / Lörracher Familiengruppe bundesweit eine der größten im Deutschen Alpenverein |
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| Von Barbara Ruda |
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Für die jüngsten Alpenvereinsmitglieder, die Kinder samt ihren Familien, war dieses Fest gedacht, denn all die vorangegangenen Jubiläumsveranstaltungen - Themenabende, Ausstellungen, Vorträge - richteten sich an erwachsenes Publikum. Gerade die Familiengruppe des Alpenvereins ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat, wie der Beirat der Gruppe Rüdiger Schmitt sagte, fast schon die Größe eines eigenen kleinen Vereins. "Deutschlandweit sind wir eine der größeren Gruppen" , so Schmitt, "und das ist auch gut so, denn die Kinder wachsen zum Nachwuchs für die Jugendgruppe heran." Um den Familien einen unterhaltsamen, sportlichen Nachmittag auszurichten, hatte der Verein nicht bloß eine Menge Spiel und Spaß aufgeboten, sondern 35 Helfer, die von weitem am Jubiläums-T-Shirt zu erkennen waren. Vom Waffelbacken und Kuchen- oder Tombola-Lose-Verkauf bis zur wichtigen Hilfestellung bei allen sportlichen Aktivitäten packten sie kräftig an. Ein Clown verblüffte mit allerlei Zaubertricks und formte für die Kinder bunte Blumen aus Luftballons. Natürlich wäre das Fest kein richtiger Alpintag gewesen ohne einen kleinen Parcours für den Nachwuchs mit drei Aufgaben, die für das Klettern im Gebirge trainieren: Kletterwand, Slacklinen - so wird die absolut trendige Seilbalance bezeichnet - und Tischbouldern. Dabei versucht man, einmal um den Tisch zu klettern, ohne den Boden zu berühren. Manch ein Kandidat hing unter der Tischplatte wie ein Klammeraffe. Auch hier sicherten die Helfer die Mädchen und Jungen gegen einen "Absturz" auf die Matte. Die Markgräfler Alphornbläser stimmten am späten Nachmittag auf den "Ausklang" mit den Abendfestlichkeiten ein. Die angekündigten Worte der Oberbürgermeisterin fielen aus, aber Ralf Hermann resümierte als Projektleiter die Jubiläumswochen: "Wir hatten keine Unfälle, gute Besucherzahlen und generell positive Rückmeldungen von den Teilnehmern." Der Vorsitzende Wolfgang Wagner gab einen kurzweiligen Rückblick auf 75 Jahre Bergsteigergeschichte. Das Büffet, mit dem die Party begann, hatte der SAK für den Alpenverein gerichtet. |
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Ohne Verschnaufpause ins neue Jahr |
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| SAK stellte bei einem Familienfest das neue Herbst- und Winterprogramm vor / Betreuung in den Herbstferien |
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Eigentlich seien alle noch ein bisschen platt, meinte der SAK-Geschäftsführer. Wie das Team zur Saisioneröffnung aber bei den Mitmach- und Spaßaktionen schon wieder vollen Einsatz zeigte, ließ das vergessen. Außerdem hatte mit Beginn des neuen Schuljahrs das Veranstaltungsprogramm für Jugendliche mit Konzerten und Partys auch bereits angefangen. Musik, Theater und Tanz also beinahe alles, was das zentrale Kinder-, Jugend- und Sozialzentrum Altes Wasserwerk während der Schulzeit so im Programm hat, wurde auch am Sonntag geboten. Der fünfköpfige A-Cappella-Chor "High Pipe" aus Rust unterhielt die Gäste mit filigranen Gesangskünsten, das Junge Theater Nellie Nashorn zeigte noch einmal sein viel beachtetes Kinderstück "An der Arche um acht" , und die beiden Mädchentanzgruppen von Kursleiterin Anna La Rotonda begeisterten mit schwungvollen HipHop- und Latino-Choreographien. Im reizvollen Kontrast zu den basslastigen Rhythmen stand das helle Klirren der metallenen Pailletten auf den Tüchern der Tänzerinnen. Das im Rahmen des internationalen Bau-Camps Ende August gebaute große Baumhaus konnte von den Kindern leider noch nicht in Besitz genommen werden, da es nicht ganz fertig wurde. In den Herbstferien (27. bis 31. Oktober) bietet der SAK wieder ein abwechslungsreiches Ferienprogramm mit der Möglichkeit, sich für einen oder mehrere Tage anzumelden. Themen sind heuer "Feuer und Flamme" , "Apfelsaft mosten" und "Flieg, Drache, flieg" . Im Alten Wasserwerk kennt man kein schlechtes Wetter. Deshalb finden all diese Aktionen auch bei Regen statt. Eine Anmeldung unter Telefon 07621/ 927915 ist unbedingt erforderlich. |
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Wohnbau Lörrach baut ihr Sozialmanagement aus |
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| Reaktionen auf gesellschaftliche Herausforderungen / Zweite Sozialarbeiterin kommt im Oktober / Vorbild Hugenmatt | ||
| Von Sabine Ehrentreich |
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Die Quartiersarbeit soll ein Schwerpunkt sein und dort unter anderem die Arbeit mit zugewanderten Frauen. Genaueres wird man gemeinsam erarbeiten, betont Brunen. Friederike Krauss wird beim Arbeitsantritt in Lörrach nicht mit einem fertigen Konzept konfrontiert, in das sie sich dann nur noch einfügen muss. Den Rahmen für die Arbeit im Quartier bilden die Gemeinschaftsräume sieben große und kleinere gibt es schon, in der Kolpingstraße entsteht im Moment einer, im Neumattgebiet und im Stadion sollen ebenfalls Räume entstehen. Das Konzept bewährt sich, aber in einigen der Zentren könnte noch mehr laufen, berichtet Willi Brunen. Dafür braucht es oft einen Anschub, den er allein nicht leisten kann. Vorbild Hugenmatt, wo viele Alleinerziehende wohnen: Hier läuft unterdessen ganz viel zusammen, die Frauen entlasten sich gegenseitig. Am Anfang brauchte es dafür professionelle Unterstützung, im Moment reicht wenig. So beauftragte die Wohnbau den SAK, den Bewohnerinnen via Workshop zu vermitteln, wie man ein Ferienprogramm gestalten kann, dann nahmen sie das selbst in die Hand und der Sommer wurde bunt. Eine Aufgabe von Sozialmanagement könnte es sein, die Ergebnisse des Sommers nun zu "verstetigen" und "in die Häuser zu tragen" , damit das, was mit Erfolg lief, nicht abbricht. Nachhaltigkeit ist das Schlüsselwort. Hausaufgabenbetreuung gibt es in einigen Quartieren. Die Kinder wollen lernen, die Eltern sind dankbar für die Unterstützung, die sie selbst oft nicht leisten können, berichtet Brunen auch ein Feld für ein noch intensiveres Engagement. Auch Sprachkurse für Frauen und Elternarbeit können weiterentwickelt werden. Um der Vereinsamung älterer Bewohner entgegenzuwirken, wären Mittagstische ein möglicher Ansatz; nachbarschaftliche Hilfe dagegen gebe es gerade auch in den großen Blocks vielfach schon. Kleiderbörsen könnten Familien mit wenig Geld entlasten, Vorlesepatenschaften Alt und Jung Freude machen. All das hilft im Alltag und ist zugleich ein Anlass, sich zu treffen. Ideen gibt es viele, Konzepte auch, auf deren Basis das Sozialmanagement der Wohnbau weiterentwickelt werden kann. Konkret wird das alles erst, wenn Friederike Krauss an der Seite von Willi Brunen das Amt in Lörrach übernommen hat. |
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Ins Kraut geschossen |
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| Baumstam und Birth Control heizten im Lörracher Alten Wasserwerk mächtig ein | ||
| Von Barbara Ruda |
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Trotz einiger entsprechender Zwischenrufe mussten sie aber auf "Gamma Ray" warten. Diese Zeit wurde von Birth Control in ihrem unverkennbar vorwärts drängenden, rockigen Stil aufs feinste überbrückt. Das Quartett brannte ein Feuerwerk alter ("Hope" , "Trial Trip" ) und neuer Songs ("Alsatian" ) ab. In enormem Tempo ging es nonstop durch knapp zwei Stunden. Nur einmal trat Wirbelwind "Nossi" nach vorne, um die schöne Ballade "A night of it" zu singen. Egal ob er nun trommelte oder sang oftmals tat er beides gleichzeitig diesem Mann konnte man zu jedem Zeitpunkt ansehen, dass er für seine Musik lebt. Naturgemäß sind die Hallen, in denen Birth Control heuer spielen kleiner als zur Krautrock-Ära. Im Dudelfunk-Einheitsbrei sucht man ihren improvisationslastigen Art-Rock mit seinen komplexen Songstrukturen und Hang zum Experiment ja auch vergeblich. Aber live, das konnten die mit den Bands in die Jahre gekommenen Fans bei der ersten Lörracher Rocknacht erleben, haben Birth-Control-Urgestein Bernd "Nossi" Noske und seine großartigen Mitmusiker (Leadgitarrist Peter Engelhardt, Tastenmann mit klassischem Hammondorgel-Sound Sascha Kühn sowie Bassist und Duettpartner bei den schönen zweistimmigen Satzgesängen Hannes Vesper) nichts von ihrer Energie, Spielfreude und Ausstrahlung verloren. Die Stücke wurden in typischer Manier "ausgespielt" , das heißt gedreht und gewendet und mit ausschweifenden Improvisationen veredelt. Schön zu sehen, dass sich grauhaarige Herrschaften und Jugendliche im generationsübergreifenden Headbanging übten. Natürlich spielte der mehrfach zu Deutschlands bestem Drummer gekürte Schlagzeuger auch wieder eines seiner legendären Solos, die er mit der rückwärtigen Besteigung seiner "Maschine" beendete. Als Nossi dann mit einem breiten Grinsen ankündigte "Jetzt kommt ein Stück, das wir seit 35 Jahren nicht mehr gespielt haben" wussten alle im Saal Bescheid: Zeit für "Gamma Ray" , das Stück, das wirklich bei keinem Birth-Control-Konzert fehlen darf. Die Version vom Donnerstag dauerte eine knappe halbe Stunde und bescherte den Fans einige unvergessliche Momente. Beide Bands der ersten Lörracher Rocknacht zehrten nicht bloß von ihren legendären Namen. Birth Control und auch Baumstam boten Klasse-Shows: Von wegen müde Rock-Opas: der Krautrock jedenfalls lebt. |
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Ein Traum von Baum |
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| Jugendliche des Workcamps bauen für den Abenteuerspielplatz | ||
| Von Klaus Schepers |
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Ob das neue Gestell auch stabil genug ist, testeten sie direkt bei der Einweihung des Traumbaums gestern Nachmittag. Kleinere Arbeiten müssen heute noch erledigt werden. "Dann entscheiden aber die Kinder, wie sie den Baum weiter gestalten" , sagt Eric Bintz, Verantwortlicher für die Jugendarbeit beim SAK. Neben den Arbeiten an der Baumhütte konnten die Jugendlichen aus Italien, der Ukraine und Polen auch die Region entdecken. So unternahmen sie Ausflüge auf den Tüllinger, nach Schweigmatt und zum Dreiländereck. "Das war nur möglich, weil wir hier eine tolle Infrastuktur haben" , freut sich Eric Bintz. Mit den Schlafmöglichkeiten vor Ort und der Unterstützung des SAK habe man genug Zeit gehabt, um "nicht nur arbeiten und kochen zu müssen." Wie groß die Zusammenarbeit nicht nur bei der Baumhütte war, zeigte ein verheerender Sturm, der Mitte August die Stadt Lubliniec heimgesucht hat, aus der auch Jugendliche des Workcamps kommen. Der Landkreis spendet über 10.000 Euro und auch der SAK hilft mit 500 Euro, die durch ein Benefizkonzert eingenommen werden sollen. Eric Bintz übergab die Spende in Form eines symbolischen Geldsacks an die polnischen Jugendlichen. Ein Ukrainer kommentierte die vergangenen zwei Wochen auf diese Weise: "Saubere Arbeit!". |
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"Die Wasserrohre platzen lassen" |
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| BZ- INTERVIEW: Uli Klawitter von der Krautrock-Band Baumstam |
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BZ: Wer hört sich heutzutage noch 30 Jahre alte Musik an? Klawitter: Zum Beispiel ich selber und ’ne ganze Menge anderer Menschen. Das zeigt sich an den guten Besuchen bei den Konzerten, mit steigenden Zahlen. Und auch steigende Verkaufszahlen von neu aufgelegter Musik, die uns vor 30 Jahren bewegt hat und das heute noch tut. BZ: Aber die Musik hat sich doch weiterentwickelt. Klawitter: Das hat sie auch, so wie wir alle. Wir versuchen uns ja nicht selber zu covern. Wenn wir Lieder spielen, die wir in den 70er Jahren gespielt haben, dann spielen wir sie so, wie wir sie heute empfinden. BZ: Was hat euch bewegt, nach 27 Jahren die Band wieder ins Leben zu rufen? Klawitter: Das war ein Riesen-Glücksfall. Wir hatten uns zum Teil völlig aus den Augen verloren. Ein Label hat dann unser Debütalbum "On tour" aus dem Jahr 1975 neu aufgelegt und gesucht, wo die Menschen geblieben sind und uns zusammengerufen. Das wurde schnell eine muntere Runde. Wir sind in den Übungsraum runter, haben Musik gemacht und schon war der Funke wieder da. BZ: Ihr spielt sonst in Norddeutschland. Was erwartet Ihr vom wilden Süden? Klawitter: Viel Spaß und freundschaftliche Begegnung. Und wir haben ein Ziel bei der Lörracher Rocknacht, bei der wir zusammen mit der Gruppe Birth Control spielen: Wir wollen die Wasserrohre mal so richtig platzen lassen in diesem Wasserwerk. BZ: Der Auftritt wird live mitgeschnitten. Klawitter: Ja, da sind wir ganz froh drüber über die Zusammenarbeit. Rockradio.de kommen extra für diesen Auftritt aus Berlin und werden den gesamten Abend live übertragen. Wir wollen auch selber Material von unseren Konzerten hier im Süden speziell vom Auftritt im Wasserwerk mitschneiden und eine Live-CD machen. BZ: Ist Krautrock wieder im Kommen? Klawitter: Das muss glaub jeder Mensch für sich entscheiden. Wenn man das so verfolgt, seit 2000 etwa, ist eine gewisse Renaissance zu erkennen. Die Bands, die noch aktiv sind, sind irgendwie wieder in die Puschen gekommen. Das sind gar nicht so viele, das sind vielleicht noch 20 Bands aus dieser Zeit, die noch aktiv sind und ihr Material vertreiben. Tatsächlich sind es 12 bis 15, die noch unterwegs sind. Für die geht es allerdings noch mal richtig ab. BZ: Habt Ihr Kontakt untereinander? Klawitter: Der baut sich gerade auf, dadurch, dass wir mit einigen gespielt haben: mit Jane, mit Epitaph. Mit Birth Control waren wir am Wochenende beim 1. Wuppertaler Krautrock-Festival. Ein Riesen-Erfolg. Ich hoffe, dass sich das mit den anderen Bands Grobschnitt, Hölderlin und wer sonst noch so unterwegs ist in den nächsten ein, zwei Jahren entwickeln wird. |
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Alle meine Entchen als Rock |
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| Jugendliche aus dem Landkreis übten für das musikalische Großprojekt "Der Schrei" | ||
| Von Thomas Loisl Mink |
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Es ist zu spüren, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung die Musikerinnen und Musiker bei der Sache sind. Die Jugendlichen haben sich ihren Interessen entsprechend in drei Gruppen aufgeteilt. Georg Hausamman leitet die Gruppe der Vokalisten, Hansjürgen Wäldele die Instrumentalisten und für die Percussion ist Tilo Wachter mit seiner Gruppe zuständig. Es ist der dritte Workshop-Durchgang, die Leiter haben zu anderen Gruppen gewechselt. Es bleiben nur noch zehn Minuten Zeit, um eine kleine musikalische Aufführung zu kreieren, die den anderen vorgeführt wird. Hansjürgen Wäldele ist zu den Percussionisten gestoßen, die mit ein paar Instrumentalisten und Sängerinnen eine Band bilden. Was kann man machen in zehn Minuten? Der Junge am Keyboard stimmt "All summer long" von Kid Rock an. Aber dann einigt sich die Gruppe doch auf "Alle meine Entchen" . "Aber wir bringen das so, wie es noch nie jemand gehört hat" , betont Wäldele. Munter improvisieren die Jugendlichen, erst wird es jazzig, dann wird es zu hartem Rock und das Tempo wird immer rasender. Von den anderen Gruppen gibt es viel Applaus. Diese ließen sich auch nicht lumpen und haben in der kurzen Zeit Erstaunliches auf die Beine gestellt. Bis Dezember werden sich die drei Lörracher Teams noch drei oder viel Mal im Hans-Thoma-Gymnasium treffen und weiter musikalisch miteinander arbeiten. "Das geschieht nicht zielgerichtet, sondern wir wollen die Fähigkeiten laufen lassen und schauen, was entsteht" , stellt Dieter E. Neuhaus, einer der künstlerischen Leiter des Projekts, fest. Das Ergebnis ist völlig offen, und was in der ersten Phase entsteht, soll Anfang Dezember im Alten Wasserwerk präsentiert werden. Am 12. Dezember treffen die Jugendlichen zum ersten Mal mit dem Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg zusammen, und im Sommer nächsten Jahres werden die insgesamt 260 Jugendlichen aus Lörrach, Freiburg, Offenburg und Karlsruhe mit dem Sinfonieorchester das Werk präsentieren. "Es ist ein sehr anspruchsvolles Projekt" , betont Neuhaus. "Aber es ist fantastisch, mit welcher Bereitschaft die Jugendlichen mitmachen" , sagt er. Zum Beispiel Anna Störr aus Schopfheim. Sie macht sehr viel Musik und singt im Chor. Für das Projekt "Der Schrei" hat sie sich angemeldet, weil sie es spannend findet, selbst etwas zu gestalten. "Das ist lustig und macht Spaß" , sagt Daniel Panzer aus Lörrach, der schon in verschiedenen Ensembles Trompete gespielt hat. Für ihn ist es interessant, etwas Neues zu machen, und er lässt auf sich zukommen, was sich entwickelt. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass aus Lörrach interessante Impulse einfließen werden" , freut sich Dieter E. Neuhaus am Ende des ersten Workshops. |
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Sprachbarrieren spielend abbauen |
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| Beim Abschlussfest des Sommercamps zeigen die Kinder, was sie gelernt haben | ||
| Von Klaus Schepers |
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Als das Teelicht im kleinen Glas zuerst ausgeht, erklärt er den Zuschauern: "Das ist wie beim Grillen, mehr Luft bringt auch mehr Flamme." Danach ist Jakub an der Reihe. Er zeigt, dass ein Gummibärchen auch unter Wasser trocken bleiben kann - indem er es auf einen schwimmenden Gegenstand legt und mit einem Becher unter Wasser drückt. Beide erklären ruhig und mit großer Faszination ihre Experimente. "Wichtig ist vor allem, dass die Kinder viel sprechen, denn so können sie die Sprache am besten erlernen", sagt Frank Indlekofer, einer der betreuenden Lehrer. Deswegen haben er und seine Kollegen sich einiges ausgedacht, um die Kinder spielend an die Sprache heranzuführen. Am "Lörrachtag" mussten sie beispielsweise mit einem 50-Cent-Stück etwas einkaufen. Außerdem haben sie ihre Vorführungen beim Abschlussfest am Alten Wasserwerk selbst angekündigt und auch die Texte dazu selbstverfasst. Große Plakate zieren zudem die Wände und zeigen den Eltern, was ihre Kinder in den letzten zwei Wochen alles gemacht haben. Ob Zirkusbesuch, Musiktag oder Klettern - viele Aktivitäten wurde auch schriftlich auf einem Plakat verewigt. "Die Kinder haben unheimlich viel gelernt und ein großes Selbstbewusstsein entwickelt", so Indlekofer. "Wenn ich mich an den ersten Tag erinnere, da waren viele noch sehr still." Bei der Vorstellung hätte man aber sehen können, was auch in einer kurzen Zeit von zwei Wochen schon möglich ist. In diesem Jahr waren auch erstmals zwei angehende Lehrerinnen dabei, die das Camp im Alten Wasserwerk im nächsten Jahr leiten sollen. "Vom Sommercamp profitieren nicht nur die Kinder, auch die Lehrer lernen viel dabei", sagt Indlekofer. Viele hätten auch in ihren Klassen zahlreiche Kinder mit Migrationshintergrund und könnten so neue Sprackkonzepte kennen lernen. Zum Abschluss singen die Kinder noch ein selbst komponiertes Lied: "Hey Sommercamp, wir hatten ganz viel Spaß!" |
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Internationale Jugend baut für das Kinderbüro |
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| Vier Länder ein Projekt |
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Am Abend trifft man sich zum Plaudern, besucht Konzerte, diskutiert über kulturelle Unterschiede oder lernt Freunde aus den anderen Ländern kennen. Die Jugendlichen wohnen im Alten Wasserwerk und werden in ihrer Freizeit die Region kennen lernen.Wer gerne mehr zum Projekt erfahren will, den Bau besuchen oder einfach Kontakt zu den verschiedenen Nationen knüpfen will, ist eingeladen, auf das Gelände des Alten Wasserwerks zu kommen. Am Freitag, 12. September, werden am Nachmittag das Projekt und dessen Ergebnisse bei einem Grillfest vorgestellt. Hierzu werden Familien und die Öffentlichkeit eingeladen. Das Material für den Bau sowie die Unterbringung und Verpflegung der Jugendlichen wird über Spenden finanziert. Interessentinnen und Interessenten für weitere Spenden an das Projekt "SAK Abenteuerspielplatz" können sich mit Eric Bintz, jugend@sak-loerrach.de oder 07621-9279250, in Verbindung setzen. |
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Schadstoffmobil auf Tour |
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| Gefährliche und schadstoffhaltige Abfälle werden im September kostenlos angenommen |
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Zur Schadstoffsammlung gehören unter anderem Lösungsmittel und lösungsmittelhaltige Produkte wie Farb- und Lackreste oder Klebstoffe, quecksilberhaltige Produkte wie Energiesparlampen oder Thermometer, Holzschutz- und Holzbehandlungsmittel, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel sowie ölhaltige Abfälle. Die Stationen: Montag, 1. September, 9 bis 13, 14 bis 18 Uhr, Parkplatz gegenüber Kaltenbach-Stiftung (Inzlinger Straße 40) Lörrach; Dienstag, 2. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz Manzental-/Markgrafenstraße Haagen, 14 bis 18 Uhr, Parkplatz nördlich vom Arbeitsamt, Bergstraße Lörrach; Mittwoch, 3. September, 9 bis 13 Uhr, hinter dem Haus der Sicherheit in Steinen, 14 bis 18 Uhr, Turnhalle Hauingen; Donnerstag, 4. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz Grüttpark-Stadion Lörrach, 14 bis 18 Uhr bei der Festhalle Sägischopf in Haltingen; Montag, 8. September, 9 bis 113 Uhr, Parkplatz bei der Hauptschule Tegernau, 14 bis 18 Uhr Parkplatz bei der Alemannenhalle Maulburg; Dienstag, 9. September, 9 bis 13, 14 bis 18 Uhr, Parkplatz Wiesenweg, Wallstraße Schopfheim; Mittwoch, 10. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz Erdmannshöhle Hasel, 14 bis 18 Uhr, Busparkplatz Dorfmitte Gersbach;. Donnerstag 11. September, 9 bis 13 Uhr, Am Sportplatz in Hausen, 14 bis 18 Uhr, Recyclinghof Zell; Montag, 15. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz beim Friedhof Schönau, 14 bis 18 Uhr, beim Schulhaus in Häg-Ehrsberg; Dienstag, 16. September, 9 bis 13 Uhr, Franz-Josef-Faller-Straße, Parkplatz neben Haus des Gastes in Todtnau, 14 bis 18 Uhr, Parkplatz Scheuermattlift Todtnauberg; Mittwoch, 17. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz am Schwimmbad Kandern, 14 bis 18 Uhr, Vorplatz Bauhof Malsburg-Marzell; Donnerstag, 18. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz beim Werkhof Inzlingen, 14 bis 18 Uhr, Parkplatz Scheffelhalle Herten; Montag, 22. September, 9 bis 13, 14 bis 18 Uhr, Städtischer Bauhof, Güterstraße Rheinfelden; Dienstag, 23. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz bei der Hochrheinhalle Wyhlen, 14 bis 18 Uhr, Parkplatz beim Hallenbad Grenzach. Mittwoch, 24. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz Mehrzweckhalle Karsau, 14 bis 18 Uhr, Bauhof der Gemeinde Schwörstadt; Donnerstag,. 25. September, 9 bis 13 Uhr, Parkplatz Reblandhalle Eimeldingen, 14 bis 18 Uhr, Platz beim Werkhof Efringen-Kirchen; Montag, 29. September, 9 bis 13 Uhr, vor dem Bauhof Bad Bellingen, 14 bis 18 Uhr, Platz beim Bauhof in Schliengen. Dienstag, 30. September, 9 bis 13, 14 bis 18 Uhr, Messeplatz (Zugang von Bühlstraße) Weil am Rhein. Weitere Informationen im Abfallkalender oder unter 07621/410-199. |
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In den Ferien ins Sprachbad |
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| Das Camp für Kinder mit Förderbedarf war 2007 ein großer Erfolg derzeit findet es wieder statt | ||
| Von Sabine Ehrentreich |
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25 Jungen und Mädchen der Klassen zwei bis vier sind dabei - genauso viele erhielten eine Absage, weil das Camp voll war. Damit gab es 2008 ein Problem vom Pilotjahr nicht mehr, nämlich das, die Zielgruppe zu erreichen. Der Bedarf ist groß, und dank einer hervorragenden Kooperation mit den Schulen kam man in diesem Jahr gut an die Familien heran. Die Kinder kommen aus der Türkei und Italien, aus Russland, Japan, Brasilien, Australien. Auch ein paar deutsche Kinder sind dabei, die Förderung brauchen. Sie lernen, indem sie zwei Wochen lang von morgens bis zum Nachmittag spielen, basteln, klettern, Musik und Exkursionen machen, Tagebuch schreiben und vieles mehr, und dabei unentwegt in der gemeinsamen Sprache Deutsch kommunizieren. In Kleingruppen werden sie individuell gefördert. Die Eltern werden unter anderem beim Abschlussfest einbezogen. Im letzten Jahr waren die Kinder, sagt Stefan Dieterle, "total glücklich" , Eltern und Lehrer begeistert. In diesem Jahr dürfte das kaum anders sein. Die Idee übernahm Dieterle vom städtischen Fachbereich Jugend/Schule/ Sport aus Bremen. Der Soziale Arbeitskreis war sofort mit im Boot, eng ist auch die Zusammenarbeit mit dem Lehrerseminar. Christina Zang und Frank Intlekofer, 2007 als Lehramtsanwärter erstmals dabei, sind inzwischen Lehrer und wieder Betreuer. Dazu kommen zwei neue Anwärter, die 2009 als Erfahrene ihr Wissen weitergeben. So ist Kontinuität garantiert. Betreuerinnen sind auch Christine Cramer und eine Kollegin vom SAK. Viele Kinder brachten Kurzinformationen von ihren Lehrern mit, umgekehrt bekommen sie Rückmeldungen für die Schulen. So soll die Arbeit mit dem Alltag der Kinder verzahnt werden. Auch das Seminar bekommt die Erfahrungen aus dem Camp zurückgemeldet und kann sie in die Arbeit einbauen. Die Kinder zahlen einen mehr symbolischen Beitrag von 30 Euro für zwei Wochen Camp. Der Fachbereich Jugend/Schule/Sport finanziert das Angebot mit 7000 Euro - sinnvoll angelegtes Geld, findet auch Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm, die sich gestern erläutern ließ, was da auf dem Gelände des Alten Wasserwerks derzeit läuft. Eine Zukunft ist dem Projekt wohl sicher - vielleicht, hieß es gestern, wird es sogar ausgebaut. |
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Noch mehr "Sound from Lö" |
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| Zwei Tage, drei Orte, eine Poetry-Lesung als Ergänzung zur Musik das Festival geht neue Wege | ||
| Von Barbara Ruda |
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Eigentlich brachte ihn sein Freund Sina Eetezadi, der 2006 mit der Band CH3Crew selbst auf der "Sound from Lö" -Bühne gestanden hatte und ein Jahr später als Geschäftsführer der jungen Webdesign-Agentur némata ein Wunsch-Sponsor für Tilman Scheipers wurde, auf die Idee zur Erweiterung. Der plante nämlich, die Band Tele ins Alte Wasserwerk zu holen, die einst als "Kickin' Edgar Allen Poe" in Lörrach ihre ersten großen Erfolge feierten, was mit größerem finanziellen Aufwand verbunden gewesen wäre. Er könne sich vorstellen, "Sound from Lö" zu sponsern, beantwortete Sina Eetezadi eine entsprechende Anfrage von Tilman Scheipers - "wenn Du ein richtiges Wochenend-Happening draus machst." In der Zeit, in der er mit diesen Gedanken schwanger ging, besuchte Tilman Scheipers ein Poetry Slam in Mainz, an dem der ehemalige Hebelgymnasiast Daniel Wagner nicht nur teilnahm, sondern auch noch gewann. Das wäre etwas, was man am zweiten Tag machen könnte, befand er - etwas ruhiger und nicht so partymäßig. Im "Roten Hahn" wird es diese Lesung der Poetry Slammer Dani Wagner und Philipp "prome" Müller geben, die dort ihre Texte in einem friedlichen Ambiente präsentieren, ohne sich dabei zu "batteln" . Abgerundet wird der Abend durch Bafti Baff und Moritz Baumgärtner, die man beide von Jazzattack kennt und die im Anschluss daran in der Wohnzimmeratmosphäre auf der Bühne zwischen Couch und Tisch ihre Lieblings-Jazzplatten vorspielen werden. "Man kann zuhören, aber auch gemütlich noch ein Glas Wein trinken", sagt Tilman Scheipers. Übrigens hätten Tele gerne bei "Sound from Lö" gespielt, sagten aber ab, da einer von der Band just in dieser Woche Vater wird. Im Line-up für den Samstag im Alten Wasserwerk ist mit der Sunshine Mafia, einem gemeinsamen Projekt von Wacky Flash und Team Babylon (Ska/Rock/HipHop), Sideshow, die dort ihr Abschiedskonzert geben werden (Rock), und als Opener den absoluten Newcomern Sunbeams of Spring (Ska/Reggae) der HipHop wenig vertreten. Darum wurde der Rap-Contest im Bätsch in Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsportal Regiomusik.de ins Leben gerufen: "Da können wir junge Talente rekrutieren, die wir dann vielleicht im nächsten Jahr als Act bringen können". DieBeats, auf die an diesem Freitagabend gerapt wird, hat Sound-Bastler Philip Böllhoff (aka böll the builder) extra produziert. Auf http://www.sound-from-loe.de können potenzielle Teilnehmer sie herunterladen. Nach dem Contest bittet DJ Look zur "Sound from Lö" -Bätsch-Bambule und legt den guten alten HipHop der 90er Jahre auf. Die besten drei Wortakrobaten werden am Samstag zwischen den beiden Hauptacts im Alten Wasserwerk verkündet und dürfen dann sofort auftreten. Als Sponsoren treten neben némata der Friseur Intercoiffure Jürgen Fritz und das Jugendengagement der Stadt Lörrach auf. Nach wie vor wird das Festival aber hauptsächlich aus den Eintrittsgeldern finanziert. Sound from Lö: Freitag, 5. September, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) "Der Klang der Worte" , Roter Hahn freier Eintritt; Rap-Contest 22 Uhr (Einlass 21 Uhr), Bätsch, 3 Euro, Samstag, 6. September, 20.30 Uhr (Einlass 20 Uhr) Altes Wasserwerk 7 Euro, jeweils nur Abendkasse! |
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Lichtblicke für Menschen und Häuser |
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| Ein soziales Projekt bringt bei der Sanierung der Teichstraßen-Häuser die Themen Arbeiten und Wohnraumversorgung zusammen | ||
| Von Willi Adam |
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Wenn der erste Abschnitt des einstmals abgewirtschafteten Häuserblocks in vier Wochen fertig sein wird, kann der in Lörrach bisher einmalige Versuch als gelungen bezeichnet werden. Ohne die Zusammenarbeit der verschiedenen Projektpartner wäre dieses Ergebnis jedoch nicht erreicht worden. Noch vor zwei Jahren waren die Häuser, die zwischen 1890 und 1900 als Arbeiterhäuser der Tuchfabrik gebaut wurden, eigentlich ein Fall für den Abriss. Die Wohnung hatten keine oder nachträglich eingebaute Duschen und Toiletten, viele Mieter waren zwangseingewiesene Obdachlose. Eine wirtschaftlich darstellbare Sanierung wäre mit herkömmlichen Methoden nicht zu realisieren gewesen. Eine Lösung bot der Weg der Neustädter Firma Domiziel, die seit 15 Jahren heruntergekommene Immobilien mit Personal umbaut, das auf dem Arbeitsmarkt sonst keine Chance mehr hätte. Teilweise wurden die Mitarbeiter von Domiziel später auch Mieter der Häuser. Dieses Prinzip wendete die Wohnbau Lörrach mit Hilfe der SAK Arbeit gGmbH nun auch für das Quartier Teichstraße an. Die so genannte SAK-Bauhütte hat - zum Beispiel beim Umbau des Alten Wasserwerks - schon reichlich Erfahrung als Beschäftigungsinitiative gesammelt. Wichtiger Partner dieses Verbunds ist die GAL (Grundsicherung für Arbeitssuchende im Landkreis Lörrach), die der SAK Arbeit gGmbH Mittel zur Verfügung stellt. Für insgesamt 36 Langzeitarbeitslosen hat die GAL über den SAK beim Projekt Teichstraße entweder so genannte Beschäftigungsmöglichkeiten oder Arbeitsplätze nach dem Entgeltmodell geschaffen. Bei der Beschäftigungsmöglichkeit werden Arbeitslose wieder an ein Berufsleben herangeführt. Sie erhalten einen symbolischen Lohn von 1,50 Euro pro Stunde, den sie zusätzlich zu ihren Sozialleistungen behalten dürfen. Attraktiver ist das Entgeltmodell, bei dem die GAL befristet versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse finanziert. Über diese Wege haben die beteiligten Arbeitslosen wieder neue Motivation entwickelt oder überhaupt erst wieder eine Tagesstruktur gewonnen, wie die die Sozialarbeiter der Wohnbau und des SAK übereinstimmend berichten. Drei Beschäftigten ist es sogar gelungen, wieder in den regulären Arbeitsmarkt einzusteigen - was angesichts des problembeladenen Personenkreises "ein großer Erfolg" sei, wie GAL-Chef Albrecht sagt. Die Hälfte bis zwei Drittel der Arbeiten wird von SAK Arbeit erledigt, für den Rest setzt die Wohnbau Lörrach ganz normale Handwerksbetriebe ein. Insgesamt investiert die Wohnbau 2,4 Millionen Euro in die Teichstraßen-Häuser - das entspricht 1000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. "Ein privater Wohnungsbetreiber könnte das wirtschaftlich nicht darstellen" , sagt Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Nostadt. Dieses Engagement sei nur unter dem Vorzeichen des sozialen Auftrags des städtischen Unternehmens und unter Denkmalaspekten möglich. Quartier mit gemischter Belegung Für die Wohnbau Lörrach wird das Projekt Teichstraße deshalb auch nach dem Abzug der Bauarbeiter (etwa in zwei Jahren) weitergehen. Man werde bei der Belegung auf eine gute Durchmischung achten. Bei den renovierten Wohnungen des ersten Abschnitts, die den Standard von ganz normalen Mietwohnungen haben, wird dies schon versucht. Familien aus anderen Quartieren und eine BA-Studenten-Wohngemeinschaft sollen mit Teichsträßlern (sie sollen etwa die Hälfte der renovierten Wohnungen nutzen) für ein gut durchmischtes Milieu sorgen. "Dieses Quartier wird nicht mehr absacken" , verspricht Geschäftsführer Thomas Nostadt. |
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Ferienprogramm in eigener Verantwortung |
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| Eltern organisieren eine abenteuerliche Woche in ihrem Quartier | ||
| Von Elisabeth Weiss |
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"Ich konnte meine Erfahrungen einbringen und hab die Mütter während der Vorbereitung in die Struktur eines offenen Angebotes eingeleitet. Den Rest haben sie eigentlich ganz allein gemacht", sagt Aiello. Mit dem Rest ist vor allem die Betreuung gemeint. Diese übernehmen Eltern, Bastelanleitung ebenso. Außerdem haben sie sich bei der Städtischen Wohnbau Lörrach-Schopfheim um einen Projektzuschuss beworben. Mit einem speziellen Fonds unterstützt die Wohnbau nachbarschaftliche Aktionen und zum Beispiel auch die Sozialarbeit im Stadtteil Salzert. Während eine handvoll kleiner Rothäute ihre Kriegsbeile basteln, helfen andere, das riesige Tipi hinter der Anlage aufzubauen. Durch die materielle Unterstützung der Anwohner und einiger Firmen wurde die Themenwoche zu einem großen, bunten Workshop. Innerhalb eines Nachmittags von 14.30 bis 17 Uhr setzt der "Kleine Bär" und auch der "Regenbogen" um, was er mit den Indianern verbindet. Den Abschluss eines jeden Tages bildet ein gemeinsames Kochen am Lagerfeuer. Auf die Frage, warum eifrige Kinder, Mütter und ein tapferer Väter auf der Wiese sitzen und Mehl mahlen, antwortet Marion Sommerer, eine der Initiatorinnen: "Wir wollten es so authentisch wie möglich machen." Und das schaffen sie. Ein Indianer kennt ja bekanntlich keinen Schmerz und auch keine Müdigkeit. Die vier Stunden Programm weiten sich nämlich auch mal auf sieben aus. "Wir haben es einfach nicht früher zu Ende bringen können", so Sommerer. Den endgültigen Abschluss findet der Ausflug in die Welt von Marterpfahl und Co. heute in einem großen Fest und der anschließenden Übernachtung im Tipi. Die Eltern aus der Hugenmatt sehen ihre Initiative nicht als Konkurrenz zu den herkömmlichen Ferienangeboten. Willi Brunen von der Wohnbau Lörrach weist darauf hin, dass die Frauen schon früher Nachmittage für die Kinder des Quartiers im Bewohnercafé angeboten hätten. Brunen: "Das Programm ist eher ergänzend." Dem Ziel, eine ähnliche Woche nächstes Jahr wieder auf die Beine zu stellen, steht nach Einschätzung der Beteiligten nichts im Wege, zumal ein Grundstock an Materialien und Erfahrungen ja dieses Jahr schon gelegt wurden. |
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Bald heißt es "freie Fahrt" |
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| Die Stadt plant einen neuen Radweg, der rechts der Wiese bis nach Riehen führen soll | ||
| Von Arne Bensiek |
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"Damit wird es endlich einen durchgängigen Radweg flussabwärts rechts der Wiese von Zell bis nach Riehen geben." Zickenheiner, der als Vater des Projekts "Wiesionen" zur Flussumgestaltung gilt, hat indirekt auch Anteil am Fahrradweg. "Ohne die Wiesionen gäbe es die Überlegungen zum Radweg nicht" , sagt Jürgen Wiesenhütter vom Sozialen Arbeitskreis, dessen Mitarbeiter für die "Wiesionen" schon beim Aufenthaltsbereich an der Rossschwemme Hand angelegt hatten. An der Tüllinger Brücke ist bisher Endstation Bisher können Radfahrer rechts der Wiese bis zur Tüllinger Brücke fahren, dort ist Endstation. Ein Sackgassenschild zeigt, dass der immer schmalere Weg kurz vor dem Stettener Wehr endet genau an der Stelle, wo der Mühlkanal von der Wiese abzweigt. "Der neue Radweg wird noch ein Stück weit parallel zum Mühlkanal verlaufen und dann müssen wir eine kleine Brücke hinüber bauen" , sagt Jürgen Nef, Fachbereichsleiter für Straßen, Verkehr und Sicherheit bei der Stadt. Diese Brücke stellt auf Schweizer Seite die Verbindung her zum Weilteichweg. Von Riehen kommend, steigt der Weilteichweg bisher deutlich an. Der neue Radweg ermöglicht es, diese Steigung zu umgehen. Wo genau, die Brücke über den Mühlkanal gebaut wird, ist noch unklar. Auch die Kosten für den Radweg sind daher noch nicht zu beziffern. Jürgen Wiesenhütter vom SAK sieht nur Vorteile bei dem geplanten Radweg: "Dadurch wird der Radverkehr entlang der Zollfreien Straße entlastet." Außerdem begünstige der Radweg auch das Projekt "Wiesestrand" , bei dem auf Höhe des Neumatt-Quartiers bei Ufer der Wiese für die Anwohner zu Aufenthaltbereiche gestaltet werden sollen. |
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"Das ist Struktur, keine Unordnung" |
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| Erste Erfolge der "Wiesionen" sind sichtbar, die größten Aufgaben stehen mit Renaturierung und "Wiesestrand" aber noch bevor | ||
| Von Arne Bensiek |
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Bei einer Tour entlang der Wiese stellte Erich Linsin vom Regierungspräsidium am Mittwoch die Pläne für die Fischtreppe am Wehr kurz vor der Landesgrenze vor. Der Gewässerexperte rechnet dafür mit Kosten von 250 000 Euro. Die Hälfte davon kommt von der EU. "Voraussetzung für den Zuschuss ist, dass wir die Bauarbeiten bis spätestens Ende des Jah res abrechnen" , sagte Linsin. Ansonsten verfällt die Zusage aus Brüssel. Das letzte Wort über die Pläne hat das Landratsamt. Ein Stück flussäufwärts stellte Jürgen Wiesenhütter vom Sozialen Arbeitskreis (SAK) das Projekt "Wiesestrand" vor. Auf Höhe des Neumatt-Quartiers sollen beide Flussufer zu Naherholungsgebieten für die Anwohner werden. In einem Work shop des SAK haben unter anderem Menschen aus dem Neumattgebiet im vergangenen Jahr Vorschläge für die Ufergestaltung erarbeitet. Darunter sind beispielsweise eine Bocciabahn, eine Tischtennisplatte und Entdeckerinseln. "Die Hälfte der Menschen aus dem Quartier hält sich mindestens einmal am Tag am Fluss auf" , sagte Wiesenhütter. "Das haben wir in ei ner Umfrage ermittelt." Sollte das Ufer für den Aufenthalt von Menschen umgebaut werden, würden sie noch häufiger dort hingehen. Isolde Britz von der Bürgerstiftung betonte, dass der Arbeitstitel "Wiesestrand" den "Wiesionären" große Schelte eingebracht hätte und deshalb besser in "Wiesenmättle" umbenannt werden sollte. "Wiesestrand klingt zu sehr nach Ballermann und verträgt sich ohnehin nicht mit dem Badeverbot im Fluss" , sagte Jürgen Wiesenhütter. Andererseits sprach sich der Leiter des SAK dafür aus, lieber die Einleitung von ungeklärten Düngemitteln in die Wiese zu stoppen und den Fluss sauberer zu machen, als allerorten nun Schilden aufzustellen, die auf das Badeverbot hinweisen. Bisher habe die Befürchtung, die Zollfreie Straße werde bald viel Lärm verursachen, die Diskussion um das Naherholungsgebiet an der Neumatt bestimmt. "Wir müssen zwangsläufig einen Kompromiss eingehen" , so Wiesenhütter. "Es geht uns nicht darum, Menschen, die sich die Karibik leisten können, die Karibik vor die Haustür zu holen. Wir wollen Stadt und Natur nach Möglichkeit miteinander verbinden." Deshalb sei auch eine Lärmschutzwand geplant, die aus Draht-Schotterkörben und bepflanzbar sein soll. Für die Gestaltung der "Wiesenmättle" rechnet die Bürgerstiftung mit Kosten von 200 000 Euro. Für einen Teil der Kosten hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt bereits Förderung zugesagt. "Was fehlt ist noch eine zweite Finanzquelle" , sagte Isolde Britz. Sie wies darauf hin, dass die Bürgerstiftung keine Gelder aus ihrem eigenen Etat in die Finanzierung der "Wiesionen" stecke, wie es manche Menschen befürchten: "Wir helfen lediglich dabei Fördergelder zu bekommen und sammeln zweckgebunden Spenden für die Projekte an der Wiese." Die Renaturierung der Wiese im Abschnitt "Am Alten Weg" sei bisher zu fünf Prozent abgeschlossen. "Die großen scheinbar willkürlich abgeladenen Steine im Wasser erscheinen vor allem älteren Leuten als unordentlich" , sagte Erich Linsin. "Tatsächlich gibt es dem Fluss aber wieder eine natürliche Struktur, die er bisher nicht hatte." Die Angler hätten auch schon gelobt, dass sich der Fischbestand zum Positiven hin entwickelt habe. Bevor auch die Uferzonen renaturiert würden, müsse erst die Frage nach dem Hochwasserschutz geklärt werden. "Das hat absolute Priorität", so Linsin. |
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Erste Erfolge und ferne Zukunftsmusik |
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| Zwischenbilanz zu "Wiesionen" |
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| Von Arne Bensiek |
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Während die Renaturierung der Wiese bereits läuft, sind städtebauliche Veränderungen entlang der Wiese in der Art eines Boulevards noch Zukunftsmusik. "Wir müssen die Fakten, die die Zollfreie Straße schaffen wird, für unsere Planungen abwarten" , sagte Bürgermeisterin Dammann. Wegen einiger Beschwerden läuft das Projekt "Wiesestrand" an der Neumatt zukünftig unter dem Arbeitstitel "Wiesemättle" . Wir berichten morgen ausführlich. |
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Region braucht Fachkräfte |
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| Podiumsdiskussion beleuchtet verschiedene Unternehmensstrategien / Stadt hat Problem im Blick |
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| Von Willi Adam |
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Weil dieses Problem große Teile der Wirtschaft betrifft, war das Podium hochkarätig besetzt. Unter dem Titel "Lörracher Gespräche" versammelten sich Geschäftsführer und Personalchefs von Kraft Foods, Gaba und Raymond, für die Arbeitsagentur sprach Ingo Zenkner und Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm für die Stadt. Für ein Impulsreferat hatten die Veranstalter den IHK-Vizepräsidenten und Geschäftsführer von Wetzel in Grenzach, Martin Siebold, gewonnen. Zurzeit habe die Diskussion einen zu sehr "konjunkturellen Touch" , stattdessen müsse die Wirtschaft längerfristige Strategien entwickeln und sich dem internationalen Wettbewerb mit kluger Personalvorsorge stellen. Das "strategische Oberziel" , so Siebold, müsse deshalb "Globalisierung lauten und nicht Fachkräftemangel." Aufgabe der Wirtschaft sei es, viel und zweckorientiert auszubilden, attraktive Angebote für ältere Arbeitnehmer zu entwickeln und die Mitarbeiter frühzeitig auf die Aufgaben der Zukunft vorzubereiten. Für die großen Firmen in Lörrach geht es jedoch zunächst darum, den kurzfristigen Bedarf zu decken. Peter Jungbeck, Geschäftsführer der Lörracher Niederlassung von Kraft Foods, berichtete von den Problemen, vier Ingenieursstellen zu besetzen. Die Stellen seien mit Kandidaten aus Dresden, Berlin und Ecuador besetzt worden. Eine Stelle sei noch frei. Er habe beobachtet, so Jungbeck, dass viele Bewerber die Region als teuer empfänden. Region zu wenig bekannt Als zu unbekannt ist nach Einschätzung des Raymond-Personalleiters Heiko Baumgart die Region am Rheinknie. Raymond sucht zum Teil gezielt dort nach Fachkräften, wo andere Firmen in großem Umfang Stellen abbauen. Doch die guten Leute fänden auch vor Ort wieder einen Job und die anderen seien nicht leicht für einen Umzug zu motivieren. Baumgart: "Unsere Region kennt niemand." Eine andere Erfahrung macht Gaba. Wie Geschäftsführer Strasoldo berichtet, kann das Unternehmen auf die Stärke der eigenen Marken und auf das Ansehen des Unternehmens bauen. Weiche Standortfaktoren wie das Kultur- und Bildungsangebot würden es den Arbeitskräften leicht machen, sich in der Region heimisch zu fühlen. Ingo Zenkner, der Leiter der Arbeitsagentur Lörrach, riet zwar dazu, den überregionalen oder gar internationalen Arbeitsmarkt nach Möglichkeit zu nutzen. Gleichzeitig warnte er vor übertriebenen Erwartungen. "Die Lösung des Problems liegt in der Region" , glaubt Zenkner, weil ohnehin "nirgendwo die Fachkräfte auf gepackten Koffern sitzen." Und das wiederum heißt, vor Ort auszubilden und Arbeitskräfte zu halten. Und BA-Professor Uwe Schirmer, der die Moderator auftrat, stellte den Unternehmen schon einmal in Aussicht, dass in zehn Jahren die Personalentwicklung so wichtig sei wie die Qualität der Produkte. Was die Kommune zur Problemlösung beitragen kann, stellte Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm dar. Dabei zeigte sich, dass Lörrach viele Wünsche der Wirtschaft bereits vorwegnimmt. So zielen die Anstrengungen für Bildung von der Förderschule bis zum Schülerforschungszentrum darauf ab, möglichst viele Jugendliche für den regionalen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Hochwertiger Mietwohnungsbau sei auf die Bedürfnisse qualifizierter Zuwanderer ausgerichtet und mit Kultur und Tourismus will Lörrach bekannter werden. "Wir sind auf der richtigen Seite", bilanzierte die OB.BZ 10.07.2008 KOMMENTAR: Trümpfe besser ausspielen Es war nicht viel Neues, was die Podiumsdiskussion zum Thema Fachkräftemangel brachte. Die Unternehmen strengen sich an, aber oft bleiben die Bemühungen ergebnislos, weil der eigene Nachwuchs in die Schweiz abwandert und Talente von anderen Gegenden nur schwer zu bekommen sind. Dass dies wiederum als ein Auftrag an die öffentliche Hand zu verstehen ist, haben die Kommunalpolitiker längst verinnerlicht. Fast alle Themen, die in Lörrach beackert werden, drehen sich um die qualifizierte Entwicklung des Standorts. Das gilt für die Bildungsoffensive ebenso wie für die Akzente beim Kulturangebot oder für die Flächennutzungsplanung. Auf allen Feldern bereitet die Stadtpolitik den Boden für Wachstum und Qualifizierung. Die regionale Politik hinkt also nicht hinterher, sie ist manchmal sogar weiter, als die Wirtschaft weiß. Doch all das nützt wenig, so lange der Schweizer Arbeitsmarkt allein wegen des Gehaltsgefälles für viele interessanter ist. Zwischen den Zeilen war aber auch herauszuhören, dass die Attraktivität von Jobs zunehmend von Faktoren wie Arbeitszeit, Kinderbetreuung oder Betriebsklima abhängt. All das könnten die Firmen der Region noch stärker als Trumpf ausspielen. |
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Zu Besuch bei Freunden |
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| Landkreis-Delegation und The Bulbs bei Kulturtagen in Lubliniec |
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| Von Sabine Ehrentreich |
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Besonderer Anlass der Kulturtage war die Renovierung der Räume des Schlosses von Koszecin. Aus diesem Grund hielt sich auf Einladung des Landkreises Lubliniec eine größere Delegation des Landkreises Lörrach mit Landrat Walter Schneider an der Spitze, bestehend aus Vertretern des Kreistages, der Verwaltung, des Vereins "Lörrach International" , Vertretern der Beruflichen Schulen sowie die Lörracher Rockband The Bulbs im Landkreis Lubliniec auf. Polnische Jugendliche feiern Lörracher Band Auf dem Programm stand der Besuch des Jubiläumsfestivals mit Auftritten des Ensembels "Slask" und weiterhin von The Bulbs des "Sozialen Arbeitskreises" (SAK) aus Lörrach. Dieser Auftritt fand begeisterte Aufnahme. Die Band mit ihren Mitgliedern Kerstin Schneider (20), Anja Schneider (22), Stefan Schneider (18) und Christian Hannemann (22) trat noch zu einem weiteren Konzert im Lyzeum in Lubliniec auf. Dort trafen sie sich mit polnischen Jugendlichen, um andere Kulturen zu erleben und Vorurteile abzubauen. Auf dem Programm standen außerdem ein Besuch von Tschenstochau (Nationalheiligtum von Polen mit dem weltberühmten Gnadenbild der Schwarzen Madonna) sowie auf der Heimreise von Wroclaw (Breslau) und Dresden. Die Delegation aus Lörrach erörterte mit Landrat Joachim Smyla und Vertretern des Landkreises Lubliniec die Situation in Lubliniec und besprach künftige Projekte der Partnerschaft. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Landkreisen begann bereits 1999. |
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Ganztagsbetrieb ist ein großes Puzzle |
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| Die Neumattschule hat bald das erste Jahr als Ganztagsschule hinter sich / Das Gerüst steht, an den Details wird noch gefeilt |
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| Von Sabine Ehrentreich |
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Ab 2011 wird der Hauptschulzweig komplett ganztägig geführt. Gerade hat der Gemeinderat einstimmig und mit viel Anerkennung für die Leistung des Kollegiums und des Sozialen Arbeitskreises den Personalschlüssel für die Betreuung auf drei Stellen ab 2011 erhöht. Die leistet der SAK, in laufenden Schuljahr mit einer Stelle oder 40 Stunden, im kommenden mit zwei Stellen. Diese Stellen sind freilich auf viele Kursleiter gesplittet deren nicht durchweg befriedigende Arbeitsbedingungen sind denn auch eine der "Baustellen" , auf denen noch was passieren muss. Schulalltag ist an der Neumattschule inzwischen eine logistische Herausforderung und hat nicht mehr viel gemein mit dem, was vor Jahren "normal" war. Neben dem Kollegium sind die Leute vom Sozialen Arbeitskreis eingebunden, dazu drei Jugendbegleiter und zwei Pädagogische Assistenten. Nach dem Vormittagsunterricht, der um 8 Uhr beginnt und nur noch fünf Schulstunden umfasst, gehen die Kinder in die Mensa verbindlich. Das klappe organisatorisch inzwischen gut, sagt Fenselau, nur die Zahlungsmoral mancher Eltern lasse zu wünschen übrig. Wer nicht genug Geld hat, dem wird geholfen aber das müsse geregelt laufen. Für manchen war das geregelte Essen in der Gruppe neu, ein Lernprozess, aber Fortschritte seien deutlich. Danach gibt’s offene Freizeit. Die Kinder dürfen toben, spielen, kickern, sich in den Ruheraum zurück ziehen. Danach "müssen" sie wieder, gemäß einem individuellen Förderplan in den Nachmittagsunterricht, die Förderstunde oder das verpflichtende Angebot des SAK. Da gibt’s allerlei Sport und Hauswirtschaft, Handwerk, Spiele und Erlebnispädagogik. Soweit hat sich das Ganze in den vergangenen Monaten mit einem erheblichen Kraftaufwand eingespielt, trotz erschwerter Bedingungen durch den Bau von Mensa und Turnhalle. Die Erfahrung zeigt, dass die Kursgruppen nicht zu groß sein dürfen und für viele zwei Betreuer nötig sind; dass eine verlässliche Krankheitsvertretung her muss. Dass die Zuweisungen des Landes für Lehrerstunden nicht ausreichen und eine wöchentliche Teamsitzung unerlässlich ist, die bisher freiwillig geleistet wird. Und dass es wünschenswert wäre, wenn Lehrer auch in den Betreuung eingebunden würden, damit die Kinder sie mal anders erleben. Die Kinder, sagen Vetter und Fenselau, fühlen sich offenbar gut aufgehoben, in der Vorlage für den Gemeinderat fanden sich ein paar Rückmeldungen. Die neue Sporthalle finden sie toll, die Freizeitangebote, und dass sie keine Hausaufgaben mehr machen müssen. Das aber, sagt Fenselau, ist auch noch so eine "Baustelle". Üben muss sein. Wie sich das aber am besten in den Ganztagsbetrieb integrieren lässt, das ist noch nicht endgültig geklärt. |
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Mittagessen für einen Euro |
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| Stadt und Fritz-Berger-Fonds subventionieren Mahlzeiten für bedürftige Kinder und Jugendliche |
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| Von Ralf Staub |
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Die Beteiligung der Stadt ist Voraussetzung dafür, dass der Fritz-Berger-Fonds, der Sozialfonds des Landkreises Lörrach, das Mittagessen für Kinder aus bedürftigen Familien mit einem Betrag von 1,50 Euro je Mahlzeit bezuschusst. Der Preis für ein Mittagessen, das vom St. Josefshaus geliefert wird, liegt regulär nämlich bei drei Euro kein Wunder also, dass der Gemeinderat das Projekt ohne Gegenstimme beschlossen hat. Cornelia Rösner, Leiterin des Amtes für Familie, Jugend, Senioren und Soziales, geht momentan davon aus, dass der Förderbedarf bei 75 Kindern liegt, rein rechnerisch muss die Stadt also 750 Euro im Monat in die Hand nehmen. Dabei wird seitens der Verwaltung betont, dass die Zuschüsse nicht direkt als Bargeld an die Eltern fließen, sondern direkt mit der jeweiligen Einrichtung abgerechnet wird. In diesen Tagen sollen an allen Schulen und anderen Einrichtungen entsprechende Informationsblätter verteilt werden oder Info-Abende stattfinden. Zuschussberechtigt sollen Kinder und Jugendliche sein, deren Eltern Hartz-IV-Empfänger sind, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz erhalten, den Ausweis des Rheinfelder Tafelladens besitzen oder ein damit vergleichbares Einkommen nachweisen. Von großer Bedeutung ist die Neuregelung für das geplante Kinderrestaurant in Oberrheinfelden, das in der Verwaltung als ein wesentlicher Schritt hin zu einem Ganztagsbetrieb in der Schillerschule betrachtet wird. Da es an der Schule selbst keine Kapazitäten für einen Essensraum gibt, hat sich die Stadt mit der Pächterin der VfR-Gaststätte in Verbindung gesetzt und vereinbart, dass die Kinder dort verköstigt werden. Für die Verwaltung ist dies eine schnelle Lösung und die Möglichkeit den Bedarf zu testen, so Cornelia Rösner. Da die VfR-Gaststätte regulär erst um 16 Uhr öffnet, kommen die unterschiedlichen Nutzer reibungslos aneinander vorbei. Als Zielgruppe für den Mittagstisch nennt Cornelia Rösner die Klassen 1 bis 6 der Schillerschule. Nur wenige Schritte vom VfR entfernt findet die flexible Nachmittagsbetreuung im Jugendhaus "Seifenblase" statt für eine Ganztagsschule ein zentrales Element. Auch dies ist mit Kosten verbunden, die Stadt muss für die Betreuung ab 14 Uhr eine Kraft bereitstellen, aus dem Fördertopf soziale Stadt werden bis 2010 jährlich 25 000 Euro zur Verfügung gestellt. Angepeilt ist, im Bereich der Essensausgabe und der Nachmittagsbetreuung Menschen aus Oberrheinfelden einzustellen, aber auch ehrenamtliches Engagement ist gefragt. Träger des betreuten Mittagstisches und der Nachmittagsbetreuung ist das Diakonische Werk in Zusammenarbeit mit dem SAK (Sozialer Arbeitskreis), Unterstützung gibt es auch von der IG Spielplatz Schwedenstraße, dem VfR und der Schillerschule selbst. |
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Alle Grundschulen bieten Betreuung |
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| Gemeinderat lobt den konsequenten Ausbau und bewilligt mehr Geld für die Neumattschule |
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| Von Sabine Ehrentreich |
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So kümmert sich der SAK vom Morgen bis zum Spätnachmittag um die Neumatt-, die Astrid Lindgren- und die Grundschule Salzert, die Kaltenbachstiftung betreut zwei Gruppen an der Fridolinschule, die Stadt die Grundschulen in Brombach und Tumringen und die Hebelschule. Albert-Schweizer- und Pestalozzischüler können nach 12 Uhr ins Alte Wasserwerk. Fast alle Grundschüler haben also bereits jetzt die Möglichkeit, in der Schule oder im Hort zu essen. Vom kommenden Schuljahr an übernimmt der SAK die Betreuung in der Hebelschule und bietet dort auch ein Mittagessen an. An der Tumringer Grundschule wird die Betreuung durch die Stadt bis 16 Uhr auf fünf Tage ausgeweitet, an der Albert-Schweitzer-Schule gibt es künftig ein Angebot am Morgen. Die Betreuung für die Eichendorff-Schüler im Pestalozzikindergarten wird ausgebaut, auch im Gärtnerhaus sollen von 2009 an bis zu 20 Schüler betreut werden. Die Schlossbergschule wird ab 2009 zur ganztägigen Montessorischule ausgebaut. Die Schülerhorte Kaltenbachstiftung und St. Peter bleiben bestehen. Damit sind künftig an allen Grundschulen außer der Schlossbergschule Plätze für eine ganztägige Betreuung vorhanden das sind 300 Plätze plus 70 Hortplätze. "Damit ist ein bedarfsgerechtes Angebot geschaffen, das sogar noch Spielräume nach oben offen lässt" , heißt es in der Vorlage. Die Kosten sind im wesentlichen über den Haushaltsansatz gedeckt. Mehr Personal und damit auch mehr Geld ist allerdings für die Neumattschule erforderlich. In der ersten "echten" Ganztags-Hauptschule in Lörrach kommt in jedem Schuljahr ein Klassenzug dazu, der bis 16 Uhr an der Schule ist und Angebote braucht. Für 2009 wurden zusätzliche 62 000 Euro bewilligt, für 2010 101 000 Euro, für 2011 schließlich 122 000 Euro. Die Kostensteigerung für 2008 kann durch Restmittel abgedeckt werden. Die Kosten entstehen als Zuschusserhöhungen an den Sozialen Arbeitskreis, der die Betreuung leistet und dafür von den Räten ebenso ungeteilte Anerkennung erfuhr wie das Kollegium der Neumattschule. |
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Neue Akzente für Ganztagsbetreuung |
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| Mehr Personal für Neumattschule / 1,15 Millionen Euro für Kinderland / Zuschuss für Mittagstisch |
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| Von Ulla Kaufmann |
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Auch der Ausbau des Hauses Baumgartnerstraße 14 zum Projekt "Kinderland" für schätzungsweise 1,15 Millionen Euro wird von der SPD mitgetragen. Klar sei, so heißt es in einer SPD-Pressemitteilung, dass sich das städtische Engagement für ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot künftig in höheren Haushaltsansätzen niederschlagen werde. Die Grünen heben in ihrer Stellungnahme ausdrücklich die Absicht der Stadt hervor, mit 1,5 zusätzlichen Stellen die Nachmittagsbetreuung an der Neumattschule personell besser auszustatten. In Absprache zwischen Schule, Stadt und SAK der Soziale Arbeitskreis tritt als Dienstleister auf wurde der Bedarf an zusätzlichen 1,5 Stellen festgelegt. Nach Ansicht der Grünen ist das "erforderlich und gerechtfertigt" . Dies sei im Landkreis Lörrach "wohl einmalig" , wie es in einer Mitteilung der Grünen heißt. Auch die CDU begrüßt das Engagement der Stadt beim Thema Ganztagsbetreuung. Grundsätzlich lege die CDU Wert auf eine pädagogisch qualifizierte Betreuung der Schüler. |
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Kinder machen Theater |
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| Kindertheatertreffen im Grütt |
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| Von Ulla Kaufmann |
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Das Eröffnungsstück "Pippi in der Villa Kunterbunt" war eines der bisherigen Highlights. Spätestens als es "Hey Pippi Langstrumpf" aus den Lautsprechern tönte, waren alle Kinder auf ihren Plätzen. Sichtlich gebannt vom Auftritt der professionellen Gruppe "Theater Fritz und Freunde" verfolgten sie die Geschichten rund um Tommy, Anika und den Kleinen Onkel. Ob auf dem Rummel oder beim feinen Dinner, die Szenen wurden mit einfachen Mitteln toll inszeniert. Am Montag standen dann auch die Schulklassen und Kindertheatergruppen wieder auf der Bühne. Die Höllsteiner Grundschule machte mit einer eigenen Fassung von "Ritter Rost" den mutigen Anfang. Ein Drache macht in dem Stück Ärger und soll vom Ritter bekämpft werden. Die Theatergruppe Efringen-Kirchen präsentierte danach ihr Märchen "Prinzessin Sabrina" . "Die Kinder haben alle Szenen, Rollen und Texte selbst erfunden." , sagte die stolze Theaterpädagogin Tanja Holtze über ihre jungen Schauspieler. Die Viertklässlerin Laura Strack hatte die Grundidee zur Inszenierung. Zum Inhalt des Märchens nur so viel: Prinzessin Sabrina soll heiraten, möchte aber viel lieber auf Turnieren reiten und kämpfen. Die 250 Grundschüler im Publikum schauten den Akteuren aufmerksam zu und bewunderten die vielen tollen Kostüme. Auch das Rahmenprogramm zum Festival stimmte sichtlich die Rollenrutsche war eines der Highlights und eine Abkühlung durfte beim tollen Sommerwetter natürlich auch nicht fehlen, Eistee gab es zum Beispiel umsonst. Drei Klassen der Fachschule für Sozialpädagogik Lörrach sorgten wie in den vergangenen Jahren auch schon für das Mitmachprogramm. Von Jahr zu Jahr wächst der Andrang auf das Festival nun stetig. "Vor allem mittags kommen immer mehr Kinder" , stellte Birgitt Vaith, eine der Organisatorinnen erfreut fest. "Am Anfang des Kindertheatertreffens haben wir teilweise vor zwanzig Personen gespielt." Im Gegensatz dazu waren die Morgenvorstellungen, die für Schulklassen reserviert sind, schon immer sehr schnell ausgebucht. Auch in diesem Jahr waren alle Plätze innerhalb einer Woche belegt. Täglich sehen bis zu 250 Kinder das Theaterprogramm. |
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Familiensonntag mit Theater |
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| Kindertheatertreffen im Grütt |
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Glücksgefühle für Freunde des Krautrock |
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| Neue Konzertreihe in Lörrach |
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Andreas Daute, im Brotberuf Abteilungsleiter eines größeren Unternehmens der Region, ist einer aus dem Trio. Dem 48-Jährigen, der bei Mulhouse lebt und in seinem Heimstudio selbst in die Keyboardtasten greift, geht es bei dem Back to the Roots ähnlich wie den Bands, die meist nicht (mehr) von ihrer Musik leben vor allem um den Spaß, aber nicht um finanzielle Interessen. Im Gegenteil. "Wir setzen auch private Mittel ein" , schildert Daute. Zusammen mit den SAK will er nun regelmäßige Lörracher Rocknächte etablieren. Den Auftakt im September macht ein Doppelkonzert mit zwei Bands, die in den 70er Jahren für Furore sorgten: Da ist zum einen Baumstam, ein Quartett aus dem Ruhrpott, 72 gegründet und einst eine Kultband. Der Sound mit zwei heavy Fuzz-Gitarren war wegweisend im Deutschen Rock und das Werk "On Tour" von 1975 wird heute für bis zu 600 Euro gehandelt. Ende der 70er Jahre aber trennten sich die Wege der Musiker, bis sie sich 04 nach 27 Jahren wieder zusammenfanden und Uli Klawitter die Balladen so einfühlsam singt wie einst. 05 legten sie mit "Dreams of Yesterday" ein neues Album vor und 07 folgte das hochgelobte "Moment" . "Es ist ein Glücksfall, die Band im Südwesten zu hören", findet Daute. Die zweite Band der Rocknacht-Premiere ist die 1970 gegründete englisch-deutsche Formation Epitaph: eine Legende des Krautrock, die in Europa und den USA Erfolge feierte und ihr einziges Konzert im Dreiländereck in Lörrach gibt. Sie tauchte Ende 04 wieder auf aus der Versenkung und ihre 07 veröffentlichte CD "Remember The Daze" begeisterte Fans wie Kritiker: Das ist handgemachte Rockmusik im besten Sinne. Und im Dezember ist übrigens bereits eine zweite Lörracher Rocknacht programmiert. Headliner ist Jane: die Krautrock-Band schlechthin. Michael Baas 1. Lörracher Rocknacht, 11. September, Altes Wasserwerk, 20 Uhr 2. Rocknacht, 5. Dezember, 20 Uhr Vorverkauf: Geschäftsstellen der BZ |
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Mit Koop- Klassen zum Berufseinstieg |
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| Zehn Jahre Kooperationsklasse der Albert-Schweitzer-Schule mit der Berufsschule in Lörrach |
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| Von Heidemarie Wussler |
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LÖRRACH. 1977 wurde in der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) die erste Kooperationsklasse im Schulamtsbezirk Lörrach eingerichtet. Am Samstag feierte man den zehnten Prüfungsjahrgangt. Günter Schyja, Rektor der ASS, las anstelle seinereigentlich geplanten Rede den Kommentar von Stefan Hupka aus der Badischen Zeitung vom Freitag. Da habe endlich jemand begriffen, worum es gehe. Dass die Gesellschaft " vor lauter Fixierung auf die Spitze, auf Tempo, Pensum und Wettbewerb an Gymnasien vergessen habe, an die Schwächsten, die Hauptschüler zu denken" , dem sei nichts hinzuzufügen. Das koste Geld, aber die Hauptschule sollte, so der Kommentator. Selbst wenn sie das Doppelte an Ressourcen eines Gymnasiums brauche, dies bekommen. Hansjörg Noe, ehemaliger Leiter des Staatlichen Schulamtes, der die Festrede hielt, stimmte zu. Die Problematik wachse und verantwortungsvolles Lehrpersonal könne sich dieser Aufgabe nicht verweigern. Die erste Kooperationsklasse hatte es in Lahr gegeben. In Lörrach hörte man davon und das Schulamt begann an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) mit den Lehrern Bernhard Henkel, Freddy Kromer und Heide Leyk und der Berufsschule das zweijährige Modell Hauptschule und Berufsvorbereitungsjahr, jetzt Hauptschule und Berufsschule, zu entwickeln. Jugendliche, die die Hauptschule nicht geschafft haben, profitieren davon. Weil Kooperationsklassen als Schulmodell galten, waren sie gut ausgestattet, in Lörrach mit 31 zusätzlichen Unterrichtsstunden. Als das Modell gelungen dann war, wurde es ins Schulgesetz übernommen und die Stunden weggenommen. Die ASS habe es etwas besser, da der Modellcharakter geblieben sei. Dennoch meinte Noe: "Wenn man die Vesuchsanordnung ändert, kann das Ergebnis nicht das Gleiche sein." Mittlerweile gebe es verschiedene Koop-Klassen: ASS und Gewerbeschule bieten Klassen für Schüler, die nicht mehr hauptschulpflichtig, aber aufgrund des Alters berufsschulpflichtig sind. Sie oder ihre Eltern schließen einen Schulvertrag. Außerdem gibt es Koop-Klassen für Hauptschulpflichtige mit der Förderschule, mit der Lebenshilfe und Fit für Arbeit, das beim Sozialen Arbeitskreis (SAK) untergebracht ist. Wichtig sei, dass durch die Berufsschule das betriebliche Element hinzu komme und die Jugendlichen die Folgen ihres Verhaltens erkennen. Viele Handwerksbetriebe und Handelsketten machten mit, berichtete Manfried Fischer, Schulleiter der Berufsschule. Drei Säulen wirken bei den Koop-Klasssen ineinander: die schulische Komponente, die Lebensumstände des Einzelnen und die Berufswegplanung. Wichtig sei, Schule und Schulsozialarbeit zu verbinden. Seit 7 Jahren werden deshalb die Koop-Klassen von dem Sozialpädagogen Hermann Eppler von BBQ unterstützt. BBQ führt damit die Initiative Start 2000 Plus, gefördert von Südwestmetall, aus. Mehr als 90 Prozent der Schüler haben den Hauptschulabschluss geschafft. Das dokumentiert die kleine Ausstellung, die Freddy Kromer und Heide Leyk zusammenstellten. Sie hatten ehemalige Schüler befragt, was ihnen die Koop-Klassen gebracht haben und was aus ihnen geworden sei. Zwar wurden von 113 Schülern nur 15 erreicht, aber es sei hochspannend gewesen, die Lebenswege zu erfahren. |
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Nachdenken über den zweiten Schritt |
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| Nach den "Wiesionen" drängt sich die Frage nach der Klammer zwischen Stadt und Fluss auf |
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| Von Willi Adam |
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Frank Hovenbitzer, Kreisvorsitzender des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und auch über die Bürgerstiftung mit den "Wiesionen" verbunden, wünscht sich in Fortführung dieser Projekte konkrete stadtplanerische Schritte für die Anbindung des Zentrums an den Fluss. "Wir müssen die tiefer gelegenen Stadtteile aktivieren" , sagt Hovenbitzer. Dazu brauche es zunächst die ausgestalteten Verbindungen von der Innenstadtachse zum Fluss, die im städtebaulichen Entwicklungskonzept Lörrach-Weil empfohlen und bei einem Architektenworkshop bereits einmal diskutiert wurden. Zusätzlich müsse man aber auch gestalterische Überlegungen zum Umgang mit der Bundesstraße am Wiese-Ufer anstellen. Hovenbitzer selbst hat dazu schon einmal Ideen für einen "Wiese-Boulevard" in die Diskussion eingespeist. Ob auf dieser oder anderer Grundlage müsse man daran arbeiten, dass aus dem Straßenareal ein "gestalteter Raum" wird, rät Hovenbitzer. Allerdings muss für die Weiterentwicklung all dieser Ideen auch ein politischer Wille artikuliert und festgehalten werden. Gerhard Zickenheiner, der mit dem Landschaftsarchitekten Donald Jakob die neue Rossschwemme entworfen hat, sieht bei der Verklammerung von Fluss und Innenstadt die Notwendigkeit für eine "großflächige Raumplanung" , die über die Dimensionen der "Wiesionen" und des "Wiese-Boulevards" hinausgeht. Mit einer solchen Rahmenplanung könnte eine Entwicklung in Gang gebracht werden, die den Standort Lörrach insgesamt beflügeln würde, glaubt Zickenheiner. Während Frank Hovenbitzer die Stadt in einer gewissen Pflicht sieht, weil das Thema auch Teil des Agenda-Prozesses war, müssen nach Aussagen von Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm die stadtplanerischen Kapazitäten zunächst auf andere Aufgaben, etwa den Schulcampus, konzentriert werden. Für die Akzentuierung der Achse Stadt-Fluss sei es ohnehin wichtig abzuwarten, was große (gewerbliche) Eigentümer mit ihren Immobilien vorhaben. "Die Firmen müssen sich einbringen" , betont die Oberbürgermeisterin. Vielleicht setze schon die Aufwertung der Wohnhäuser an der Teichstraße durch die Wohnbau Lörrach Anreize für neue Entwicklungen im Quartier. |
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Ein rauschendes Fest an der Wiese |
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| Mit einem kleinen Festakt und einer großen Party wurde die Rossschwemme eingeweiht / Heißer Tanz auf den Planken |
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| Von Barbara Ruda |
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Beim ersten Wiesefest vor fast genau drei Jahren hatten die Lörracher schon mal ausprobiert, wie es denn sein würde, wenn die Stadt ihrem Fluss wieder ein Stück näher käme. Damals sei ihnen eine ganz Menge Skepsis begegnet, erzählte Gisela Talke von der Bürgerstiftung als ideeller Trägerin des Projekts. Schließlich konnten sich viele unter den "Wiesionen" nichts vorstellen. Aber es sei damals eben auch ein Stein ins Wasser geworfen worden, der fortan immer größere Kreise zog. Die Bedenken seien ausgeräumt worden, und nun könne jeder sehen und mit dem in Richtung Schweizer Grenze rauschenden Wasser auch hören, was die Beteiligten gewollt hatten: einen Naherholungs- und Treffpunkt für die Menschen zu schaffen und gleichzeitig den Fluss auch der Natur zurückzugeben, beispielsweise mit natürlichen Strömungen für Fische wieder durchgängig zu machen. Was die "Wiesionen" bundesweit zu einem Modellprojekt machte, so dass die Deutsche Bundesstiftung Umwelt sie als förderungswürdig einstufte, war die Partizipation vieler engagierter Bürger. Das erläuterte Volker Wachendörfer für die Stiftung. Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm stellte fest, dass die "Wiesionen" nun keine Utopie mehr sind und dankte dafür allen, die das möglich gemacht haben: Architekt Gerhard Zickenheiner dafür, dass er den Lörrachern mit seiner Idee den (Wasser-)Floh ins Ohr gesetzt hatte, Landrat Walter Schneider, dem "Wiesionen-Neptun" Ulrich Springer vom Regierungspräsidium Freiburg und Erich Linsin, dem "kreativen mutigen Wassermann" vom Regierungspräsidium mit Dienstsitz in Bad Säckingen, die alle in ihren Behörden dem Projekt den Weg ebnen halfen, dem BUND, dem SAK, Projektleiterin Isolde Britz, die mit unermüdlichem Einsatz und Idee viel zum Facettenreichtum der "Wiesionen" beitrug und den vielen Spendern, welche den ersten Schub aus der Bürgerschaft heraus gegeben hatten. Nach dem offiziellen Teil wurde im und um das Wasser herum vergnügt gefeiert. Die Pepperhouse Stompers stimmten dazu die passende Wassermusik an. Nachdem die Festredner auf dem Steg so kräftig getanzt hatten, dass sie Gefahr liefen, in die Wiese zu fallen, wagten sich die Oberbürgermeisterin und Volker Wachen dörfer im Gummiboot in die reißenden Fluten. Die Wiese führt nämlich zurzeit wegen der Regenfälle viel Wasser. Andere ließen einfach die Füße ins Wasser baumeln, brieten Stockbrot überm Feuer oder beteiligten sich an einem Quiz. Kinder konnten Wasserproben nehmen und durch die Lupe nach Kleinlebenwesen durchsuchen. Unterhalten wurden die Gäste mit Theater, Tanz und Musik. Zur Finanzierung der drei nächsten angedachten Projektstufen wurden auch wieder Wiesemeter verkauft. Die Herausforderung, den Fluss näher an die Menschen zu bringen, haben die Macherfolgreich bewältigt. |
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Eine Idee erreicht neue Ufer |
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| "Wiesionen" setzen Impulse für die Natur und die Naherholung / Einweihung der Rossschwemme |
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| Von Willi Adam |
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Die "Wiesionen" sind sowohl thematisch als auch organisatorisch ein äußerst vielschichtiges Projekt. Inhaltlich geht es darum, auch in einem übertragenen Wortsinn den Blick der Lörracher Bürger auf ihren Fluss zu lenken. Das erfolgt(e) bei der Tumringer Brücke durch den Einbau der Buhnen und der Stege nach den Plänen des Lörracher Architekten Gerhard Zickenheiner und des Basler Landschaftsplaners Donald Jakob. Lörrach gewinne damit einen neuen Naherholungsraum, der insgesamt den Standort aufwerte, sagt Zickenheiner. |
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Fest an der Wiese |
| Neue Rossschwemme wird am Samstag eingeweiht |
LÖRRACH (BZ). Mit einem Fest wird am Samstag die neu gestaltete Rossschwemme und damit ein Kernprojekt der "Wiesionen" eingeweiht. Bei der Tüllinger Brücke wird der neue naturnahe Aufenthaltsbereich um 11 Uhr von Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm offiziell eröffnet. Ansprachen gibt es außerdem von Gisela Talke (Bürgerstiftung), Ulrich Springer (Regierungspräsidium Freiburg) und von Volker Wachendörfer (Deutsch Bundesstiftung Umwelt). Gegen Mittag beginnt dann das eigentliche Fest mit verschiedenen Auftritten der "Pepperhouse Stompers" , eines Kinderchors, der SAK-Breakdance-Gruppe und einer Darbietung zu Händels "Wassermusik" von Kindern aus Birsfelden. Für Jugendliche und Kinder gibt es noch zahlreiche Angebote am Fluss. Betreut werden diese Programmpunkte von der Jugendfeuerwehr, von der Theatergruppe "Tempus fugit" , von Umweltgruppen und Schulen. Bereits am Freitag trifft sich der "Wiesionen" -Beirat, der das Projekt wissenschaftlich begleitet. |
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Gespräche über Lärm beim SAK |
| Nur sechs Nachbarn kamen |
LÖRRACH (neh). Nur wenige Wochen vor Beginn des Stimmen-Festivals gibt es um den neu ins Programm aufgenommenen Spielort "Altes Wasserwerk" , noch Gesprächsbedarf. Aufgrund einer anonym eingegangenen Beschwerde tut sich die Stadt schwer mit einer Genehmigung für das zweitägige Open Air auf der Außenbühne des SAK-Geländes im Rahmen des neuen "Stimmbandes" . Hintergrund sind Konflikte, die aus dem regulären Konzertbetrieb des SAK resultieren. Bereits mehrfach hatte es Beschwerden gegeben. Geschäftsführung und SAK-Kulturbüro haben deshalb im Rahmen des Wasserwerk-Festes am vergangenen Wochenende das Gespräch mit Anwohnern gesucht. Dabei sollte im Dialog geklärt werden, welche konkreten Probleme und Reibungspunkte vorliegen und welche Lösungswege beschritten werden könnten. Einfach werde das mit Sicherheit nicht, betont Bürgermeisterin Marion Dammann, seien doch beide Seiten gut zu verstehen. So sei es zweifelsohne im Interesse besonders der jüngeren Bürger, einen regen Konzertbetrieb aufrecht zu erhalten auch auf der Open-Air-Bühne. Andererseits stelle die Lärmbelästigung sei es durch die Veranstaltungen selbst oder durch lautes verhalten im Umfeld ein großes Problem dar. Dass am Sonntag nur sechs Personen zum Anwohnergespräch kamen, stellt Marc Trautmann vom Jugend- und Kulturbüro des SAK jedenfalls nicht zufrieden. Maßnahmen seien trotzdem ergriffen worden: "Wir geben Programme aus" , so der Ansatz, "damit Betroffene abgleichen können, ob das jeweilige Ärgernis überhaupt mit unseren Veranstaltungen zusammenhängen kann." Zudem sei das Kulturbüro schon seit den Beschwerden im Herbst bemüht, Abhilfe zu schaffen. Der bis dahin öffentlich vermietete Partyraum sei geschlossen worden, so Trautmann. Nach Vermutungen des SAK-Teams seien oft solche Partys Ursache von Lärmbelästigungen gewesen. Es müsse jedenfalls geklärt werden, wie den Bedürfnissen der Anwohner Rechnung getragen werden kann, ohne das Veranstaltungsangebot zu reduzieren. Im Rahmen der "Stimmen" und des dreitägigen Festival-Stadtfestes "Stimmband" sind an verschiedenen Spielorten in Lörrach und Riehen Konzerte geplant. Am 18. und 19. Juli wird in diesem Rahmen auch die SAK-Bühne bespielt. |
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Kritik in Kürze |
| Altes Wasserwerk: Six Nations springen ein für Chupacabras |
Zwei Tage vor einem voraussichtlich ausverkauften Konzert eine Ersatz-Band organisieren zu müssen das ist wohl der Alptraum jedes Veranstalters. Doch nach der Absage der Chupacabras stand Marc Trautmann vom Alten Wasserwerk in Lörrach genau vor der Situation: Er brauchte eine Gruppe, die das Niveau der sieben Kölner annähernd halten kann. Gesucht und gefunden hat der Chef des Kultur- und Veranstaltungs-Büros Six Nations aus Koblenz. Mitgebracht hatten sie nicht nur ihren bunten, mit Einflüssen aus der ganzen Welt angereicherten Reggae-Mix, sondern auch den Willen, die entstandene Lücke mehr als zu füllen. Zuvor hatten die Sunbeams of Spring den passenden Sound geliefert, sich für die Show der Koblenzer warm zu tanzen, und ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Abend auch bei geändertem Ablauf befriedigend werden würde. Die fünf Lokalmatadoren, die erst seit einem Jahr zusammen proben, trugen ihren Teil dazu jedenfalls bei. Dann waren Six Nations an der Reihe. Der Name der Gruppe ist Programm, tatsächlich spielen in der achtköpfigen Truppe Musiker aus sechs Nationen, auch wenn durch den Ausfall von Trompeter Seif Rengwe nur fünf auf der Wasserwerk-Bühne vertreten waren. Musikalisch zog sich ein roter Faden durch den außergewöhnlich langen Auftritt der internationalen Band und verband die sich abwechselnden und technisch tadellos vorgetragenen Elemente aus Ska, orientalischen Klängen, Salsa und Rock: Der von Keyboard und Saxophon immer wieder zitierte Reggae-Offbeat. Die Spielfreude der Jungs und Mädels um Frontmann Pachango steckte das Publikum ohne lange Inkubationszeit an und ließ einen Besucher schon nach wenigen Minuten resümieren: "Der Ersatz ist gut." Ein Glücksfall jedenfalls für das Wasserwerk und die Organisatoren, dass die Musiker der Chupacabras und der Six Nations sich kennen und dass Erstere, auf der Suche nach einer spontan verfügbaren Ausweichgruppe, auf die Koblenzer kamen. Das bescherte dem zu Beginn noch irritierten Publikum einen überaus gelungenen Weltmusik-Abend. |
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Stadt will Kinderrestaurant |
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| Erster Schritt auf dem Ausbau der Schillerschule zur Ganztageshauptschule |
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| Von Ralf H. Dorweiler |
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"Sie merken an unserem Programm, dass wir nach vorne marschieren" , begrüßte Oberbürgermeister Eberhard Niethammer. "Zwar noch nicht immer auf festem Boden, aber es geht weiter." Beim Modellvorhaben Soziale Stadt ist schon einiges in Bewegung gekommen, mehrere Projekte sind in Oberrheinfelden angelaufen und nun möchte die Leiterin des Amts für Familie, Jugend, Senioren und Soziales, Cornelia Rösner, und der OB an der Schillerschule eine Ganztageshauptschule installieren. Niethammer: "Ein erster Vorklapp auf dem Weg dahin ist ein Kinderrestaurant und eine flexible Nachmittagsbetreuung." Dabei ist in der Schillerschule kein Platz für ein solches Angebot. Das Essen soll darum in der VfR-Gaststätte stattfinden, die Betreuung im Jugendzentrum Seifenblase. Der Start für die neuen Angebote ist ehrgeizig kalkuliert: Bereits im neuen Schuljahr sollen beide den Schülern der Schillerschule zur Verfügung stehen. Finanziell möglich wird dies durch das Modellvorhaben Soziale Stadt, das 25 000 Euro jährlich bis 2010 dafür zur Verfügung stellt. Für die Nachmittagsbetreuung sollen Zuschüsse des Lands aktiviert werden, der Fritz-Berger-Fonds gibt zudem einen Essenszuschuss. Trotzdem wird das Angebot für Eltern nicht umsonst sein. Regulär kostet ein Mittagessen drei Euro plus einen Euro Betreuungsanteil. Einen weiteren Euro kostet jede Stunde der flexiblen Mittagsbetreuung. Bedürftige Kinder können mit einem Nachweis für einen Euro essen und sich für 50 Cent pro Stunde betreuen lassen. Träger des Angebots wird das Diakonische Werk in Kooperation mit dem Sozialen Arbeitskreis (SAK) sein. Zahlreiche Projektpartner unterstützen das Vorhaben, etwa die IG Spielplatz Schwedenstraße oder der VfR, die Schillerschule selbst und das SAK-Quartiermanagement Oberrheinfelden. Das vollwertige Mittagessen wird in die regulär erst ab 16 Uhr geöffnete VfR-Gaststätte vom St. Josefshaus angeliefert. Es soll dort aber auch Projekttage zum Selberkochen geben. Durch das Projekt werden neue Arbeitsplätze in Oberrheinfelden geschaffen. Wenn möglich, sollen die eingestellten Personen etwa für die Essens- oder die Nachmittagsbetreuung aus dem Stadtteil kommen. Weitere auf ehrenamtlicher Basis tätige Kräfte werden benötigt. Die Stadt muss laut Planung eine Kraft für die Betreuung ab 14 Uhr bereitstellen. Die Nutzung des Jugendzentrums Seifenblase ist kostenlos. "Wir steigen damit in einen Bereich ein, der alle Geld kostet. Aber wir haben keine Alternative dazu" , sagte der OB. Die benötigten Mittel stehen im Haushaltsplan 2008 für das Modellvorhaben Soziale Stadt zur Verfügung. Noch vor den Sommerferien soll in der Schillerschule eine Elterninformation stattfinden. Flyer und Informationen werden allen Kindern zur Verfügung gestellt. Kein Luxus, sondern Pflicht Mittagstisch der Schillerschule Die Politik hat es sich leicht gemacht mit der Ganztagesbetreuung. Die Vorgaben des Bunds und der Länder umzusetzen, ist letztlich Aufgabe der Gemeinden und die haben einiges zu stemmen. So auch Rheinfelden. Was, wenn die Schüler der Ganztagesschule Warmbach aus der Schule wachsen? Klar: Eine Ganztageshauptschule muss her und da hat die Verwaltung mit den Trägern Diakonie und SAK einen richtigen Coup gelandet. Ab dem nächsten Schuljahr, also im Herbst, soll es bereits losgehen. Natürlich ist ein betreuter Mittagstisch noch meilenweit von einer Ganztagesschule entfernt, aber zusammen mit der Nachmittagsbetreuung ein wichtiger und in seiner zeitlichen Planung ehrgeiziger Schritt. Noch wichtiger aber ist, dass dieser auch bürgerschaftliches Engagement weckt. Die Beteiligung des VfR ist da schon ein guter Ansatz. Denn die Mittel sind knapp. Allerdings ist diese Arbeit auch kein Luxus, sondern eine Pflicht gegenüber den kommenden Generationen. Zuschüsse für Essen bedürftiger Kinder RHEINFELDEN (dor). Das verbilligte Essen für Kinder aus bedürftigen Familien soll in allen Kindertagesstätten, Schülerhorten und Schulen mit 50 Cent von der Stadt gefördert werden. Diese Empfehlung dem Gemeinderat auszusprechen entschied der Sozialausschuss am Montag. 1,50 Euro pro Essen würde der Fritz-Berger-Fonds des Kreises übernehmen, der sich länger in Rheinfelden engagieren möchte. Bei einem Preis von drei Euro verbleibt so noch ein Eigenanteil von einem Euro für die Eltern. Rheinfelden geht von einem Förderbedarf bei 75 Kindern aus, was Mehrkosten von 750 Euro pro Monat bedeutet. Die Mittel stehen 2008 nicht im Haushalt zur Verfügung, könnten aber laut Cornelia Rösner durch andere Mittel ausgeglichen werden. |
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Mehrwert schaffen im Bestand |
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| Wohnbau Lörrach hat erfolgreiches Jahr hinter sich / Gute Rahmenbedingungen nutzen / Quartierschwerpunkte im Stadtgebiet |
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| Von Nikolaus Trenz |
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Zum Pressegespräch anlässlich der Verkündigung des Jahresergebnisse hat die Wohnbau nicht ohne Grund nach Stetten-Süd gebeten. Hier hat das Unternehmen die in seinen Besitz übernommenen ehemaligen "Koch-Bauten" in der Konrad-Adenauer- und in der Pestalozzistraße zum Teil saniert und nicht nur das äußere Erscheinungsbild verbessert. Das habe, so Nostadt, auch das Klima in der gesamten Anlage positiv beeinflusst. In der Pestalozzistraße wird gerade das jüngste Vorzeigeobjekt der Wohnbau bezogen. Nach den Plänen von Architekt Detlef Würkert entstanden hier 24 Wohnungen, ein Objekt des gehobenen Mietwohnungsbaues. Damit stützt die Wohnbau den Wohnstandort Lörrach. Zwei Drittel der berufstätigen Hausbewohner sind Grenzgänger in die Schweiz. Stetten-Süd, wo die Wohnbau innerhalb von zehn Jahren rund 30 Millionen Euro in Wohnraum für nahezu 600 Menschen investiert hat, gehört zu den Schwerpunktquartieren des Unternehmens. Davon gibt es etliche im Stadtgebiet: Salzert, Hünerberg-Süd, Nordstadt, Teichmatten, Wölblin/Teichstraße, Neumatt (Stetten) und Brombach mit drei Unterquartieren. Zu den Zielen gehört es, in jedem Viertel einen guten Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen. Das sei, so Nostadt, in Stetten-Süd vollauf gelungen. Ansonsten ist es ein Dreischritt, mit dem die Wohnbau in ihrem Bestand seit einigen Jahren dabei ist, "Mehrwert zu schaffen" . Architektonisch defizitäre Bauten werden aufgewertet, der Bestand wird energetisch auf den neuesten Stand gebracht und die Gebäude werden, soweit das geht, barrierefrei zugänglich gemacht. Bisher seien 20 Prozent der Wohnungen aus dem Wohnbaubestand barrierefrei zugänglich. Nostadt betont, dass auch Gebäude saniert werden, die weil nicht in Schwerpunktquartieren verkauft werden sollen (das macht die Wohnbau seit 1991 und finanziert damit einen Teil ihrer Investitionen). Das gilt aktuell im Leibnitzweg. Zur Quartiersarbeit gehört auch die Einrichtung von Gemeinschaftsräumen, die sich laut Willi Brunen, Leiter des sozialen Managements der Wohnbau, großer Nutzung erfreuten. Ihre Sozialarbeit will die Wohnbau auch verstärken und Brunen einen weiteren Sozialarbeiter zur Seite stellen. Unberührt davon bleibt die Kooperation mit Partnern wie Kaltenbach-Stiftung und Sozialer Arbeitskreis. Als nächstes Großprojekt hat die Wohnbau den Bau von rund 100 Mietwohnungen auf dem Niederfeldplatz vor. Derzeit läuft der Architektenwettbewerb, der im Oktober entschieden werden soll. In der Nordstadt befindet sich ein Sanierungsschwerpunkt. Die Rahmenbedingungen (Wohnungsmarkt, Kapitalmarkt) seien so günstig wie lang nicht, sagt Nostadt. "Lörrach hat als Wohnstandort sehr gute Karten. Und wir tragen dazu bei." I N F O B O X Wohnbau Lörrach 2007 Vermögen: 148 Mio Euro (2006: 123 Mio Euro), nach Fusion mit Städtischer WohnbauSchopfheim Jahresüberschuss: 338 000 Euro Eigenkapitalquote: 15 Prozent (2006: 14,5 Prozent) Invstitionen in Sanierung: 12,3 Mio Euro Bewirtschaftete Objekte: 3750 Wohnungen (davon rund 3200 in Lörrach) und rund 100 Gewerbeeinheiten Mitarbeiter: 54 KOMMENTAR: Wichtig für die Stadt Wohnbau Lörrach |
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"Phantastische Partner" |
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| Mit einem Empfang würdigte das Museum am Burghof das Schülerengagement für "Alles im Fluss" |
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| Von Barbara Ruda |
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Ungefähr 130 von fast 200 Beteiligten, darunter Schüler von Grund- und Realschulen sowie Gymnasien aus Deutschland und der Schweiz und einer Freizeitgruppe vom Sozialen Arbeitskreis (SAK), waren gekommen. Mit ihrer Arbeit sei ein ganzer Bereich in der Ausstellung entstanden, mit Hilfe dessen andere Kinder, Jugendliche und Erwachsene Neues über das Element Wasser und die Flüsse Wiese, Birs und Ill lernen könnten, lobte Projektleiterin Waldtraud Hupfer. Claudia Glass erzählte, was von den jungen Leuten erarbeitet, gefunden, recherchiert und an Kunstwerken und Musik geschaffen wurde. "Alles im Fluss" sei nicht die erste Ausstellung, die sie gestaltet habe, aber noch nie habe sie so viele Mitarbeiter gehabt. Glass dankte nicht bloß den Schülern, sondern auch den Lehrkräften, die phantastische Partner gewesen seien. Sie selbst habe gelernt, dass man Kindern und Jugendlichen gar nicht so viele Vorgaben machen, sondern ihnen bloß gute Ansprechpartner zur Verfügung stellen müsse. Für die Bürgerstiftung Lörrach dankte Frank Hovenbitzer den Schülern. Als kleines Geschenk gab es für jeden unter anderem einen Gutschein für einen Gratiseintritt ins Museum für die ganze Familie. Nach einem kleinen Imbiss im Museumshof ging es dann für die deutschen Schüler in die Pfingstferien, für die Schweizer ins verlängerte Wochenende. Angesichts des Sommerwetters bot beides die Möglichkeit, mit dem Element Wasser hautnah in Kontakt zu kommen beim Besuch im Freibad oder, indem man einfach seine Füße in einen der drei Flüsse hineinsteckte. |
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Große Auftritte für kleine Schauspieler |
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| Kindertheatertreffen im Grütt |
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| Von Ulla Kaufmann |
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"Wir möchten den Kindern eine Plattform bieten, ihre Stücke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren" , erläuterte die Leiterin des SAK-Kinderbüros Birgitt Kiefer gegenüber der Presse. Durch den Austausch miteinander sollen die Kinder lernen, über ihre Grenzen hinauszugehen. Täglich von 9.30 bis 17.00 Uhr zeigen neun Schulklassen und vier freie Theatergruppen aus Höllstein, Efringen-Kirchen, Lörrach, Zell, Steinen und Rosenau/Frankreich ihre Produktionen. Austausch im Gesprächsforum
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Deutsche Seite fühlt sich abgehängt |
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| Nur wenig Besucher beim erstmals angebotenen "Rendezvous der Kulturen" rund um das Haus Salmegg |
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| Von Valentin Ade |
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"Wir sind hier etwas abgehängt durch die Lücke auf der Rheinbrücke" , beklagte sich Klaus Altenstetter vom Verein Hilfe für Ostsumba am Sonntagnachmittag über die räumliche Situation. Denn während auf Schweizer Seite entlang der Fröschweid und auf dem Gelände des ehemaligen Casinos Hunderte Menschen verschiedenster Herkunft und Hautfarbe gemeinsam feierten, Waren anboten und sich über ihre Kulturen austauschten, klaffte auf der Rheinbrücke zwischen Inseli und Haus Salmegg ein Loch. Von Schweizer Seite, so vermutet es Danielle Hirschberger, Mitstreiterin von Altenstetter, entstand bei manchen vielleicht so der Eindruck, das Festival wäre ab Inseli zu Ende. Aber auch der Zuspruch deutscher Besucher hielt sich für die starke deutsche Besetzung mit zum ersten Mal sieben gemeinnützigen Vereinen in Grenzen. Obgleich am Sonntag doch einige den Weg zum Haus Salmegg fanden, der Peru-Kreis Dinkelberg, die Peru-Hilfe Minseln, der Verein Fair Aid/ Choose Life Africa, der Verein Hilfe für Ostsumba, der Eine-Welt-Laden, der Runde Tisch Mitgemischt zusammen mit dem Schweizer Runden Tisch Integration und dem Freundeskreis Asyl sowie die Volkshochschule hatten sich mehr erhofft. So fanden beispielsweise die angebotenen Sprachkurse sowie die Sprachschleuse kaum bis gar nicht statt. "Die deutsche Beteiligung muss sich einfach mehr herumsprechen" , meint VHS-Leiterin Gaby Dolabdjian und sieht auch den Künstler- und Töpfermarkt als Konkurrenzveranstaltung. Sie verspricht sich von nächstem Jahr mehr, will allerdings trotz der verhaltenen Besucherzahlen das Engagement nicht als Reinfall wissen. Auch Susanne Pretzsch vom Sozialen Arbeitskreis (SAK) konnte einige Menschen informieren und sieht die Veranstaltung als lohnenswert an. Denn als Magnet wirkte vor allem das Unterhaltungsprogramm mit einem Jongleur, Puppentheater und Folkloregruppen beispielsweise dem russischen Trachten-Chor "Echo" aus Schopfheim. "Ich finde es ganz wichtig, dass durch diese Veranstaltung die lokalen Eine-Welt-Partnerschaften sowie Integrations- und Asylgruppen ihre Kräfte gebündelt und gemeinsam aufgetreten sind" , hebt Gabriele Zissel, Beauftragte für die Lokale Agenda 21 in deren Rahmen die gemeinsamen Aktionen entwickelt wurden. Darum wollen die Vereine und Organisationen auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam antreten. Im Vorfeld bräuchte es allerdings bessere Werbung für das deutsche Engagement, so Zissel. Auch soll 2009 ein umfangreicheres Rahmenprogramm angeboten werden. Terminlich ist man allerdings an die Schweizer Nachbarn gebunden, so dass die Konkurrenz zum Töpfermarkt bestehen bleiben wird. |
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Hausschuhe, Duschkabinen, tote Mäuse |
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| Mehr als 120 Freiwillige beteiligen sich an der Waldputzete rund ums Wohngebiet auf dem Salzert |
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| Von Kornelia Schiller |
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Der Werkhof stellte für die Reinigungsaktion Müllpicker, Abfallsäcke und eine Sammelmulde zur Verfügung. Sabine Heitzmann, Leiterin des Stadtteiltreffs Salzert, die überrascht angesichts der mehr als 120 freiwilligen Helfer war, reinigte mit ihrer Gruppe den Waldabschnitt rund um die Hochhäuser. "Heute sind ja noch so viele andere Aktionen in der Stadt, da freut es mich umso mehr, dass die Leute bei uns mithelfen" , sagte Heitzmann. Kaum im Wald angekommen, fand die achtjährige Laura bereits das erste kuriose Stück: einen triefend nassen Hausschuh in Form einer Tigerpfote. Zusammen mit ihrem Bruder Michael und ihren Eltern machte sich die Grundschülerin auf die Suche nach Dingen, die nicht in den Wald gehören. "Ich finde es überhaupt nicht gut, dass hier so viel Müll im Wald rumliegt" , stellte die neunjährige Jessica betrübt fest, während sie ein weggeworfenes Plastikbehältnis in den Müllsack stopfte. Der Müll sei nicht gesund für die Tiere, schließlich könnten sie sich daran verletzen, meinte sie. Ebenso verärgert über die sorglos weggeworfenen Gegenstände war auch Udo Fischer, der zusammen mit seinem Sohn Yannick half, den Salzertwald vom Unrat zu befreien. "Wir gehen oft hier oben im Wald spazieren, und ich meckere immer über die Müllentsorgung im Wald" , sagte der 43-Jährige. Diese Aktion gebe ihm jetzt mal die Chance, selbst etwas gegen die Verschmutzung zu tun. Eine wirklich übel riechende Entdeckung machte Lauras Bruder Michael, als er eine Flasche, die er gefunden hatte, von ihrem Inhalt befreien wollte. Denn in der Flüssigkeit befand sich ein Mäusekadaver, der sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen die Nase rümpfen ließ. Andere seltsame Fundstücke waren beispielsweise Duschkabinen und Sonnenschirme. Nach zwei Stunden Sammelarbeit trafen sich die drei Reinigungstrupps an der Finnenbahn. Dort gab es für jeden Teilnehmer einen Gutschein für den Kletterwald. Das anschließende Grillfest wurde von der dritten Klasse der Grundschule veranstaltet. |
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Nachtsport kommt an |
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| Stadt und SAK treffen mit der Öffnung von Sporthallen an Samstagabenden genau die Zielgruppe |
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| Von Willi Adam |
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Stefan Dieterle hat dafür zwei mögliche Erklärungen. Zum einen sei es wahrscheinlich, dass für Gymnasiasten in der Regel auch über die Elternhäuser ein breiteres Freizeitangebot zugänglich ist. Außerdem vermutet Dieterle, dass solche Kinder auch früher zu Hause sein müssten. Die Abende sind nach Beobachtungen der Betreuer "von Fairness und Respekt" geprägt. Die Teilnehmer selbst geben Spaß und Freude am Sport als wichtigste Motivation an. Damit kann nach Einschätzung von Stefan Dieterle das Nachtsportprojekt "viele auffangen, die in jenen Vereinen herausfallen, in denen es nur um Leistung geht" . Wie die Studie belegt, nutzen viele Jugendliche den Sport am Samstagabend auch zum Aggressions- und Frustabbau. Die meisten gehen nach Hallenschließung nach Hause, Vorkommnisse um die Hallen gebe es nicht. "Es ist gut zu sehen, dass wir genau die Zielgruppe treffen, die wir ansprechen wollten" , sagt Fachbereichsleiter Wipf. Aufgrund der guten Erfahrungen wird das Projekt auf dem Salzert und in der Eichendorffhalle fortgesetzt. Ob weitere Standorte oder das Sommerangebot im Grütt hinzukommen, hängt auch davon ab, ob dies organisatorisch zu bewältigen und mit Helfern zu besetzen ist. "Wir brauchen gute Orte in der Nähe der Wohnquartiere und gute Teams, Geld könnten wir auftreiben" , sagt Fachbereichsleiter Thomas Wipf. Helfer können sich ab sofort bei der Stadt oder beim SAK bewerben. |
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Acht Vorbilder für Engagement |
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| Kreis fördert Projekte zum Themenschwerpunkt Migration und Integration / Projektförderung wird 2009 fortgesetzt |
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Je nach Antrag können diese mit einer Förderung von jeweils bis zu 1000 Euro rechnen. Hierzu zählen unter anderem die Arbeitskreise Migration Weil am Rhein und Integration Schopfheim sowie der Freundeskreis Asyl Rheinfelden, die in den jeweiligen Städten und Gemeinden Veranstaltungen der interkulturellen Begegnung durchführen werden. Die Ausleihe von fremdsprachlicher Literatur wird auf der Kinder- und Jugendstation im St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach durch das Aktionskomitee Kind im Krankenhaus und beim Mobilen Bücherwurm des Sozialen Arbeitskreises Rheinfelden gefördert. In der Gemeinde Eimeldingen wird eine Elterninitiative zur Kinder- und Jugendarbeit mit den Fördermitteln ein Angebot zum interkulturellen Dialog aufbauen. Mit Hilfe eines deutsch-türkischen Familientisches wird die Schubert-Durand-Stiftung Eltern in Lörrach und Zell bei Erziehungsfragen unterstützen. Der Caritasverband für den Landkreis Lörrach schließlich erhält eine Förderung für sein Projekt "Achten statt ächten" , in dem Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund durch künstlerische Medien neue Ausdrucks- und Erlebnismöglichkeiten erfahren werden. "Mit dem Geld sollen Ideen unterstützt werden, die Impulse setzen und Vorbild für andere sein können und damit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Landkreises leisten" , erläutert der Walter Holderried. Das Projektteam sei mit der Jury zusammen begeistert gewesen von den vielen unterschiedlichen Projektideen, die jetzt mit den Zuschüssen verwirklicht werden könnten. Indes bedauere man, dass drei Anträge den Förderkriterien nicht entsprochen haben und deshalb nicht berücksichtigt werden konnten. "Wird sind froh, mit einem vergleichsweise bescheidenen Fördervolumen im Bereich des ehrenamtlichen Engagements seitens des Landkreises so viele sinnvolle und notwendige Projekte ermöglichen zu können" , ist sich der Erste Landesbeamte mit allen Mitgliedern der Jury im Bereich Bürgerschaftliches Engagement einig. Nächstes Jahr sollen im Haushalt erneut Mittel für diese Projektförderung eingestellt werden. Näheres dazu werde rechtzeitig bekannt gegeben, kündigt das Landratsamt an. |
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Stolz auf erste Ergebnisse |
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| Der runde Tisch "Mitgemischt" traf sich im Treffpunkt Gambrinus / Projekte laufen gut an | ||
| Von Heiner Fabry |
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Die Seniorenbeauftragte der Stadt, Elisabeth Schade-Aniran, stellte das Modellvorhaben für Oberrheinfelden "Wegweiser für Hilfen im Alter" vor, mit dem hilfs- und pflegebedürftigen Menschen Hilfestellung und Wegbegleitung durch die verschiedenen Angebote, Möglichkeiten und rechtlichen Grundlagen geboten werden sollen. Ein erstes Informationsblatt wurde inzwischen erstellt. Bis Juli 2008 werden ehrenamtliche Helfer rekrutiert, die solche Beratungen in der jeweiligen Muttersprache der Interessierten leisten können. Diese Helfer werden in der Zeit von September bis Oktober für ihre Beratungstätigkeit geschult, so dass das Beratungsangebot selbst ab November anlaufen kann. Elisabeth Schade-Aniran berichtete, dass die Kontakte zu diesem Angebot über das Beratungscafé in Oberrheinfelden im Stadttreff Pfiffikus entstehen sollen. Hylüa Bogazliyanlioglu informierte aus dem Beratungscafé, dass heute schon Beratungsgespräche während der Spielzeiten angeboten werden. Aktueller Schwerpunkt im Projekt ist die Suche nach weiteren Helfern mit Migrationshintergrund, die sich in die Beratungsarbeit einbringen möchten. Susanne Pretzsch erläuterte, dass die Hausaufgabenhilfe an der Goetheschule inzwischen angelaufen sei und sehr gut aufgenommen werde. In einem nächsten Schritt soll auch Nachhilfe angeboten werden; hierzu müssen aber noch weitere ehrenamtliche Helfer gefunden werden. Herwig Popken zeigte einenErfolg bei der Integrationsarbeit auf. In Kooperation mit dem Regionalkoordinator vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Albert Versteeg, wurde ein kostenloser Alphabetisierungskurs für ausländische Frauen organisiert, der unter der Trägerschaft der VHS steht. Das Interesse an diesem Angebot war so groß, dass inzwischen schon eine zweite Gruppe eingerichtet werden konnte. Neben der Alphabetisierung selbst werden in den Kursen auch praktische Aspekte wie Arzt- oder Behördenbesuche geübt. "Dies ist ein konkretes Ergebnis der Arbeit unseres runden Tisches, auf das wir stolz sein dürfen", stellte Herwig Popken fest. |
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Gute Krippenplätze gefragt |
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| In der Podiumsdiskussion des Sozialkongresses stand die Kleinkinderbetreuung im Mittelpunkt | ||
| Von Britta Wieschenkämper |
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Einig waren sich die eingeladenen Kreisräte der verschiedenen Fraktionen, dass eine Erweiterung der außerfamiliären Kinderbetreuung wünschenswert ist. "Zum Glück ist es keine Frage mehr, dass wir mehr Betreuungsplätze brauchen" , stellte Heinz Kasper, Kreisrat für die Fraktion der Freien Wähler, fest. Allerdings müssten die Rahmenbedingungen stimmen. Das bekräftigte auch Gabriele Haug-Schnabel, die als Leiterin der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen (FVM) am Podium teilnahm. Es gehe nicht darum, möglichst viele Krippenplätze einzurichten, sondern um möglichst gute Plätze. Christel Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, dass die Kindergartengruppen kleiner werden müssten, wenn auch Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden. Die Frage der Finanzierung einer verbesserten Ausstattung und eines höheren Personalschlüssels ist ein Knackpunkt. Krippenplätze sollten sich nicht nur Eltern der höheren Einkommensgruppen leisten können, sagte Gabriele Weber (SPD). Der Überlegung, die Kosten für die Betreuung von Kindern im Vorschulalter komplett über Steuern zu finanzieren, erteilten alle Podiumsteilnehmer eine Absage. Betreuung für die Eltern kostenfrei anzubieten sei vielleicht wünschenswert, aber unrealistisch, so Haug-Schnabel. "Solange wir es nicht einmal schaffen, Mitarbeiter zu finanzieren, die einspringen können, wenn ein Erzieher ausfällt, sind beitragsfreie Plätze kein Thema". Heinz Kasper hielt dies auch nicht für wünschenswert: "Was nichts kostet, taugt auch nichts" . Er meinte, nur wenn Eltern für Betreuung zahlten, hätten sie auch Einfluss auf die Bedingungen. Für einkommensabhängige Beiträge plädierte Klaus Fleck (CDU). In Schopfheim habe man damit gute Erfahrungen gemacht und warum sollten nicht diejenigen, die es sich leisten können, höhere Beiträge zahlen, fragte er. In Schopfheim sei es sogar gelungen, die einkommensabhängigen Beiträge in Kindergärten mit kirchlichen Trägern umzusetzen, für die es schwierig sei, die Einkommensverhältnisse zu erforschen. Marius Porada von der Grenzach-Wyhlener Firma Wetzel sagte, es sei ein Ansatz, dass Firmen ihren Mitarbeitern einen Zuschuss für die Betreuungskosten zahlen. Der Kreis arbeite an einer familienpolitischen Konzeption, so Kreisrätin Margrit Herr (FDP), letztendlich könne die Finanzierung nur im Zusammenspiel gesellschaftlicher Kräfte gelingen. Um eine hohe Qualität in der Bildung und Erziehung von Zweijährigen zu erreichen, sei es notwendig, dass die Erzieherinnen entsprechend ausgebildet würden. Kritisiert wurde aus den Reihen im Publikum die schlechte Bezahlung von Erzieherinnen. Diese müssten mit einem Bruttolohn von 1100 Euro leben, hätten belastende Arbeitszeiten und sollen dennoch qualifiziert und auf dem neusten Stand sein. Es sei wichtig, dem Beruf endlich mehr Wertschätzung zukommen zu lassen, auch in finanzieller Hinsicht. Kuhn mahnte an, das Thema Betreuung nicht isoliert zu betrachten. Denn schließlich gehe es um die Zukunft der Kinder und durch eine gute frühkindliche Betreuung könnten die Weichen für das ganze Leben positiv gestellt und damit auch Folgekosten verhindert werden. |
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"Das Wohlergehen des Kindes sollte der Maßstab sein" |
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| Was Kinder in der Krippe brauchen: Die Humanethologin Gabriele Haug-Schnabel referierte beim Lörracher Sozialkongress |
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Ob Kinder in die Obhut einer Tagesmutter kommen, altersgemischte Gruppen in Kindergärten eröffnet werden oder neue Krippen entstehen, bis 2010 sollen bundesweit 230 000 weitere Plätze geschaffen werden. In Baden-Württemberg setze man vor allem auf die Öffnung der Kindergärten für Zweijährige, wohl auch, weil sonst wegen des Geburtenrückgangs manche Kindergartengruppe von der Schließung bedroht wäre. Doch Gruppen mit jüngeren Kindern zu füllen, kann nur eine Lösung sein, wenn die Rahmenbedingungen geändert werden und die Pädagogik den Bedürfnissen der Zweijährigen entspricht. "Die Zufriedenheit und das Wohlergehen des Kleinkindes innerhalb der Tageseinrichtung sollte zentraler Maßstab sein" , sagt Haug-Schnabel. Unter Dreijährige bräuchten eine altersangemessene, entwicklungsorientierte Pädagogik, die durch Respekt und Achtbarkeit gekennzeichnet ist. Die Erzieherinnen benötigten ein professionelles Wissen über die Entwicklung in der Altersgruppe. Zweijährige Kinder seien immer in Bewegung, hätten einen unermüdlichen Forschungsdrang, erprobten ständig Grenzen, seien äußerst impulsiv und wollten die Welt erobern. Entwicklungsfenster müssten aufgegriffen und bedient werden. Das Kind müsse eine Bindung zur betreuenden Person entwickeln können. Damit dies alles möglich ist, müssten Platz, Heiterkeit, Zeit und verschiedene Materialien zur Verfügung stehen. Kleine Gruppen mit sieben Kindern und zwei Erzieherinnen bei bis zu Dreijährigen, in altersgemischten Gruppen 15 Kinder mit drei Erzieherinnen seien optimal. Und nicht zuletzt sei auch wichtig, berufstätige Mütter nicht abzuwerten. Wenn eine Familie sich entscheidet, ihr Kind außerhalb der Familie betreuen zu lassen, müsse dies akzeptiert werden. |
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Tausche Mitjoggen gegen Auto waschen |
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| Tauschbörse Salzert auch ein Ort der Kontaktpflege / Auch Tausch von Gegenständen |
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| Von Thomas Loisl Mink |
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Entstanden ist die Tauschbörse vor zwei Jahren aus der Stadtteilkonferenz heraus. "Inzwischen hat sich das zu einem echten Selbstläufer entwickelt" , berichtet Sabine Heitzmann vom Sozialen Arbeitskreis (SAK), die das Projekt betreut. Eigentlich wird die Börse aber aus der Gruppe selbst heraus organisiert, federführend sind Brigitte Braml und Uschi Weldle. "Es gibt viele Menschen, die viele Dinge können. Aber man muss das Angebot organisieren" , sagt Sabine Heitzmann. Vielfälig ist das Angebot der der Tauschbörse Salzert. Von Beratungen etwa in Beziehungs- oder Gesundheitsfragen reicht die Palette über Fremdsprachen- oder Musikunterricht, Computerhilfe, Einkaufshilfen oder Fahrdienste, Hilfe bei der Gartenarbeit oder im Haushalt, Kinder betreuen oder Auto waschen bis zur Begleitung bei Jogging oder Waldspaziergängen. Die Angebote sollen jedoch keine Konkurrenz zum Handwerk sein, sondern umfassen nur einfachere Hilfstätigkeiten. Mitglied der Tauschbörse zu werden kostet nichts, und jedes neue Mitglied erhält ein "Startguthaben" von 50 Punkten. Auf einer Liste, die auch im Internet einzusehen ist, trägt jeder ein, was er anbietet. "Viele nutzen das aber einfach, um persönliche Kontakte zu knüpfen" , hat Sabine Heitzmann festgestellt. Alle sechs Wochen etwa findet ein Tauschtreffen zum persönlichen Kennenlernen statt. Das ist vor allem bei Angeboten wie Kinderbetreuung notwendig, soll aber auch ein Zweck der Tauschbörse sein. Seit kurzem werden nicht nur Tätigkeiten, sondern auch Gegenstände getauscht, wie Brigitte Braml bei der Mitgliederversammlung am Montagabend berichtete. Hier können selbstgemachte Dinge oder auch gebrauchte Bücher, CDs oder Spiele getauscht werden. Das funktioniert ebenfalls über das Punktesystem. Auf der Homepage können die Mitglieder ihre Angebote selbst einstellen und verwalten. Nichtmitglieder können das Angebot einsehen, aber nur Mitglieder können sich einloggen, um zu erfahren, wer was anbietet. "Es ist schon ganz erstaunlich, was an Aktionen läuft" , stellt Sabine Heitzmann fest. Termine: Die nächsten Tauschtreffen sind am Donnerstag, 29. Mai, und am Montag, 7. Juli, jeweils um 17.30 Uhr im Max-Josef-Metzger-Haus. |
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Unverstandener Denker sucht Gleichgesinnte |
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| Häns Dämpf im Wasserwerk |
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Aber dann, ja dann kam Markus Vogt alias Häns Dämpf. Der Schlacks mit dem feinen Professorenbart und dem Zylinder, der Fliege und den roten Basketballschuhen brauste zu einer von seiner Band eingespielten Zirkusmelodie auf dem Bobby-Car zur Bühne, stieg schnaufend ab, schnallte sich seine Gitarre um und begann seine Show. Ständig um Atem und Worte ringend und mit nach hinten gedrehtem Kopf zu seinem Keyboarder sprechend stotterte er seine Ansagen, energisch und selbstbewusst die Gitarre bearbeitend, trug er seine Lieder vor. Dabei gingen Politik und Schwachsinn tatsächlich weniger Hand in Hand als angekündigt, eher wechselte sich beides ab. Lautmalerisch vorgetragene Stücke ohne jeden Inhalt oder hochphilosophisches Material ("Warum bin ich eigentlich trotzdem glücklich?"), Belanglosigkeiten und Weltschmerz gaben sich mehr die Klinke in die Hand, als dass sie gemeinsam aus einem Text sprachen. Das Programm des 22- jährigen Tübingers ist eine Gratwanderung: Die sorgsam kultivierte Planlosigkeit seiner Kunstfigur hat ständig den Hang, dem Zuschauer auf die Nerven zu gehen. Fällt Häns Dämpf jedoch aus der Rolle und versieht das Programm mit einer anderen Stilrichtung, dann kann er in seinen eigentlichen Stil nicht mehr zurück. Also zieht Markus Vogt seinen Häns Dämpf so durch, wie er nun mal seit Oktober 2006 ist: Als unverstandenen Denker, der Gleichgesinnte sucht ("Sehnst du dich wie ich nach Sucht?" ), der ganz in seiner eigenen Welt lebt und gar nicht merkt, dass über seine verworrenen Gedankengänge gelacht wird. Und der nicht versteht, warum man irritiert guckt, wenn er in einem Satz Marx, Wittgenstein und John Lennon als seine musikalische Inspiration nennt. Häns Dämpf und seine großartige Zwei- Mann- Bänd, die im Übrigen die meiste Zeit genauso überrascht scheint wie das Publikum von dem, was ihr Gitarrist gerade treibt, sind es auf jeden Fall wert, gehört und -gesehen zu werden. Bei dieser Truppe muss sich ohnehin jeder sein eigenes Bild machen. Niklas Ehrentreich |
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Was kleine Kinder brauchen |
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| Lörracher Sozialkongress am 18. April befasst sich mit der Betreuung für unter Dreijährige in der Familie und außerhalb |
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| Von Daniel Gramespacher |
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"Wir wollen keine Betreuungs-, sondern eine Qualitätsdebatte führen" , stellt Gudrun Schemel klar, Geschäftsführerin des Caritasverbandes im Kreis Lörrach und derzeit Vorsitzende der Liga der freien Wohlfahrtsverbände im Landkreis, die den Kongress zusammen mit dem evangelischen Kirchenbezirk Lörrach und dem katholischen Dekanat Wiesental veranstaltet. Im Zentrum steht die Frage, wie das Betreuungssystem weiterzuentwickeln ist, damit es den qualitativen Anforderungen von Familien und vor allem von Kindern unter drei Jahren gerecht wird. Gabriele Haug-Schnabel, Leiterin der 1993 gegründeten Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen in Kandern, beleuchtet zur Eröffnung das Thema aus wissenschaftlicher Sicht. Dabei geht es auch darum, was ein zweijähriges von einem vierjährigen Kind entwicklungspsychologisch unterscheidet und welche speziellen Anforderungen sich daraus für die Betreuung ergeben. Über Umsetzungsmöglichkeiten diskutieren mit ihr anschließend Vertreter der Fraktionen im Kreistag. Auch Eltern hätten die Gelegenheit ihre Bedürfnisse vorzubringen, erläutert Gudrun Schemel. Eine Bestandsaufnahme zur Kleinkinderbetreuung im Kreis will und kann der Kongress dagegen nicht liefern. Nach Einschätzung von Michael Schmitt-Mittermeier, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Lörrach, ist über die familienpolitische Konzeption des Landkreis bei den Tagesmüttern "viel im Bewegung" ; so unterstützt der Kreis Schulungen der Familienzentren. Bei den Krippen für Kleinkinder sieht er dagegen ein diffuses Bild. Es gebe noch weiße Flecken auf der Landkarte; in etlichen Gemeinden beobachtet Schmitt-Mittermeier aber starke Strömungen im Vorgriff auf den gesetzlichen Anspruch auf einen Platz von 2013. "Zunehmend erkennen Kommunen im Betreuungsangebot auch einen volkswirtschaftlichen Faktor, der für junge Familie bei der Wahl des Wohnortes mitentscheidend ist." Frauen sollten frei entscheiden können über Familie und Beruf Einem Entweder-oder-Denken erteilen Schmitt-Mittermeier wie Schemel eine Absage. Den Glaubenskrieg, ob Krippe oder Tagesmutter besser ist fürs Kind, hält der Diakonie-Geschäftsführer für verfehlt. Seine Kollegin vom Caritasverband wendet sich gegen die Schwarz-Weiß-Malerei, berufstätige Mütter seien allesamt Rabenmütter. Familien sollten frei entscheiden können, was für sie im Einzelfall besser ist. "Ob eine Frau rasch wieder einsteigen möchte oder die Familienarbeit in den Vordergrund stellt, ist für mich gleichwertig", sagt Gudrun Schemel. Sechster Lörracher Sozialkongress Freitag, 18. April, 14 bis 18 Uhr, Altes Wasserwerk Lörrach |
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Zwei Schwebebalken als Geländer |
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| Der Parkour- Kurs des SAK verlagert die Trendsportart von der Straße in die Salzerthalle / Gute Turner sind dabei im Vorteil |
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| Von Nicolas Scherger |
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Etwas schüchtern wage ich mich an die erste Station. Ein Kasten steht als Hindernis im rechten Winkel zur Wand, dahinter liegt eine Weichbodenmatte. Ich soll an der Wand entlang über den Kasten hinweglaufen, indem ich mich mit der linken Hand auf dem Kasten abstütze und mit dem rechten Fuß von der Wand abstoße. Zaghaft nehme ich Anlauf, teile die Schritte schlecht ein, springe trotzdem. Instinktiv sucht das linke Bein Halt, die rechte Hand geht zur Wand. Ich hocke auf dem Kasten. "Etwas mehr Körperspannung" , sagt Walter, der Stuntman. Ich versuche es weiter, irgendwann klappt es, wenn auch nicht besonders elegant. Jetzt bin ich motiviert. Auf zur nächsten Station wieder ein Kasten, diesmal quer hinter einem Sprungbrett. Ich springe hoch, vom Kasten weiter an die Sprossenwand und stelle mir vor, ich hänge an einem Geländer. Dort baumele ich wie ein Koala und stoße mich wieder ab, zurück auf den Kasten. Der wackelt bedrohlich, kippt aber nicht. "Schön" , sagt Walter. Wieder freue ich mich. Aber danach geht es bergab. Von einem Geländer zum nächsten Zwei Schwebebalken liegen am Boden, parallel zueinander. Ich simuliere einen Sprung von Geländer zu Geländer. Beim ersten Versuch lande ich mit beiden Beinen auf dem Balken, die Arme schlagen wie eine Windmühle, dann steige ich runter. "Beine weiter auseinander, tiefer stehen, auf den Fersen landen" , rät Walter. Das hilft, jetzt lande ich sicherer. Gleich noch mal! Übermütig springe ich etwas zu weit, rutsche ab und habe den Schwebebalken im Kreuz. "Versuch erst einmal, von einem Bein aufs andere umzuspringen, damit es tänzerisch aussieht" , sagt Walter. Ich kann nicht tanzen. |
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Mit Matsch und Zwiebeln Wolle färben |
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| Das Osterferienprogramm des SAK Stadtteiltreff für Kinder auf dem Salzert stand unter dem Motto "Vom Schaf zur Wolle" |
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Etwa 20 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren nahmen begeistert an dem Ferienprogramm teil. Dabei schienen nicht alle Kinder zu wissen, dass Schafe von Natur aus weder blau noch rot sind, ganz im Gegensatz zu ihren Pullovern oder Hosen. Wie ist das aber eigentlich genau? Was wird alles unternommen, bis aus der rohen Wolle eines Schafes ein buntes Kleidungsstück wird? In den vier Tagen haben die Programmteilnehmer alle Arbeitsschritte spielerisch nachvollzogen. Nach der Schafschur wuschen und kämmten die Kinder die rohe Wolle. Mit Hilfe von alltäglichen Naturprodukten wie Tee, roten Zwiebeln, Matsch oder Blaubeeren bekam die Wolle nun ihre leuchtenden Farben. Danach konnten die Kinder zuschauen, wie die rohe Wolle zu Fäden gesponnen wurde, um sie dann weiterzuverarbeiten. Die Jungen und Mädchen versuchten sich in allerlei Techniken wie Weben, Filzen, Häkeln oder Stricken. Alles hat geklappt, und die Kinder waren begeistert. "Mir hat es super gut gefallen, wir haben viel gelernt und es hat Spaß gemacht" , sagte Ipek Furan, stellvertretend für die ganze Gruppe. |
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Das Team ist wichtiger als der Sieg |
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| Mentor Shalijani hat es als Breakdancer weit gebracht - und gibt, was er gelernt hat, auch ehrenamtlich an andere weiter | ||
| Von Niklas Ehrentreich |
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Die Schüler lernen Breakdance bei ihm, in wechselnden Gruppen mehrmals wöchentlich, und kommen offensichtlich gerne. Auf dem Hof kommen Mentor mehrere Jungen entgegen, begrüßen ihn mit Handschlag, wollen wissen, was sie heute lernen. Dass vor den schwierigen Formen scheinbar einfache Basisschritte stehen, haben sie schnell begriffen. Ob sie enttäuscht sind? "Natürlich, jeder will gleich einen Helikopter oder einen Salto lernen. Aber dafür muss man lange und hart trainieren." Einen Jungen, der offenbar fitter ist als die anderen, langweilen die leichten Übungen. Als er abzuschalten droht, macht Shalijani ihn kurzerhand zum Vortänzer. Sofort ist er wieder bei der Sache, zeigt den anderen, wie die Schritte gehen hohe pädagogische Schule, autodidaktisch erlernt, denn der gebürtige Kosovo-Albaner Schalijani trainiert nach seinen eigenen Methoden. Inzwischen verdient er sein Geld als Tanzlehrer. Angefangen hat er, mit seinem Bruder und einigen Freunden, beim Sozialen Arbeitskreis, wo sie sich gegenseitig das Tanzen beibrachten. Das hat er nicht vergessen: Immer noch arbeitet er ehrenamtlich dort als Trainer. Und es geht ihm um mehr als Akrobatik und Choreographie. Bei Mentor tanzen lernen heißt verlieren und gewinnen lernen, Respekt vor anderen und Selbstvertrauen gewinnen. "Wenn ich bei einem Battle verliere, dann gebe ich meinem Gegner die Hand, dann war er besser." Dann wird weitertrainiert, bis man es so weit bringt wie Mentor, der deutsche Meister in seiner Disziplin. "Und wenn meine Kids gewinnen, dann müssen sie trotzdem auf dem Boden bleiben." Und wenn nicht? Wenn sie vergessen, dass sie auch einmal Anfänger waren? "Das wäre das Schlimmste für mich. Dann zeige ich ihnen wieder, wo ihre Grenzen sind." Beim Tanzen, wie Mentor es versteht und wie er es vermitteln will, ist Freundschaft unter den Breakern wichtiger als der Siegeswille. Sich gegenseitig beizubringen, was man kann, den Mut zu honorieren, sich einem Battle zu stellen, egal wie es ausgeht, Anfängern weiterhelfen und von den Profis lernen und, bei allem Ehrgeiz, nie den Spaß zu vergessen. Das sei die Aufgabe des Trainers, sagt Shalijani nie aus den Augen zu verlieren, dass die ganze Gruppe, vom Star-Tänzer bis zum notorischen Battle-Verlierer, gleich zu behandeln ist und dass jeder eine Motivation hat, weiterzumachen. Breakdance als Lebenseinstellung und Antrieb: "Niemand sollte ein Mitläufer sein. Wer ein Hobby hat, das er ernst nimmt und das ihn mit anderen verbindet, ob es Tanz ist oder etwas anderes, der findet seinen Weg". Inzwischen hat er sich umgezogen: Er trägt eine Mütze schief auf dem Kopf, weite Jeans, ein Poloshirt. Er sieht aus wie sich Rapper im Fernsehen gerne geben, doch seine Einstellung unterscheidet sich von der der meisten "Gangster" : "Ich will den Kids wieder zeigen, dass Hip Hop etwas Positives ist, ohne das ganze Gelaber und die Gewalt." Das gelingt ihm, nach eigenen Angaben. Beim Tanzen lernt man, sich zu konzentrieren, seine Energie sinnvoll einzusetzen. An Schülern, die er schon länger kennt, sieht er, wie sie sich verändern, zum Guten. Und Respekt, immer wieder Respekt. Andernorts übernimmt der Siegeswille die Rolle des Hauptmotivators beim Breakdance. Tänzer wollen ihre Tricks nicht mehr verraten, unterlegene Gegner beschweren sich und zicken gegen die Jury. Das sei früher anders gewesen, erzählt Shalijani. Er hält sich an befreundete Gruppen, die denken wie er und seine Schüler. "Bis nächste Woche", verabschiedet sich ein Mädchen, als Mentor den Schulhof verlässt. Ob die Arbeit hier an der Schule schwieriger sei als in den Tanzgruppen im SAK oder bei "Art & Dance"? Shalijani bejaht, aber schließlich, fügt er hinzu, seien er und seine Freunde "auch mal Chaoten gewesen." |
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Abenteuer Osterferien |
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| Ferienprogramm des Sozialen Arbeitskreises / Wo ist der Schlüssel zum Lörracher Stadtschatz? | ||
| Von Kerstin Dämon |
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Der Soziale Arbeitskreis (SAK) veranstaltet derzeit wieder ein Ferienprogramm, und die Osterferien stehen unter dem Motto Abenteuer. Täglich steht für die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren etwas anderes auf dem Programm. Die Suche nach dem verlorenen Schlüssel war ein "Stadtabenteuer", wie Birgitt Kiefer vom SAK sagt. Es sei bei den Ferienspielen wichtig, dass "es den Kindern Spaß macht und sie auch etwas lernen", erklärt sie. Bei der Schatzsuche sollten die 28 Detektive ihre Stadt besser kennen lernen. Wie bei einer Schnitzeljagd sind die Kinder den Hinweisen gefolgt: An 36 Stationen in Lörrach waren Fotos versteckt, die sie von Punkt zu Punkt geführt haben. Am Ende haben sie eine Luftaufnahme der Stadt gefunden, die mit einem roten X markiert war. Beim Metropolis-Kino fand sich dann der vermisste Schlüssel, den die Kinder sofort ins Rathaus zurückbrachten. Dieterle bedankte sich bei den Kindern und übergab jedem eine Medaille mit dem Namen des Kindes darauf, dazugab es eine Tafel Schokolade. Birgitt Kiefer freut sich, dass Stefan Dieterle sofort bei der Schatzsuche mitgemacht und den Lörracher Oberschatzmeister gemimt hat. Die Idee für die Fotojagd kam von den Mitarbeitern des SAK, die die Kinder in den Osterferien betreuen. Die Ferienspiele kosten drei bis acht Euro am Tag, je nach finanzieller Situation der Eltern. Die Kinder können von 8.30 bis 16 Uhr an den Spielen teilnehmen. Mehr als 35 Kinder je Tag können aber im Abenteuerprogramm nicht aufgenommen werden. Birgitt Kiefer erzählt, dass die Nachfrage für die Ferienprogramme so groß sei, dass der SAK dieses Jahr zusätzlich einen Theater- und einen Tanzworkshop anbietet. Am Ende des Tages führen die Kinder dann die eingeübten Stücke ihren Eltern vor. |
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Mit dem SAK in Sens neue Freunde gefunden |
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Am Samstag ging es gleich um 8 Uhr weiter: zuerst Frühstück und anschließend zwei Stunden gemeinsamer Zirkus- Workshop. Dabei erarbeiteten wir eine kleine Aufführung für den Sonntag. Nach dem Mittagessen fuhren wir zusammen zu einem typischen französischen Supermarkt, um für das Abendessen einzukaufen. Wir bereiteten landestypisches Essen zu und stellten unsere Rezepte gegenseitig vor. Außerdem blieb noch genug Zeit, um sich die Stadt anzuschauen und zu bummeln. Abends probierten alle die Köstlichkeiten aus drei verschiedenen Ländern. Der letzte Tag war ein ganz besonderer, da wir alles, was wir zuvor beim Workshop gelernt hatten, auf einem Sonntagsmarkt vorführten. Der Abschied gleich nach dem Mittagessen fiel vielen schwer, weil sie in Sens neue Freunde gefunden haben. |